Trigonometrische Polynome mit einer Minimumeigenschaft.
Neudarstellung der Ergebnisse einer in bulgarischer Sprache erschienenen Arbeit (Annuaire Univ. Sofia, Fac. phys.-math. 19 (1923), 355-387; vgl. auch \textit{E. Landau}, Ann. Scuola norm. sup., Pisa, Sci. fis. mat. (2) 2 (1933), 209-210; 5 (1936), 141; JFM 59.1016.*, 1017). Es sei \(g(\varphi) = a_0 + a_1\cos\varphi + \cdots + a_n\cos n\varphi\) ein Kosinuspolynom \(n\)-ter Ordnung, \(|a_i| \geqq 0\), \(a_0<a_1\). Gefragt ist nach der unteren Grenze \(P_n\) des Ausdrucks \(\dfrac{g(0)}{a_1-a_0}\) für alle diese Polynome. Verf. berechnet \(P_6\), \(P_7\), \(P_8\), \(P_9\), indem er die Minimalbedingung als Ungleichung \(\dfrac{g(0)}{a_1-a_0} \geqq\lambda(=P_n)\) auffaßt und diese Ungleichung so umformt, daß eine Linearform in den Konstanten \(a_i\) entsteht. Die Koeffizienten kann man durch \(\lambda\) ausdrücken; \(\lambda\) ergibt sich zahlenmäßig nach Berechnung einer kubischen Gleichung. Es ist \(P_6 = 5,9298\cdots\), \(P_7 = P_8 = P_9 = 5,9052\cdots\). Verf. zeigt noch, daß \(P_{11} > 5,792\) ist.
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