On Tschebyscheff polynomials.
Das im Intervalle \(a\leqq x\leqq b\) definierte System \[ \varPhi _0(x), \varPhi _1(x),\dots,\varPhi _n(x) \] von stetigen, reellen Funktionen wird ein \(T\)-System \(n\)-ter Ordnung genannt, wenn keine lineare Verbindung \[ P_n(x)=A_0\varPhi _0(x)+A_1\varPhi _1(x)+\dots +A_n\varPhi _n(x) \] in \((a, b)\) mehr als \(n\) Nullstellen besitzt. Hierfür ist notwendig und hinreichend, daß für \[ a\leqq x_0<x_1<\cdots<x_n\leqq b \] die Determinante der Größen \(\varPhi _i(x_k)\) (\(i\), \(k = 0\), 1,\dots, \(n\)) nicht verschwindet. Verf. zeigt, daß, wenn ein Polynom \(P_n(x)\) des \(T\)-Systems \(s\) bzw. \(d\) Nullstellen mit bzw. ohne Vorzeichenwechsel besitzt, die Ungleichung gilt: \[ s+2d\leqq n. \] Außerdem gibt Verf. einen kurzen, direkten Beweis des folgenden Satzes von S. Bernstein: Wenn \(s+d\) verschiedene Stellen \[ x_1, x_2,\dots,x_s;\;y_1, y_2,\dots,y_d;\;s+2d=n \] in \((a, b)\) gegeben sind, so gibt es mindestens ein Polynom \(P_n(x)\), welches an den Stellen \(x_i\) bzw. \(y_k\) mit bzw. ohne Vorzeichenwechsel verschwindet. Endlich wird an einem speziellen Beispiel gezeigt, daß \(P_n(x)\) durch diese Bedingungen im allgemeinen nicht eindeutig bestimmt ist.
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