Über die topologische Struktur der Mengen endlicher Ordnung.
Eine Abbildung heiße von endlicher Ordnung, wenn jeder Bildpunkt nur endlich viele Urbildpunkte besitzt. Eine Menge \(\mathfrak M\) heiße von endlicher Ordnung bezüglich des Mengensystems \(S\), wenn der Durchschnitt von \(\mathfrak M\) mit einer jeden Menge von \(S\) nur endlich viele Elemente (von \(\mathfrak M\)) enthält; die Elemente von \(S\) werden auch als Ordnungscharakteristiken bezeichnet. Bewiesen wird: \ I. \textit{Darstellungssatz}: Die kompakte Teilmenge \(A\) des kartesischen \(R_k\) sei von endlicher Ordnung bezüglich einer den \(R_k\) überdeckenden Parallelschar \(S\) von \((k - n)\)-dimensionalen Ebenen des \(R_k\) \((1 < n < k)\). Dann ist \(A\) höchstens \(n\)-dimensional und darstellbar als Summe einer in \(A\) offenen, höchstens \((n - 1)\)-dimensionalen Menge \(A^\prime\) und der in \(A\) abgeschlossenen Hülle \(A^{\prime\prime}\) einer (eventuell leeren) Summe von höchstens abzahlbar vielen, in \(A^{\prime\prime}\) offenen, paarweise fremden \(n\)-Zellen (d. h. topologischen Bildern der \(n\)-dimensionaien offenen Kugel des \(R_n\)) \(Z_1\), \(Z_2\), \dots der Ordnung Eins bezüglich \(S\). Die Menge \(A - \sum\limits_\nu Z_\nu\) ist höchstens \((n-1)\)-dimensional; die \(Z_\nu\) treten dann und nur dann auf (d. h. \(A\) ist dann und nur dann genau \(n\)-dimensional), wenn die Menge aller zu \(A\) nicht fremden Ebenen aus \(S\) eine in \(S\) offene Teilmenge enthält. Die Behauptung dieses I. Darstellungssatzes bleibt richtig, wenn \(A\) lokal-kompakte Teilmenge einer offenen Teilmenge \(O\) des \(R_k\), wenn \(S\) eine \(O\) schlicht überdeckende stetige Schar von \((k - n)\)-dimensionalen Ebenen des \(R_k\), und wenn der Durchschnitt von \(A\) mit jeder Ebene von \(S\) isoliert ist. -- II. \textit{Darstellungssatz}: Es existiere eine eindeutige stetige Abbildung \(f\) endlicher Ordnung des kompakten, metrischen Raumes \(A\) in den \(R_n\). Dann ist \(A\) höchstens \(n\)-dimensional und darstellbar als Summe einer in \(A\) offenen, höchstens \((n-1)\)-dimensionalen Menge \(A^\prime\) und der in \(A\) abgeschlossenen Hülle \(A^{\prime\prime}\) einer Summe höchstens abzählbar vieler, in \(A^{\prime\prime}\) offenen, paarweise fremden \(n\)-Zellen \(Z_\nu\), auf welchen \(f\) topologisch ist. Dabei ist \(A - \varSigma Z_\nu\) höchstens \((n - 1)\)-dimensional, und \(n\)-Zellen treten dann und nur dann auf, wenn \(f(A)\) eine im \(R_n\) offene Teilmenge enthält. Die Behauptung dieses \ II. Darstellungssatzes bleibt richtig, wenn von \(f\), statt endlicher Ordnung, verlangt wird: Für jeden Punkt von \(f(A)\) ist die Urbildmenge endlich, ausgenommen höchstens die Punkte einer im \(R_n\) nirgends dichten Teilmenge von \(f(A)\), für welche die Urbildmengen höchstens nulldimensional sind. -- Der I. Satz wird mit Hilfe des II. noch verallgemeinert wie folgt: Der kompakte Raum \(A\) sei stetig zerlegt in endliche Mengen, und der zugehörige Zerlegungsraum möge durch eine eindeutige stetige Abbildung endlicher Ordnung in den \(R_n\) abgebildet werden. Dann gilt (im wesentlichen) wieder die Behauptung des I. Darstellungssatzes. -- Aus diesen Sätzen ergeben sich Eins und Unendlich als einzige homogene Ordnungen der betrachteten Ordnungsprobleme.
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