Zur Schwingzahlberechnung des dünnwandigen Hohlreifens.
Es werden die Schwingzahlen der achsensymmetrischen Schwingungen einer Kreisringschale, die einem Innendruck \(p\) ausgesetzt ist, unter den vereinfachenden Annahmen bestimmt, daß der Meridianumfang der Ringschale ungedehnt bleibt und daß der Abstand des Mittelpunktes des Kreismeridians von der Drehachse groß gegen den Krümmungshalbmesser des Meridianes ist. Zunächst wird der Ausdruck für das Gesamtpotential aufgestellt, der sich aus der Formänderungsarbeit der Schale, der Arbeit der durch \(p\) hervorgerufenen Spannkräfte, der Arbeit des Innendruckes \(p\) und der Arbeit der Trägheitskräfte zusammensetzt. Da die daraus abgeleitete Lagrangesche Gleichung sehr kompliziert ist, macht Verf. für die Formänderung des Querschnittes in tangentialer bzw. radialer Richtung die Ansätze \[ u(\varphi)=\sum_n A_n\cos n\varphi,\qquad w(\varphi)=-\sum_n nA_n\sin n\varphi \] und zweitens \[ u(\varphi)=\sum_n A_n\sin n\varphi,\qquad w(\varphi)=\sum_n nA_n\cos n\varphi \] und bestimmt die Koeffizienten dadurch, daß er das Gesamtpotential zu einem Minimum macht. Die Schwingzahlen wachsen quadratisch mit einem Parameter, der gleich ist dem Verhältnis der geometrischen Mittel aus der Wanddicke und dem Halbmesser der Rohrmittellinie und aus Halbmesser des Rohrquerschnittes und einem anderen, von \(p\) linear abhängigen Parameter. Solange der erste Parameter unter dem Grenzwert 0,913 liegt, ist die mit Verbiegungen des Ringquerschnittes verbundene Schwingung leichter anzuregen als die rein radiale Schwingung der Ringfläche ohne Formänderung des Querschnittes.
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