Über die Genauigkeit von definitiven Bahnbestimmungen von Doppelsternen.
Unter gewissen Annahmen über eine ideale Verteilung der Beobachtungen von Doppelsternen -- visuellen oder spektroskopischen - und unter gewissen Hypothesen über die relative Genauigkeit bestimmter Messungen gelingt es Verf., für die mittleren Fehler der Bahnelemente ganz allgemein theoretische Mindestwerte anzugeben, sie also als Funktionen der Bahnelemente darzustellen. An eine solche Möglichkeit ist bisher nicht gedacht worden, der Ansatz wirkt überraschend. Durch eine neuartige, geschickte Symbolik vermag Verf. der Fülle der langen Formeln einigermaßen Herr zu werden, verwickelt bleiben die Ausdrücke freilich im allgemeinen doch. Erst für Spezialfälle treten wesentliche Vereinfachungen ein, die man zusammengestellt findet. Am Beispiel des gut bekannten Systems \(\alpha\) Centauri zeigt Verf., daß auch in einem so günstigen Falle die numerisch gefundenen Unsicherheiten der Bahnelemente noch durchweg deutlich, wenn auch nicht allzu stark, über den theoretischen unteren Schranken liegen.
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