Topologie regulärer Kurvenscharen.
Liegt auf einer geschlossenen Fläche eine Kurvenschar, die bis auf endlich viele singuläre Punkte im kleinen der Parallelschar homöomorph ist, so kann man den singulären Punkten Indizes zuordnen, die nur von der Gestalt der Schar in der Nähe des Punktes abhängen. Die Summe dieser Indizes hängt mit dem Geschlecht der Fläche durch eine einfache Formel zusammen, die im wesentlichen von Poincaré herrührt, und deren Geltungsbereich dann verschiedentlich erweitert wurde. Hier wird die Formel von neuem bewiesen, und zwar so, daß sie unmittelbar auf ein von Schar- und Querkurven begrenztes Vieleck anzuwenden ist, das z. B. auch Schlitze aufweisen kann. Für diesen Zweck nicht gerade nötig, aber vielleicht zu anderen Zwecken nützlich ist der Hilfssatz, daß sich jede Kurvenschar durch eine Schar von Querkurven zu einem Kurvennetz mit denselben singulären Punkten ergänzen läßt.
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