Natural families of trajectories. Conservative fields of force. (Q1490343)
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scientific article; zbMATH DE number 2638711
| Language | Label | Description | Also known as |
|---|---|---|---|
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| English | Natural families of trajectories. Conservative fields of force. |
scientific article; zbMATH DE number 2638711 |
Statements
Natural families of trajectories. Conservative fields of force. (English)
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1909
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Die in dieser Abhandlung betrachteten Familien von Kurven können als die Extremalen definiert werden, die mit Variationsproblemen von der Form \(\int Fds =\) Minimum zusammenhängen, wo \(F\) eine beliebige Punktfunktion ist, \(ds\) das Bogenelement in dem betrachteten Raume. Irgendein mit einem solchen Integrale verknüpftes Kurvensystem wird als ``natürliches'' System angesprochen. Folgende sechs Familien sind vielleicht die vornehmsten unter ihnen: 1. die Bahnkurven in einem konservativen Kraftfelde, 2. Brachistochronen, 3. Kettenlinien, 4. optische Lichtwege, 5. geodätische Linien, 6. Berührungstransformationen. Der Hauptzweck der Abhandlung ist die vollständige geometrische Charakterisierung natürlicher Kurvenfamilien. Zwei als \(A\) und \(B\) bezeichnete Eigenschaften ergeben sich als notwendig und hinreichend. Die in einem Punkte \(p\) oskulierenden Kreise solcher Kurven der Familie, welche durch diesen Punkt \(p\) gehen, haben nach der ersten Eigenschaft noch einen zweiten Punkt \(P\) gemeinschaftlich, bilden also (in dem Falle dreier Dimensionen) einen Bündel (vgl. F. d. M. 38, 721, 1907, JFM 38.0721.04). Als eine Folgerung aus \(A\) ergibt sich, daß 3 (oder \(n\) in dem Falle von \(n\) Dimensionen) der Kreise mit den entsprechenden Kurven eine vierpunktige Berührung haben. Die Eigenschaft \(B\) besagt, daß diese hyperoskulierenden Kreise zu einander rechtwinklig sind. Das nächste Resultat ist ein Reziprozitätsprinzip. Mit jedem natürlichen System \(S\) ist ein zweites natürliches System \(S'\) wie folgt verknüpft: Der Bündel oskulierender Kreise in einem Punkte \(p\) für die zu \(S\) gehörigen Kurven ist zugleich der Bündel oskulierender Kreise in dem zweiten Punkte \(P\) des Bündels für die zu \(S'\) gehörigen Kurven. Die Beziehung ist also eine gegenseitige. Das Entsprechen der Punkte \(p\) und \(P\) führt zu einer Punkttransformation vom ``\textit{Darboux}schen Typus''; entsprechend für die Eigenschaft \(B\). Die Klasse von Systemen, welche die Eigenschaft \(A\) haben, ist natürlich weit umfassender als die Klasse der ``natürlichen'' Systeme. Alle solche Systeme werden hier ``Geschwindigkeitssysteme'' genannt. Tatsächlich treten sie bei der Untersuchung gewisser Kurven auf (Geschwindigkeitskurven), die in bestimmter Weise mit der Bewegung eines Massenpunktes in einem Kraftfelde zusammenhängen. Für einen gegebenen Wert \(v =v_0\) der Geschwindigkeit gibt es \(\infty^4\) von diesen Kurven; sie werden dadurch definiert, daß, wenn ein Massenpunkt in der Richtung einer von ihnen mit der Geschwindigkeit \(v_0\) geschleudert wird, die Bahnkurve die Geschwindigkeitskurve oskuliert. Der letzte Teil der Abhandlung ist der zweidimensionalen Theorie gewidmet. Hier schließt der Geschwindigkeitstypus nicht nur den natürlichen Typus ein, sondern auch den isogonalen Typus (gebildet von den \(\infty^2\) Isogonalen einer Schar von \(\infty^1\) Kurven). Die Vergleichung dieser beiden Typen führt zu einem einfachen Resultat. Eine Transformation der Krümmung wird gefunden, welche die Typen vertauscht. Die \textit{Schotters}sche Theorie der isogonalen Trajektorien wird um einen wesentlichen Zug bereichert.
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