Geometry of polygons in the complex plane.
Verf. beweist mit Hilfe der Ebene der komplexen Zahlen den folgenden allge\-meinen Satz: Es seien \(a_1\), \(a_2\),\dots, \(a_{n-1}\) die Winkel \(\dfrac{2\pi}n\), \(\dfrac{4\pi}n\),\dots, \(\dfrac{2(n-1)\pi}n\) \textit{in irgend einer Reihenfolge}. Über den Seiten eines beliebigen ebenen \(n\)-Ecks konstruiere man in einem und demselben Sinn gleichschenklige Dreiecke mit den Winkeln \(a_1\) an der Spitze. Über den Seiten des von den Spitzen dieser Dreiecke gebildeten \(n\)-Ecks konstruiere man gleichschenklige Dreiecke mit dem Winkel \(a_2\) an der Spitze. Wenn man so fortfährt und zu den Konstruktionen alle Winkel \(a_1\), \(a_2\),\dots, \(a_{n-1}\) nachein\-ander benutzt, so erhält man im ganzen \(n -1\) neue Vielecke. Das letzte Vieleck reduziert sich auf einen Punkt, den Schwerpunkt des gegebenen \(n\)-Ecks, und das vor\-letzte ist regelmäßig. Ist der letzte benutzte Winkel \(a_{n-1}=\dfrac{2(n-p)\pi}n\), so ist das regelmäßige Vieleck vom \(\omega^p\)-Typ, d. h. seine aufeinanderfolgenden Ecken liegen in gleichen Winkelintervallen von \(\dfrac{2p\pi}n\) auf einem Kreis. \textit{Dieser Satz ist nicht neu}. Er ist von \textit{K. Petr} in Časopis Mat. Fysik., Praha, 34 (1905), 166-172 (F. d. M. 36, 545 (JFM 36.0545.*)) veröffentlicht worden. Neu ist der Zusatz: Wenn man bei den genannten Dreiecks\-konstruktionen zwei entsprechende Winkel \(\dfrac{2p\pi}n\) und \(\dfrac{2(n-p)\pi}n\) ausläßt, so erhält man als letztes Vieleck ein ``affin-regelmäßiges Vieleck vom \(\omega^p\)-Typ, und wenn man auf dieses die Konstruktion mit \(\dfrac{2p\pi}n\) anwendet, so entsteht ein regelmäßiges Vieleck von \(\omega^p\)-Typ. Dabei ist unter einem affin-regelmäßigen Vieleck ein Vieleck zu verstehen, das durch eine affine Transformation aus einem regel\-mäßigen Vieleck entsteht. Ferner gibt Verf. affine Konstruktionen an, als deren Sonderfall sich ein Satz von \textit{E. Kasner} ergibt (Scripta math., Lwòw, 2 (1934), 131-138; F. d. M. \(60_{\text{II}}\), 1246): Werden immer \(r\) aufeinanderfolgende Ecken eines ebenen \(n\)-Ecks zusammengefaßt und ihr Schwerpunkt als eine Ecke des ``einbeschrie\-benen Vielecks bezeichnet, und ist \(F\) der größte gemeinsame Faktor von \(n\) und \(r\), so muß in dem einbeschriebenen Vieleck die Vektorsumme der ersten, \((F + 1)\)-ten, \((2F + 1)\)-ten,\dots Seite gleich Null sein. Erste Seite kann jede beliebige Seite des Vielecks sein. Zu demselben einbeschriebenen Vieleck gehören \(\infty^{2 (F+1)}\) umbeschrie\-bene Vielecke.
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