Alle origini della geometria proiettiva.
Verf. gibt eine eingehende Analyse der Grundgedanken, durch die sich Desargues Werk, und zwar vor allem sein Brouillon project, von dem seiner Vorgänger, d. i. in erster Linie Pappus, unterscheidet, und wie weit daher Desargues den Anfangspunkt der modernen Entwicklung der projektiven Geometrie kennzeichnet. Der Vergleich mit den inhaltlich übereinstimmenden Abschnitten bei Pappus zeigt, daß Desargues 1) die uneigentlichen Punkte einführt und ständig benutzt; sie waren ihm aus der Lehre von der Perspektive (Guidobaldo dal Monte 1600) geläufig, 2) den Begriff der stetigen Überleitung von Figuren, z. B. zerfallender Kegelschnitte aus nicht zerfallenden und umgekehrt, verwendet, 3) vielfach von der Methode der räumlichen Projektion, z. B. bei der Herleitung der Kegelschnitteigenschaften aus denen des Kreises, Gebrauch macht. In diesem Sinne wird die projektive Geometrie aus dem Geiste der Renaissance geboren, indem den Ideen und Sätzen der Alten ein neuer Geist aufgeprägt wird.
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