Über den Vorrat analytischer Funktionen an großen Funktionswerten.
Wenn ein einfach zusammenhängendes Gebiet \(\mathfrak G_z\) von einer stetigen Kurve \(\mathfrak E\) berandet wird, so wird nach Carathéodory bei der Abbildung \(\mathfrak G_z\to |w|<\varrho \) durch \(w=f(z)\) \(\mathfrak E\) umkehrbar eindeutig und stetig auf \(|w|=\varrho \) abgebildet. Das Vergrößerungsverhältnis der Abbildung auf dem Rande wird untersucht unter gewissen Annahmen über das Gebiet \(\mathfrak G_z\) und über die Lage des Punktes \(z_0\), der durch \(w = f (z)\) in \(w = 0\) übergeht. Betrachtet werden zunächst konvexe und sternförmige Gebiete; z. B. wird für erstere der Satz bewiesen: \(w = F(z)\) genüge den Bedingungen: \ 1) \(F(z)\) regulär in \(| z | < R\), 2) \(F(0) = 0\), \(F (z) \neq 1\) für \(| z |<R\) und 3) \(F (z)\) bildet \(|z|< R\) in ein konvexes Gebiet \(\mathfrak G_w\) ab. Wenn \(\alpha \) das Lebesguesche Maß der Punkte von \(|z|= R\) bezeichnet, für die \(|F(z)|\geqq R\) ist, dann gilt \(\alpha < 8\). Zu beliebig kleinem \(\varepsilon >0\) gibt es solche Werte von \(R\) und zugehörige Funktionen \(F (z)\), daß \(\alpha >8-\varepsilon \) wird. Wenn man die Voraussetzung ``konvex oder sternförmig fallen läßt, wird eine nichttriviale Aussage gewonnen für den Fall, daß die betrachtete Punktmenge einem Kreissektor angehört, der durch \(F(z)\) schlicht abgebildet wird.
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