Theorie der Kippung rechtwinkliger Zweistabrahmen.
Verf. untersuchen einen aus zwei rechtwinklig gebrochenen Stäben gebildeten Zweistabrahmen von konstantem doppeltsymmetrischem Querschnitt und sehr verschiedenen Querschnittsträgheitsmomenten, wobei die Minimumachse in der Rahmenebene liegt. Der im Scheitelgelenk, das gegen seitliche Verschiebungen gesichert ist, durch eine vertikale Einzellast belastete Zweistabrahmen besitzt zwei gleichhoch liegende Kämpfergelenke, die wohl eine Verdrehung der Endquerschnitte und auch eine Verschiebung in der Rahmenebene zulassen, quer zu derselben aber eine starre Einspannung vermitteln. Im zweiten Abschnitt gewinnen Verf. für die Auslenkungen und Drehwinkel des horizontalen und vertikalen Stabes mit Beachtung der unter Umständen durch Flanschen verursachten Behinderung der Querschnittswölbung zusammen vier Differentialgleichungen mit zehn Integrationskonstanten, denen ebensoviele Rand- und Übergangsbedingungen in den Lagerungspunkten bzw. im Rahmeneckpunkt gegenüberstehen, die somit zur Ermittlung der Kippbedingung ausreichen. Bei symmetrischer Rahmenausbildung zerfallen die Gleichungen und Bedingungen in je zwei Gruppen für symmetrisches und antimetrisches Auskippen, das im dritten Abschnitt für vernachlässigte Behinderung der Querschnittswölbung untersucht wird. Dabei gelingt es den Verf. durch geschickte Transformationen die resultierenden Differentialgleichungen als Sonderfälle der Whittakerschen Differentialgleichungen zu erweisen und die beiden Kippbedingungen für die erwähnten Auskippungsformen in geschlossener und übersichtlicher Form darzustellen. Die numerische Auswertung sowie die Untersuchung von Flanschquerschnitten sind späteren Veröffentlichungen vorbehalten.
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