Über eine periodische Funktion von drei ganz rationaler Veränderlichen und deren zahlentheoretische Bedeutung.
Die Funktion, Tau-Funktion genannt, wird durch die Eigenschaften: Rekursionsformel \(\mathbf{T}(x,n)-\text\textbf{T}(x-1,n)=\text\textbf{T}(x,n+1)\), Anfangswerte \(\mathbf{T}(x,0)=1\) oder 0, je nachdem \(x\) durch \(d\) teilbar ist oder nicht, erklärt. Dabei sind \(x\), \(n\), \(d\) ganze rationale Veränderliche. Die Tau-Funktion hat, als Funktion von \(x\), die Periode \(d\). Die Tau-Funktion kann independent durch Binomialkoeffizienten ausgedrückt werden: \[ \mathbf{T}(y,n)=(-1)^y\cdot\sum_k(-1)^{kd}\cdot\binom n{y+kd}\qquad \left(\text{\(k\) geht von 0 bis \(\left[\frac{n-y}d\right]\)}\right) \] ferner auch durch Einheitswurzeln: \[ d\mathbf{T}(x,n)=\eta^{-xk}(1-\eta^k)^n\;\text{(\(k\) geht von 0 bis \(d-1\); \(\eta\) primitive \(d\)-te Einheitswurzel).} \] Der größte gemeinsame Teiler der Zahlen \(\mathbf{T}(0,n),\dots, \text\textbf{T}(d-1,n)\) ist genau \(d^{\left[\frac{n-1}{d-1}\right]}\), wenn \(d\) eine Primzahl ist. (Diese Teilbarkeitseigenschaft hat der Verf. schon in Arch. Math. Physik (3) 23 (1914), 117-124; F.~d.~M. 45, 422 in anderer Bezeichnung angegeben). Jeder natürlichen Zahl \(d\) wird eindeutig eine arithmetische Form von \(d-1\) Veränderlichen \(H(z_1,z_2,\dots,z_{d-1})\), deren Grad ebenfalls \(d-1\) ist, zugeordnet. Die diophantische Gleichung \(H=d^n\) wird durch \(z_r=\mathbf{T}(r,n)\) für jedes \(n\) befriedigt. Dieses Ergebnis kann weiter verfolgt werden, wenn man die vier Fälle \(d\) und \(n\) gerade und ungerade trennt. Insbesondere ergibt sich für \(d\) und \(n\) beide ungerade: Jeder ungeraden Zahl \(d\) wird eine Form von \(\dfrac{d-1}2\) Veränderlichen \(H(z_1,z_2,\dots,z_{\frac{d-1}2})\), deren Grad ebenfalls \(\dfrac{d-1}2\) ist, zugeordnet. Die diophantische Gleichung \(H=(-1)^{\frac{n-1}2\cdot\frac{d-1}2} d^{\frac{n-1}2}\) wird durch \(z_r=T\left(\dfrac{n+d}2+r,n\right)\) für jedes \(n\) befriedigt. Hieraus kann noch, wenn \(d\) und \(n\) als Primzahlen angenommen werden, das Reziprozitätsgesetz hergeleitet werden.
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