Sur l'intégration de certaines systèmes de \textit{Pfaff} de caractère deux. (Q1509645)

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scientific article; zbMATH DE number 2662673
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    Sur l'intégration de certaines systèmes de \textit{Pfaff} de caractère deux.
    scientific article; zbMATH DE number 2662673

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      Sur l'intégration de certaines systèmes de \textit{Pfaff} de caractère deux. (English)
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      1901
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      In der ersten Arbeit (siehe JFM 32.0351.04) wird die Frage nach der Existenz der Integrale siene beliebigen Systems totaler Differentialgleichungen behandelt. Die Ergebnisse der Untersuchung geben wir hier nach der etwas veränderten Bezeichnung wieder, die der Verf. in der eine Zusammenfassung derselben enthaltenden Einleitung zur zweiten Abhandlung angewandt hat. Das System der totalen Differentialgleichungen habe die Form \[ \omega_i \equiv a_{i1} dx_1 + a_{i2} dx_2 + \cdots + a_{ir} dx_r =0 \quad (i= 1,2, \dots, s). \] Ein lineares Element, bestehend aus einem Punkte \(A(x_1, x_2, \dots, x_r)\) und einer durch ihn gehenden Geraden mit den Richtungsparametern \[ (1) \qquad (dx_1, dx_2, \dots, dx_r) \] im \(r\)-dimensionalen Raume heißt ``integral'', wenn die \(2r\) Größen \(x_i, dx_i\) den Gleichungen (1) genügen. Zur weiteren Untersuchung ist die Betrachtung des Gleichungssystems \[ (2) \quad \omega_{\lambda}' \equiv \sum_{i, \kappa} \left( \frac{\partial a_{\lambda \kappa}}{\partial \kappa_i} - \frac{\partial a_{\lambda i}}{\partial x_{\kappa}} \right) (dx_i \delta x_{\kappa} - dx_{\kappa} \delta x_i) =0 \qquad (\lambda = 1,2, \dots, s) \] erforderlich. Nennt man zwei von demselben Punkt ausgehende Integralelemente \((dx_1, dx_2, \dots, dx_r)\) und \((\delta x_1, \delta x_2, \dots, \delta x_r)\) in Involution befindlich, wenn die \(3r\) Größen \(x_i, dx_i, \delta x_i\) den Gleichungen (2) genügen, so heißt eine ebene \(p\)-dimensionale Mannigfaltigkeit \(E_p\), die durch \(A\) hindurchgeht, integral, wenn jedes in ihr enthaltene lineare Element integral ist und zwei beliebige lineare Elemente von \(E_p\) in Involution sind. Projiziert man alle von \(A\) ausgehenden linearen Elemente auf eine ebene Mannigfaltigkeit \(P\) von \(r-1\) Dimensionen, so entspricht jedem der ersten auf \(P\) ein Punkt, ``das Bild des linearen Elements'', als dessen homogene Koordinaten in \(P\) \(dx_1, dx_2, \dots, dx_n\) betrachtet werden können. Der Ort der Bilder der durch \(A\) gehenden linearen integralen Elemente ist eine ebene Mannigfaltigkeit von \(r-s-1\) Dimensionen \(\varepsilon_{r-s-1}\), und die Bedingung, daß\ je zwei dieser Elemente in Involution sind, läßt sich geometrisch dahin deuten, daß\ die ihre Bilder verbindende Gerade auf \(\varepsilon_{r-s-1}\) liegen und \(s\) durch die Gleichungen (2) definierten linearen Komplexen angehören, indem die Größen \(dx_i \delta x_{\kappa} - dx_{\kappa} \delta x_i\) die \textit{Plücker}schen Koordinaten der Geraden darstellen. Bezeichnet \(n\) die Maximaldimension eines Mannigfaltigkeitsintegrals \(M_n\), das dem System (1) genügt, so wird man auf ein System von \(n\) für das System (1) charakteristischen ganzen Zahlen \(s_1, s_2, \dots, s_n\) von folgenden Eigenschaften geführt. Der Ort der linearen integralen Elemente, die mit einem willkürlichen linearen integralen Elemente \(E_1\) in Involution stehen, ist ein ebenes Element von \(r-s-s_1\) Dimensionen \(H_{r-s-s_1}\). Der Ort der linearen integralen Elemente, die mit einem willkürlichen, \(E_1\) enthaltenden integralen zweidimensionalen ebenen Element \(E_2\) in Involution stehen, ist ein ebenes Element von \(r-s-s_1-s_2\) Dimensionen \(H_{r-s-s_1-s_2}\), das in \(H_{r-s-s_1}\) enthalten ist u. s. w. Der Ort der mit einem willkürlichen (\(E_{n-1}\) enthaltenden) \(n\)-dimensionalen ebenen Element \(E_n\) in Involution befindlichen linearen integralen Elemente ist \(E_n\) selbst, und es ist \(n= r-s-s_1 -\cdots - s_{n-1} -s_n\). Analytisch lassen sich die Zahlen \(s_1, s_2, \dots, s_n\) wie folgt definieren: Setzt man zur Abkürzung \(\alpha_{\varrho