Über die rationale Dimension.
Bei der rekursiven Dimensionsdefinition nimmt man als nulldimensionale Mengen diejenigen, in denen es zu jedem Punkt beliebig kleine Umgebungen mit leerer Berandung gibt. Geht man von den abzählbaren Mengen als nulldimensionalen aus, so entsteht der ``rationale Dimensionsbegriff. Vom rationalen Dimensionsbegriff kennt man den Summensatz, den Zer\-spal\-tungs\-satz (\textit{Menger}, Dimensionstheorie, Leipzig 1928 (F. d. M. 54, 617 (JFM 54.0617.*)), S. 120-121; siehe auch die Literaturangabe daselbst, S.125) und den überdeckungssatz (\textit{K. Menger}, Dimensionstheoretische Notizen IV; Ergebnisse math. Kolloquium Wien 1 (1929), 8). Verf. formuliert und beweist für den rationalen Dimensionsbegriff den Satz von der Existenz einer rational \(n\)-dimensionalen Universalmenge, den \(\varepsilon \)-Deformationssatz, der für kompakte Mengen \(M\) die rationale Dimension charakterisiert als die kleinste ganze Zahl \(n\), für die sich \(M\) so in ein \(n\)-dimensionales Polytop \(\varepsilon \)-deformieren läßt (\(\varepsilon \) beliebig \(> 0\)), daß\ die Menge der Punkte mit abzählbaren Urbildmengen überall dicht liegt. Ferner den Kompaktifikationssatz: Eine rational \(n\)-dimensionale Menge \(M\) läßt sich in eine kompakte \(n\)-dimensionale Menge \(K\) einbetten, die Vereinigung von \((n+1)\) nulldimensionalen Mengen ist, von denen eine mit \(M\) höchstens abzählbar viel Punkte gemein hat.
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