Zur Theorie der Moduln.

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Jede Zahl \(\eta=c_1\eta_1+\cdots+c_n\eta_n\) eines Dedekind'schen Moduls \(\mathfrak e=[\eta_1,\dots,\eta_n]\) ist bestimmt durch das Coefficientensystem \(c_1\), ...,\(c_n\), ein durch \(\mathfrak e\) teilbarer Modul \(\mathfrak a=[\alpha_1,\alpha_2,\dots,\alpha_r]\) durch eine Matrix \(A\) von \(r\) Zeilen und \(n\) Colonnen mit ganzzahligen Elementen. Die Dedekind'sche Theorie der Moduln tritt hierdurch in unmittelbare Beziehung zu der von Frobenius entwickelten Theorie der linearen Formen mit ganzen Coefficienten; der Verf. stellt sich die Aufgabe, von hier aus Resultate für die Theorie der Moduln zu gewinnen. Das Hauptinteresse der Untersuchung ist der Bestimmung gewisser zahlentheoretischer Functionen zugewendet. Zwei rechteckige Systeme \(A\) und \(B\) gehören in dieselbe Klasse, wenn die zugehörigen Bilinearformen in einander durch ganzzahlige Substitutionen übergeführt werden können; die notwendige und hinreichende Bedingung für diese Aequivalenz besteht alsdann in der Gleichheit der Elementarteiler (Invarianten). Ebenso werden zwei Moduln \(\mathfrak a\) und \(\mathfrak b\) in dieselbe Klasse gerechnet, wenn die zugehörigen Systeme \(A\) und \(B\) dieselbe Klasse besitzen; dann fallen gleiche Moduln in dieselbe Klasse, aber zwei Moduln der gleichen Klasse können verschieden sein, und es entsteht die Aufgabe, die Anzahl von Moduln zu bestimmen, welche zu derselben, durch ihr Invariantensystem gegebenen Klasse \(A\) gehören. Die so charakterisirte Function \(\psi(A)\) ist, wenn die Invarianten von \(A\) Potenzen einer einzigen Primzahl \(p\) sind, eine bestimmte ganze ganzzahlige Function von \(p\), welche durch die Gauss'sche Function \[ (n,m) = \frac{(1-x^n)(1-x^{n-1})\dots(1-x^{n-m+1})}{(1-x)(1-x^2)\dots(1- x^m)} \] dargestellt werden kann, und im allgemeinen Falle ein Product, derartiger Functionen. Im Anschluss an dieses Hauptresultat werden, sodann noch zwei auf mehrere Klassen bezügliche Anzahlen \(t(A|B)\) und \(v(A|B)\) bestimmt, von welchen die erste die Anzahl der Divisoren irgend eines zu \(A\) gehörigen Moduls \(\mathfrak a\) innerhalb \(B\) und die zweite die Anzahl der Vielfachen eines zu \(B\) gehörigen Moduls \(\mathfrak b\) innerhalb \(A\) bedeutet, und schliesslich wird eine notwendige und hinreichende Bedingung dafür abgeleitet, dass ein Modul \(\mathfrak c\) der Klasse \(\Gamma\) sich als kleinstes gemeinsames Vielfaches von \(s\) Moduln \(\mathfrak a_1\), \(\mathfrak a_2\), ..., \(\mathfrak a_s\) darstellen lasse, welche gegebenen Klassen \(A_1\), \(A_2\), ..., \(A_s\) angehören.












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