Elementare Krümmungsbetrachtungen bei konformer Abbildung.

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Publication:2591174





In der \(z\)-Ebene (\(z = x + iy\)) sei ein Kurvenbogen \(\mathfrak C\) durch \(z = z (t)\) gegeben: \(t_1 \leqq t \leqq t_2\), \(z^\prime (t) = \dfrac {dz}{dt} \not = 0\) und \(z^{\prime\prime} (t)\) stetig. Der Einheitsvektor der positiven Tangente bzw. Normale wird durch \( \dfrac {dz}{dt} = \dot {z} = \dfrac {z^\prime}{|z^\prime|}\) bzw. \(i\dot{z}\) gegeben, \(s = \int\limits_{t_1}^t | z^\prime (\tau) |\, d\tau\). Die Krümmung von \(\mathfrak C\) im Punkte \(z (t)\) wird durch \(k = \dot{\psi}\), \(\dot{z} = e^{i\psi}\) erklärt; für \(k \not = 0 \) ist \(Z = z + i \dfrac {\dot{z}}k\) der Krümmungsmittelpunkt. Die Frenetsche Formel lautet \(\dfrac {d \dot{z}}{ds} = ki\dot{z}\). \(w = u + iv = f (z)\) sei in einem endlichen Gebiet \(\mathfrak G\) regulär analytisch und \(f^\prime (z) = |f^\prime (z) e^{i\alpha}|\not = 0\). Dann erfüllt die aus \(\mathfrak C\) mittels \(f (z)\) erzeugte Bildkurve \(\mathfrak C^*\) die eingangs gestellten Voraussetzungen. Die Krümmung \(k^*\) von \(\mathfrak C^*\) wird durch \(\dfrac 1{|f^\prime (z)|}(k-k_0)\) gegeben, \(k_0 = -\mathfrak F \left( \dfrac{f^{\prime\prime}}{f^\prime}\,\dfrac{dz}{ds} \right)\) (die geometrische Bedeutung dieser Größe wird angegeben), \(k^* | f (z)|\) setzt sich also aus zwei Bestandteilen zusammen: der erste hängt allein von der Krümmung \(k\) der Urbildkurve \(\mathfrak C\), der zweite nur von der Abbildung und von der Richtung von \(\mathfrak C\) ab. Für Kurven \(\mathfrak C_1\) und \(\mathfrak C_2\), die sich in einem Punkte \(z\) berühren, gilt demzufolge: Die Differenz der Krümmungen zweier sich berührender Kurven im Berührungspunkt ist bis auf den Faktor \(| f^\prime (z)|\) invariant, ein Satz, der aus Ergebnissen von \textit{Peschl} und \textit{Weise} (Math. Z. 42 (1936), 82-100; F. d. M. \(62_{\text{I}}\), 876) folgt. Die bisherigen Entwicklungen werden dann angewendet auf den Fall, daß die betrachteten Kurven Isothermen in der \(z\)- bzw. \(w\)-Ebene sind. Der Sonderfall eines Parallelkoordinatennetzes führt zu Sätzen von \textit{Study}. Die Betrachtungen über die geometrischen Örter von Krümmungsmittelpunkten stehen in Zusammenhang mit Ergebnissen von \textit{Ginzel} (Acta math., Djursholm, 56 (1931), 273-353; Deutsche Math. 2 (1937), 401-416. F. d. M. \(57_{\text{I}}\), 421; \(63_{\text{I}}\), 296) und \textit{Ringleb} (Jber. Deutsche Math.-Verein. 45 (1935), 57-60; F. d. M.\(61_{\text{II}}\), 1156). Erwähnt sei der Satz: Wenn \(f^{\prime\prime} (z) \not = 0\), dann ist der Ort der Krümmungsmittelpunkte der Urbilder der Kreise vom Radius \(R\) durch \(w\) ein Kegelschnitt, und zwar eine Ellipse, Hyperbel, Parabel, je nach dem \(\varepsilon = R \cdot \left| \dfrac {f^{\prime\prime}}{f^\prime} \right| <1\), \(>1\) oder \(= 1\) ist. Im zweiten Abschnitt werden bei der Abbildung durch Integrale multiplikativer Funktionen die Krümmungs- und Wendepunktsverhältnisse untersucht, z. B. \[ w= \int\limits_0^z (1+ \zeta)^{\alpha -1} (1 - \zeta)^{-\alpha}\, d\zeta, \quad 0 < \alpha < 1, \qquad w = \int\limits_0^z \frac {d\zeta}{\sqrt{1 - \zeta^4}}. \] Bei der Behandlung der Beispiele, die auch für die Anwendungen (Elektrotechnik) eine nicht unwesentliche Rolle spielen, erweisen sich die in dem ersten Abschnitt entwickelten Formeln als sehr bequem und zweckmäßig.












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