Bemerkungen zu dem Aufsatz von \textit{C. Koehler:} Über die Klassifikation der Kurven und Flächen zweiten Grades. (Q1507985)

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scientific article; zbMATH DE number 2660756
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    Bemerkungen zu dem Aufsatz von \textit{C. Koehler:} Über die Klassifikation der Kurven und Flächen zweiten Grades.
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      Bemerkungen zu dem Aufsatz von \textit{C. Koehler:} Über die Klassifikation der Kurven und Flächen zweiten Grades. (English)
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      1902
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      Bei einer beliebigen algebraischen Kurve oder Fläche hängt die Einteilung nach ihrer projektiven Beschaffenheit nur vom Werte der Konstanten ihrer Gleichung ab. Ihre metrische Beschaffenheit hängt aber auch noch von den Koordinaten der unendlich fernen Geraden, resp. Ebene (also von dem zugrunde gelegten Koordinatensystem) ab. Nach diesem Prinzip will der Verf. (siehe JFM 33.0662.01) die Gebilde zweiten, Grades klassifizieren. Die Vorkenntnisse sind so gering wie möglich gehalten; dahin gehört das homogene Koordinatensystem, die darauf aufgebaute Polarentheorie bis zum Beweise der Identität der nicht ausgearteten Gebilde zweiter Ordnung und Klasse; der Zusammenhang zwischen Ausartung und Rang der Determinante des Gebildes; endlich die elementare Theorie der Determinanten, bis zu dem Satze, daß\ der Rang einer symmetrischen Determinante durch das Verschwinden ihrer Hauptunterdeterminanten allein bestimmt ist. Ist nun, bezogen auf Dreieckskoordinaten, \(f(x,x) = \varSigma a_{ik}x_ix_k = 0\) die Gleichung der Kurve zweiter Ordnung \(C_2\), so wird ihr Schnitt mit der Geraden \(v = |yz|\) gegeben durch \[ f(y,y)x^2_1+f(z,z)x^2_2+2f(y,z)x_1x_2=0, \] und durch Rang und Vorzeichen der Determinante \(D = f(y,y)f(z,z)-f^2(y,z)\) ist die Beschaffenheit dieses Schnittes bestimmt. Ist \(F(u, u)\) die adjungierte Form von \(f(x, x)\), so besteht vermöge der Gleichungen \(v_i = |y_kz_l|\) die Identität \(D = F (v, v)\), und die Determinanten \(D\) und \(F(v,v)\) haben auch immer den gleichen Rang. Die analoge Erscheinung tritt bei Flächen \(F_2\) zweiter Ordnung \(f(x,x) = 0\) auf; schneidet man die Fläche mit einer Ebene \(v = |yzs|\), und ist \(D\) die Determinante des Schnittes, \(F(v, v)\) die zu \(f(x,x)\) adjungierte Form, so sind wiederum die Determinanten \(D\) und \(F (v, v)\) gleich und von gleichem Range. Endlich gilt Analoges für die zweimal, resp. dreimal geränderte Determinante der Kurve, resp. Fläche zweiter Ordnung. Da der Grad der Ausartung einer \(C\) durch den Rang ihrer Determinante \(A\) bestimmt wird, so kommt bei der projektiven Einteilung nur noch die Realitätsfrage hinzu. Die aus \(A\) und deren Hauptunterdeterminanten gebildete Reihe läßt sich so anordnen, daß\ die \(C_2\) reell oder imaginär ist, je nachdem diese Reihe Zeichenwechsel aufweist oder nicht. Die metrische Einteilung der \(C_2\) ist dann, wie oben schon betont, bedingt durch die projektive Beschaffenheit ihres Schnittes mit der unendlich fernen Geraden \(g_{\infty}\). Analoges gilt dann wiederum für die Flächen zweiter Ordnung \(F_2\). Danach ergeben sich die Kriterien für eine nicht ausgeartete Fläche, die dann imaginär, geradlinig oder nicht-geradlinig sein kann, für einen imaginären und reellen Kegel, resp. ein solches Ebenenpaar, schließlich für eine Doppelebene. Gundelfinger macht zunächst einige Bemerkungen, die seinen Anteil an einigen der von \textit{Koehler} benutzten Sätze, klarstellen, und füllt sodann eine Lücke aus, um die \textit{Koehler}sche, nur notwendige Bedingung für die Realität einer Fläche zweiter Ordnung zu einer hinreichenden zu ergänzen.
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