Zur Eigenwerttheorie normaler Operatoren.
Eine neue Begründung der Spektraltheorie selbstadjungierter Operatoren im komplexen Euklidischen Raum \(\mathfrak E\) beliebiger Dimension. \(N\) sei ein unbeschränkter abgeschlossener normaler Operator. In Verallgemeinerung eines Gedankens von \textit{D. A. Lengyel} und \textit{M. H. Stone} (Ann. Math., Princeton, (2) 37 (1936), 853-864; JFM 62.0450.*) wird der abgeschlossene lineare Teilraum \(M_{z,r}\) von \(\mathfrak E\) betrachtet, der aus allen \(f\) besteht, für die \(N^{k_1}N^{*k_2} \cdots N^{*k_{2n}}f\) stets sinnvoll ist, und für die \(\varlimsup\limits_{n\to \infty}\left|\left(\dfrac{N-z}r\right)^nf\right|<\infty\) ist, \(z\) eine feste komplexe Zahl. Zu \(M_{z,r}\) gehört ein mit \(N\) vertauschbarer Projektionsoperator \(P(r)\). Aus der Gesamtheit dieser den Kreisen \(C_r\) mit den Mittelpunkten \(z\) und den Radien \(r\) der komplexen Zahlenebene \(G\) zugeordneten Projektionsoperatoren läßt sich die zu \(N\) gehörige Spektralschar \(E(Z)\) und daraus die Darstellung \[ (Nf,g)=\int\limits_ g zd(E(Z)f,g) \] gewinnen, falls \(N\) hypermaximal ist, d. h., wenn \(\lim\limits_{r\to \infty}P(\bar C_r)\) gleich dem Einheitsoperator \(E\) von \(\mathfrak E\) ist. Für beschränkte unitäre und Hermitesche Operatoren folgt daraus sofort die Spektraldarstellung. Für beliebige selbstadjungierte Operatoren \(H\) muß noch durch Einführung von \((H + iE)^{-1}(H-iE)\) die Hypermaximalität im obigen Sinne bewiesen werden.
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