Näherungswerte und Restabschätzungen komplexer Reihen durch eine geometrische Methode.

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Hat man eine Reihe mit den Gliedern \(a_\nu = r_\nu e^{i\varphi _\nu}\), und bezeichnet man den Winkel zwischen zwei aufeinander folgenden Gliedern mit \(\psi _{n+1}=\pi+\varphi _n-\varphi _{n+1}\) (mod \(2\pi \)), wo \(-\pi < \psi _{n+1}<+\pi \), so ist ein monotoner Streckenzug durch die folgenden Ungleichungen definiert: 1) entweder \(r_{n+1}\leqq r_n\) oder \(r_n\leqq r_{n+1}\), 2) entweder \(\psi _{n+1}\leqq \psi _n\) oder \(\psi _n\leqq \psi _{n+1}\), 3) \( r = \lim _{n\to\infty }\,r_n\) und \( \psi = \lim _{n\to\infty }\,\psi _n\). \noindent Unter Benutzung solcher Streckenzüge beweist Verf. unter anderen folgende Sätze: Jeder monotone Streckenzug besitzt einen zum Index \(n\) gehörenden \(n\)-ten äußeren und inneren Hüllkreis, zwischen denen der Streckenzug verläuft. Mit wachsendem \(n\) liegt der folgende äußere Hüllkreis ganz innerhalb, der innere außerhalb des vorhergehenden. Die Folge der Hüllkreismittelpunkte \(P_n\) hat bei monotonem Streckenzug einen Grenzwert \(P\); die Folge der \(a_n\) ist dann nach dem Hölderschen Mittel erster Ordnung mit der Summe \(P\) summierbar. Ist \( \lim _{n\to\infty }\,r_n = 0\), ist die Reihe konvergent. Eine Folge der \(a_n\) ist nach dem Hölderschen Mittel zweiter Ordnung summierbar, wenn wohl die \(r_n\) über alle Grenzen wachsen, die \(P_n\) aber beschränkt bleiben und beide Folgen monotone Streckenzüge sind. An einer Reihe von Beispielen wird weiter gezeigt, wie man sich durch diese geometrischen Methoden Klarheit über das Verhalten komplexer Reihen verschaffen kann. (Neubearbeitung der Dissertation 1937; JFM 63.0164.*.)












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