Ideals in a Boolean algebra with transfinite chain condition.
\(L\) sei im folgenden eine verallgemeinerte \(\aleph\)-Boolesche Algebra (die Kardinalzahl besagt, daß in \(L\) Vereinigungen und Durchschnitte von weniger als \(\aleph\) Elementen immer existieren). \(L\) erfüllt die \(\aleph\)-Kettenbedingung, wenn jede auf- oder absteigende wohlgeordnete Kette von Elementen \(\dots a_\alpha < a_\beta \dots\) eine kleinere Mächtigkeit als \(\aleph\) hat. Ist \(a\) ein \(\aleph\)-Ideal in \(L\), so ist der Restklassenverband \(L\backslash \mathfrak a\) ebenfalls eine verallgemeinerte Boolesche Algebra mit Nullelement. Erfüllt \(L\backslash \mathfrak a\) die \(\aleph\)-Kettenbedingung, so heißt \(\mathfrak a\) ein Basisideal bezüglich der Kettenbedingung. Die Menge \(\mathfrak P_\aleph\) aller Basisideale bildet eine verallgemeinerte \(\aleph\)-Boolesche Algebra. Bildet man in diesem Verband die Menge \(\varPhi_\aleph^*\) aller dualen Ideale, so erhält man sogar eine kontinuierliche Boolesche Algebra (d. h. eine solche, in der beliebige Vereinigungen und Durchschnitte gebildet werden können). Diese Ergebnisse sind zum Teil Verallgemeinerungen von Resultaten ven \textit{J. v. Neumann} (vgl. Continuous geometry, Vorlesungsausarbeitung, Princeton 1935/37). Anwendung auf die Maßfunktionen \(\varPhi (a)\) in einer \(\aleph_1\)-Booleschen Algebra \(L_1:\varPhi (a)\) ist eine Maßfunktion, wenn \(\varPhi (a) \geqq 0\) und reell ist für alle \(a \in L_1\) und \(\varPhi (a) = \sum\limits_{i=1}^\infty \varPhi (a_i)\) ist, sobald \(a\) die Vereinigung der \(a_i\) ist und \(a_i \cap a_j = 0\) für alle \(i \not = j\) gilt. Wird \(\varPhi < \Psi\) gesetzt, wenn aus \(\Psi (a) = 0\) stets \(\varPhi (a) = 0\) folgt, so bilden die Maßfunktionen von \(L_1\) eine verallgemeinerte \(\aleph_1\)-Boolesche Algebra \(\mathfrak F_1\), und die Menge aller \(\aleph_1\)-Ideale in \(\mathfrak F_1\) ist eine kontinuierliche Boolesche Algebra. Für dieses Resultat wird noch ein zweiter, von der Theorie der Ideale in einer Booleschen Algebra unabhängiger Beweis gegeben. Eine weitere Anwendung auf die Spektraltheorie eines komplexen Euklidischen Raumes \(\mathfrak H\): Eine Familie von Projektionen \(E (a)\) in \(\mathfrak H\), die für alle \(a\) einer \(\aleph_1\)-Booleschen Algebra \(L_1\) erklärt sind, mit den Eigenschaften \(\alpha )\) \(E(a)E(b) = 0 \) für \(a \cap b = 0\), \(\beta )\) \(E(a) = E(a_1) + E(a_2) + \cdots\), wenn \(a\) direkte Summe der \(a_i\) ist, \(\gamma )\) \(E(1) = 1\), wird als Zerlegung der Identität im allgemeinen Sinne bezeichnet. Die Menge aller \(a \in L_1\), für die \(E(a)f = 0\) ist, bildet ein Basisideal \(a_f\) für die \(\aleph_1\)-Kettenbedingung in \(L_1\). Es wird bewiesen, daß die Menge \(\mathfrak R_E\) aller \(\mathfrak a_f\), \(f \in \mathfrak H\), ein duales \(\aleph_1\)-Ideal in \(\mathfrak P_{\aleph_1}\) ist, daher ist \(\mathfrak R_E\) eine verallgemeinerte \(\aleph_1\)-Boolesche Algebra und die Menge \(\theta^*_E\) aller dualen \(\aleph_1\)-Ideale in \(\mathfrak R_E\) ist eine kontinuierliche Boolesche Algebra. Für die Elemente \(\mathfrak a^*\) dieses Verbandes \(\theta^*_E\) läßt sich eine Zerlegung \(F (\mathfrak a^*)\) der Identität definieren, die sich als Erweiterung der Zerlegung \(E (a)\) herausstellt.
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