Note sur les fonctions convexes d'ordre supérieur. VIII.
Es sei \(f(x)\) eine eindeutige, reelle Funktion auf der Punktmenge \(\mathfrak f\) der reellen \(x\)-Achse. Es heißt \(f(x)\) von \(n\)-ter Ordnung auf \(\mathfrak f\), genauer konvex, nicht-konkav, polynomial, nicht-konvex, konkav von \(n\)-ter Ordnung, je nachdem \[ [x_1,\ldots, x_{n+2}; f] >, \geqq, =, \leqq, < 0 \] für beliebige (verschiedene) \(x_\nu \in \mathfrak f, \nu = 1,\ldots, n + 2\). (Stets soll \(\mathfrak f\) genügend viele Punkte enthalten und, der Einfachheit wegen, hier etwa kompakt sein). Unter einer Umgebung \(V_x^k\) von \(x\in \mathfrak f\) verstehe man einen Ausschnitt von \(\mathfrak f\) (\(=\) Durchschnitt von \(\mathfrak f\) mit einem Intervall, vgl. auch die obenstehende Besprechung der Note VI welcher mindestens je \(k\) oberhalb sowohl als unterhalb von \(x\) gelegene Punkte aus \(f\) enthält; besitzt \(\mathfrak f\) nur \(r\) Punkte \(0 < r < k\) ober- bzw. unterhalb \(x\), so soll \(V_x^k\) mindestens \((2k- r)\) Punkte unter- bzw. oberhalb \(x\) enthalten. \textit{Definition}: \(f(x)\) heißt \textit{lokal} konvex usw. in \(x_0\in \mathfrak f\), wenn eine \(V_{x_0}^k\) mit \(2k\geqq n + 1\) existiert, auf welcher \(f(x)\) konvex usw. ist. Mit Hilfe von Betrachtungen über den Durchschnitt zweier \(V_a^k, V_b^k\) bzw. ihre Verbindbarkeit durch eine (endliche) Kette von \(V^k_{x_\nu}\), wobei je zwei benachbarte \(V^k_{x_\nu}\). mindestens \(2k\) Punkte gemein haben, wird gezeigt: \(f (x)\) ist im großen konvex usw. auf \(\mathfrak f\), wenn \(f (x)\) überall lokal konvex usw. ist mit \(k=\biggl[\dfrac{n+2}{2}\biggr]\). Jede auf \(f\) stetige und überall eine lokale Stützgerade besitzende Funktion ist nicht-konkav von 1. Ordnung auf \(\mathfrak f\). -- Weiß man nur, daß \(f(x)\) lokal von \(n\)-ter Ordnung auf \(\mathfrak f\) ist für ein \(k\) (also z. B. in gewissen Punkten lokal konvex, in anderen polynomial usw.), so braucht \(f (x)\) im großen nicht von \(n\)-ter Ordnung zu sein. Indessen gilt: \(f(x)\) ist von \(n\)-ter Ordnung konkav auf \(\mathfrak f\) oder konvex auf \(\mathfrak f\), wenn für \(f(x)\) in den Punkten von \(\mathfrak f\) die Alternative: lokal konvex oder lokal konkav offensteht und \(k=\biggl[\dfrac{n+3}{2}\biggr]\) ist. Den Schluß bildet der Satz, daß die obere bzw. untere Grenze des \(n\)-ten Differenzenquotienten einer beliebigen beschränkten Funktion auf \(\mathfrak f\) bereits in den \(V_x^k\) geeigneter \(x\) mit \(k=\biggl[\dfrac{n+1}{2}\biggr]\) erreicht wird.
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