Ueber lineare Systeme von Kegelschnitten. (Q1511651)

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Ueber lineare Systeme von Kegelschnitten.
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    Ueber lineare Systeme von Kegelschnitten. (English)
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    1900
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    In jedem Complex, d. h. linearen System dritter Stufe, von Kegelschnitten giebt es bekanntlich vier Doppelgerade, die gemeinsamen Tangenten der Schar von Kegelschnitten, die auf denen des Complexes ruhen. Sind \(X_0=0\), \(X_1=0\), \(X_2=0\), \(X_3=0\) (wo \(X_0+X_1+X_2+X_3 = 0\) ist) ihre Gleichungen, so ist jeder Complexkegelschnitt in der Form \(\sum\limits_{i=0}^3 s_iX_i^2 = 0\) darstellbar; interpretirt man die \(s_i\) als räumliche homogene Punktcoordinaten, so ist damit der Complex auf den Punktraum eindeutig abgebildet. Dabei entsprechen den zerfallenden Kegelschnitten des Complexes die Punkte einer Fläche dritter Ordnung mit vier Knotenpunkten, den Ecken des Koordinatentetraeders. Neben dieser Abbildung wird noch eine andere untersucht. Diejenigen Punkte des Raumes nämlich, die dem quadratischen Netze von Complexkegelschnitten entsprechen, die selbst auf einem beliebigen gegebenen Kegelschnitt \(K\) der Ebene ruhen, bilden eine dem Fundamentaltetraeder umschriebene Fläche zweiter Ordnung; diese artet in einen Kegel aus, wenn \(K\) eine Doppelgerade ist, also alle Complexkegelschnitte diese berühren; die Spitzen dieser den Geraden der Ebene zugeordneten Kegel bilden wieder die obige Fläche dritter Ordnung, die deshalb als Discriminantenfläche bezeichnet wird; ist \(K\) ein Kegelschnitt des Complexes selbst, so ist die entsprechende Fläche die erste Polare des den Kegelschnitt repräsentirenden Raumpunktes. Schliesslich wird noch kurz auf die, übrigens durch keine Punkttransformation zu erreichende, ``Hauptverwandtschaft'' zwischen den Kegelschnitten der Ebene eingegangen; in dieser stehen zwei Kegelschnitte, wenn ihnen zwei dem Fundamentaltetraeder umschriebene Flächen zweiter Ordnung entsprechen, die durch Vertauschung der Coordinaten mit ihren reciproken Werten in einander übergehen. Vorausgeschickt ist der Arbeit eine elegante Durchführung der Auflösung der allgemeinen Gleichung vierten Grades nach Darboux (Liouv. J. (2) 18, 220; F. d. M. 5, 80, 1873, JFM 05.0080.01), die in der Bestimmung der Schnittpunkte zweier Kegelschnitte, von denen der eine auf dem anderen ruht, besteht.
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