Der allgemeine \textit{Malus}sche Satz und der \textit{Bruns}sche Abbildungssatz. (Q1468271)
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scientific article; zbMATH DE number 2611879
| Language | Label | Description | Also known as |
|---|---|---|---|
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| English | Der allgemeine \textit{Malus}sche Satz und der \textit{Bruns}sche Abbildungssatz. |
scientific article; zbMATH DE number 2611879 |
Statements
Der allgemeine \textit{Malus}sche Satz und der \textit{Bruns}sche Abbildungssatz. (English)
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1916
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Die Lichtfortpflanzung längs Strahlen in Medien mit beliebig veränderlichem Brechungsindex wird von dem Variationsproblem des Prinzips des kürzesten Lichtwegs beherrscht. Das Bündel der (krummlinigen) Lichtstrahlen, das von einem Punkte ausstrahlt, bildet ein Feld, in dem man die Flächen konstanter Lichtweglänge, die im Sinne der Undulationstheorie Wellenflächen sind, als Transversalflächen des Feldes konstruieren kann. Dies hat zuerst \textit{Hamilton} getan, der auch die Eigenschaft der Wellenflächen, auf den Lichtstrahlen Stücke konstanter Lichtweglänge abzuschneiden, entdeckt hat. Der Verf. gibt für diese letztere Eigenschaft im ersten Paragraphen der Arbeit einen Beweis, der darauf beruht, daß\ die Beziehung zwischen zwei Wellenelementen längs eines Lichtstrahls als Berührungstransformation Bedeutet wird. Mit den gleichen Hilfsmitteln wird im zweiten Paragraphen der Fall behandelt, daß\ die Lichtstrahlen zwei verschiedene Medien durchsetzen und an der Trennungsfläche gebrochen werden. Entsprechend der Minimumsforderung des Prinzips des kürzesten Lichtwegs hat man hier in jedem der beiden Medien als Lichtstrahl eine Extremale des zugehörigen Variationsproblems, die beide in der Trennungsfläche entsprechend der Knickbedingung aneinanderschließen müssen. Der Verf. weist nach, daß\ immer, wenn in dem einfallenden Lichtstrahlenbündel Wellenflächen vorhanden sind, es solche arch in dem gebrochenen Bündel gibt, und daß\ irgend zwei Wellenflächen, auch wenn sie in verschiedenen Medien verlaufen, auf allen Lichtstrahlen die gleiche Lichtweglänge abschneiden. Diese ebenfalls zuerst von \textit{Hamilton} erkannte Tatsache nennt er den allgemeinen \textit{Malus}schen Satz. Im dritten Paragraphen beschäftigt er sich mit den Eigenschaften einer idealen Abbildung, d. h. einer solchen, bei der alle von einem leuchtenden Objektpunkte ausgehenden Lichtstrahlen wieder in einem Bildpunkte vereinigt werden. Dabei sollen Objektraum und Bildraum Medien mit konstantem Brechungsindex sein, während zwischen beiden ganz beliebige Medien eingeschaltet sein können. Da die Wellenflächen eines solchen Bündels, das Objektpunkt und Bildpunkt verbindet, im Objekt- wie im Bildraum Kugeln um diese sind, so folgt zunächst, daß\ für alle Lichtstrahlen des Bündels die Licht weglänge zwischen Objektpunkt und Bildpunkt die gleiche ist. Weiter ist leicht zu erkennen, daß\ die Beziehung zwischen Objektraum und Bildraum bei einer idealen Abbildung notwendig eine Kollineation sein muß. Der Verf. zeigt, daß\ diese Kollineation eine Ähnlichkeit ist, indem er nachweist, daß\ jedem ebenen Tangentenviereck eines Kreises im Objektraum wieder ein solches Tangenten viereck im Bildraum und damit jedem Kreise des Objektraums ein Kreis des Bildraums entsprechen muß. Schließlich zeigt er, daß\ dann die Lichtweglänge zwischen dem Objektpunkt und dem zugehörigen Bildpunkt für alle diese Paare die gleiche ist, woraus sogleich folgt, daß\ sich in der Ähnlichkeit entsprechende Strecken, wie die Lichtgeschwindigkeiten im Objekt- und Bildraum verhalten müssen. Da dieser Satz von \textit{Bruns} in seinem \textit{Eikonal} mitgeteilt wird, nennt er ihn den \textit{Bruns}schen Abbildungssatz.
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