Über den Zusammenhang von Strömungs- und Spannungsproblemen. I.
Zunächst wird der Nachweis erbracht, daß das Netz der Stromlinien und der Äquipotentiallinien einer ebenen Potentialströmung sich stets als das Hauptspannungsnetz einer fünfparametrigen Schar von ebenen Spannungszuständen deuten läßt. Umgekehrt läßt sich jeder ebene Spannungszustand in zwei Teilzustände zerlegen, deren jeder für sich allein in seiner geometrischen Gestalt durch einen Strömungsvorgang wiedergegeben werden kann; doch verbietet der nichtlineare Charakter dieses Zusammenhanges im allgemeinen die Erzeugung des gesamten Hauptspannungsnetzes durch Superposition jener beiden Strömungsvorgänge. Verf. stellt nunmehr notwendige und hinreichende Bedingungen dafür zusammen, daß das Spannungsnetz als ein Strömungsnetz angesehen werden kann. Die praktische Verwertung dieser Kriterien soll in einer späteren Arbeit behandelt werden. (VI 4 B.)
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