Réflexions sur une note de M. Bouligand: ``Problèmes bien posés et problèmes à conditions surabondantes.
\textit{Bouligand} (Bull. Soc. Sci. Liège 5 (1936), 116-120; JFM 62.0199.*) hatte mittels des abstrakten Raumbegriffs von \textit{Fréchet} Sätze über Probleme und ihre Lösungen formuliert. Diese Formulierungen werden hier genauer gefaßt, wobei das Wesentliche das Auftreten eines Stetigkeitsbegriffs ist. Es sei \(\mathfrak P\) eine Klasse von Problemen \(P\) mit folgenden Eigenschaften: (1) Bei geeigneter Abstandsdefinition sei \(\mathfrak P\) ein vollständiger metrischer Raum; (2) \(\mathfrak P\) sei separabel mittels einer abzählbaren Menge \(P_1\), \(P_2\), \dots (d. h. jedes Element von \(\mathfrak P\) sei Limes einer passend gewählten Teilfolge der \(P_n\)), deren Elemente \(P_n\) Probleme mit genau einer Lösung \(S(P_n)\) sind; (3) die Gesamtheit aller Lösungen der Probleme von \(\mathfrak P\) gehört einem metrischen Raume \(\mathfrak S\) an; (4) es gibt eine Teilmenge \(\mathfrak T\) von \(\mathfrak S\), die einen vollständigen Raum bildet, nur aus Lösungen von Problemen von \(\mathfrak P\) besteht, alle \(S(P_n)\) enthält und mittels der \(S(P_n)\) separabel ist; (5) aus der Konvergenz einer Teilfolge \(\{P_{n_k}\}\) der \(P_n\) folgt die Konvergenz der Folge \(\{S(P_{n_k})\}\). Für jedes Problem \(P\) von \(\mathfrak P\), das nicht ein \(P_n\) ist, sei \(S(P)\) die Menge aller Lösungen von \textit{P. Häufung im weiteren Sinne} (accumulatif) \(H(P^*)\) von \(S(P)\) an einer Stelle \(P^*\) von \(\mathfrak P\) heißt die Menge aller Elemente \(s\) von \(\mathfrak S\), welche folgende Eigenschaft haben: Es gibt in \(\mathfrak P\) eine Folge von Elementen \(P^{(\nu)}\) die von \(P^*\) verschieden sind, und in \(\mathfrak S\) eine Folge von Elementen \(s^{(\nu)}\), die je eine Lösung von \(P^{(\nu)}\) sind, so daß \[ P^{(\nu)} \to P^* \quad \text{und} \quad s^{(\nu)} \to s \] ist. \textit{Häufung} \(H_0(P^*)\) im engeren Sinne an der Stelle \(P^*\) heißt die Menge aller Elemente \(s_0\) von \(\mathfrak S\), welche folgende Eigenschaften haben: Zu jedem \(\varepsilon > 0\) gibt es ein \(\delta > 0\), so daß für jedes \(P\) mit \(PP^* < \delta\) eine Lösung \(s\) von \(P\) existiert, für die \(ss_0 < \varepsilon\) ist. Schließlich heißt die Funktion \(S(P)\) halbstetig nach oben [unten] im weiteren Sinne, wenn \(H(P) \subseteq S(P)\) \([S(P) \subseteq H(P)]\) ist. Entsprechendes gilt für Halbstetigkeit im engeren Sinne. Es besteht dann der Satz: Gelten die Voraussetzungen (1)-(5) und ist \(S(P)\) halbstetig nach oben im weiteren, nach unten im engeren Sinne, so hat \textit{jedes} Problem von \(\mathfrak P\) \textit{genau eine} Lösung. Für weitere Sätze sei auf die Arbeit selber verwiesen.
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