Simulation methods for polymer chemistry

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Die mathematische Modellierung der Reaktionskinetik von Polymeren führt für jeden einzelnen makromolekularen Reaktionsschritt auf ein System von \(10^3-10^6\) Differentialgleichungen, dessen Dimension zusätzlich noch mit der Zeit um Größenordnungen variieren kann. Die mathematisch korrekte Modellierung ist somit ein abzählbares Differentialgleichungssystem mit formal abzählbar unendlich vielen Differentialgleichungen. Ihre effiziente numerische Lösung ist -- zumindest für die anspruchsvollen Probleme, die in der Praxis auftreten -- auch heute noch Gegenstand der Forschung. Die bis dato verwendeten Methoden sind jedenfalls unbefriedigend -- entweder, weil sie zu langsam sind, oder, weil sie keine verläßlich richtigen Ergebnisse liefern. In diesem Artikel wird eine neue Klasse von effizienten Lösungsmethoden vorgestellt, die adaptiven diskreten Galerkin-Methoden. Sie basieren auf einer Betrachtung abzählbarer Differentialgleichungssysteme in Folgenräumen (gewichtete und ungewichtete \(l^2\)-Räume) und einer Galerkin-Approximation der Lösungen durch dynamisch angepaßte Basisfunktionen in diesen Folgenräumen. Die adaptiven diskreten Galerkin-Methoden wurden zunächst am Konrad-Zuse-Zentrum für Informationstechnik Berlin (ZIB) erdacht und entwickelt, heute werden sie in der Firma CiT weiterentwickelt und in Form von kommerzieller Anwendungssoftware vertrieben. Diese Software gestattet mittlerweile die rasche Simulation kompletter Reaktionssysteme der technischen Chemie auf Personalcomputern -- was vorher nicht einmal auf Supercomputern möglich war. For the entire collection see [Zbl 0833.00027].






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