Zur Einheitentheorie der einfachen Algebren.
Verf. entwickelt eine topologische Theorie der Einheiten rationaler einfacher Algebren \(A\). Denkt man sich die Elemente \(\xi\) von \(A\) als Punkte mit rationalen Koor\-dinaten in einem affinen Raum, so entspricht der Multiplikation mit einer Einheit (mit der Norm 1) eine affine Abbildung dieses Raumes auf sich. Dabei geht die durch die Gesamtheit aller Punkte \(\xi\) mit reellen Koordinaten und der Norm 1 gebildete konti\-nuierliche Gruppe \(\mathfrak m\) in sich über. Verf. greift aus der Einheitengruppe \(\mathfrak e\) von \(A\) und der Gruppe \(\mathfrak m\) geeignete Untergruppen \(\mathfrak e'\) und \(\mathfrak m'\) von endlichem Index heraus und zeigt: Es gibt einen stetig berandeten Diskontinuitätsbereich \(d\) von \(\mathfrak e'\) in \(\mathfrak m'\) von derselben Dimension wie \(\mathfrak m'\), der längs seines Randes nur an endlich viele äquivalente Bereiche anstößt. Durch Ränderzuordnung entsteht aus \(d\) eine abgeschlossene Mannigfaltig\-keit \(D\), die \(\mathfrak m'\) als unverzweigte reguläre Überlagerung mit der Monodromiegruppe \(\mathfrak e'\) besitzt. Hieraus ergibt sich, daß \(\mathfrak e'\), also auch \(\mathfrak e\), durch endlich viele Einheiten erzeugt werden kann. Zur weiteren Beschreibung von \(D\) und damit von \(\mathfrak e'\) bestimmt Verf. alle Mannigfaltigkeiten kleinster Dimension mit der Fundamentalgruppe \(\mathfrak e'\), auf die sich \(D\) stetig abbilden läßt. Er findet für ihre Dimension einen Wert, der für den Fall, daß \(A\) mit seinem Zentrum zusammenfällt, die Anzahl der Erzeugenden von \(\mathfrak e'\) nach dem Dirichletschen Einheitensatz angibt. Man kann so diese Theorie als eine Verallge\-meinerung der klassischen Einheitentheorie auffassen.
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