i\kappa} = \frac{\partial a_{\varrho \kappa}}{\partial x_i} - \frac{\partial a_{\varrho i}}{\partial x_{\kappa}}\), so ist \(s+s_1\) der Rang der Matrize von \(2s\) Zeilen und \(r\) Kolonnen \[ \left|\begin{matrix} a_{\lambda 1} & a_{\lambda 2} & \cdots & a_{\lambda r} \\ \sum \alpha_{\mu 1i} \delta x_i & \sum_i \alpha_{\mu 2i} \delta x_i & \cdots & \sum \alpha_{\mu ri} \delta x_i \end{matrix}\right| \qquad (\lambda, \mu = 1,2, \dots, s); \] \(s+s_1+s_2\) ist der Rang der Matrize, die man erhält, wenn man zur vorhergehenden die \(s\) Zeilen \[ \sum \alpha_{\nu 1} \delta' x_i,\; \sum \alpha_{\nu 2i} \delta' x_i,\; \dots,\; \sum \alpha_{\nu ri} \delta' x_i \qquad (\nu = 1,2, \dots, s) \] hinzufügt, wo \((\delta x-1, \dots, \delta x_r)\), \((\delta' x_1, \dots, \delta' x_r)\) ein integrales Element von zwei Dimensionen bedeutet, u. s. w. Es gelten die Ungleichheiten \(s\geqq s_1\geqq s_2\geqq \cdots \geqq s_n\); \(s_1\) heißt nach dem Vorgang von \textit{E. v. Weber} der Charakter des Systems (1). Analog nennt der Verf. \(s_{\kappa}\) den \(\kappa\)-ten Charakter des Systems (1). Bezeichnet \(\mu_0\) einen beliebigen Punkt, \(\mu_1\) eine beliebige Mannigfaltigkeit von \(s+1\) Dimensionen, die durch \(\mu_0\) hindurchgeht, \(\mu_2\) eine beliebige Mannigfaltigkeit von \(s+s_1+2\) Dimensionen, die \(\mu_1\) enthält u. s. w., \(\mu_n\) eine beliebige Mannigfaltigkeit von \(s+s_1+ \cdots +s_{n-1} +n\) Dimensionen, die \(\mu_{n-1}\) enthält, so existiert ein Mannigfaltigkeitsintegral \(M_n\) von der größten Dimensionszahl \(n\), und zwar ein einziges, das durch \(\mu_0\) hindurchgeht, mit \(\mu_1\) eine Mannigfaltigkeit von einer Dimension, mit \(\mu_2\) eine solche von zwei Dimensionen u. s. w., mit \(\mu_{n-1}\) eine solche von \(n-1\) Dimensionen gemeinsam hat und endlich ganz in \(\mu_n\) enthalten ist. \(M_n\) ist analytisch durch ein System von \(s_n, s_{n-1}, \dots, s_1\) willkürlichen Funktionen von \(n, n-1, \dots, 1\) Argumenten und \(s\) willkürlichen Konstanten bestimmt. Werden die Koeffizienten des Systems (1) keiner Beschränkung unterworfen, so ist wenn \(r= (s+1)\kappa + \sigma\), \(\sigma <\kappa: \; n= \kappa,\; s_n = \sigma,\; s_{n-1} = s_{n-2}= \dots = s_1 =s\). Die Integration des Systems (1) vereinfacht sich in zwei namhaften Fällen: 1. wenn mehrere der Zahlen \(s_1, \dots, s_n\) gleich Null sind; 2. wenn durch jeden Punkt \(A\) ``charakteristische Elemente'' hindurchgehen, d. h. solche, die erzeugt sind durch lineare integrale Elemente, die mit allen von \(A\) ausgehenden linearen integralen Elementen in Involution stehen. Sie sind alle, wenn solche existieren, in einem unter ihnen, dem größten charakteristischen Element, enthalten, das man analytisch erhält, wenn man zu den Gleichungen (1) diejenigen hinzufügt, die hervorgehen, indem man alle Unterdeterminanten von \(s+1\) Zeilen und \(s+1\) Kolonnen der Matrize \[ \left|\begin{matrix} a_{\lambda 1} & a_{\lambda 2} & \cdots & a_{\lambda r} \\ \sum_i \alpha_{\lambda 1i} dx_i & \alpha_{\lambda 2i} dx_i & \cdots & \alpha_{\lambda ri} dx_i \end{matrix}\right| \qquad (\lambda = 1,2, \dots, s) \] gleich Null setzt. Wenn diese Gleichungen sich auf weniger als \(r\), etwa \(r'\) von einander unabhängige reduzieren, so bilden sie ein vollkommenes integrables System, und ihr allgemeines Integral liefert die charakteristischen Mannigfaltigkeiten, die das Mannigfaltigkeitsintegral \(M_n\) erzeugen. Durch die erfolgte Integration dieses Systems wird die des Systems (1) auf die Integration eines Systems, mit \(r'\) Variabeln zurückgeführt, für welches \(n'= n-r+r'\), \[ s'=s,\;s_1'=s_1,\dots,s_{n'}'=s_{n'}\quad (s_{n'+1}=\cdots =s_n=0). \] Das Problem, \(M_n\) zu finden, wenn die oben charakterisierten Mannigfaltigkeiten \(\mu_0, \mu_1, \mu_2, \dots\) gegeben sind, wird vom Verf das \textit{Cauchy}sche Problem genannt und bildet den Inhalt der letzten Abschnitte der ersten Arbeit. Außer dem allgemeinen Fall werden die besonderen Systeme betrachtet, in denen der \((n-1)\)-te Charakter \(s_{n-1} = 0\) ist (Systeme erster Art), sowie diejenigen, die charakteristische Elemente in dem oben bezeichneten Sinne zulassen. In der zweiten Arbeit wird nach einer übersichtlichen Zusammenstellung der in der ersten Arbeit gewonnenen Resultate eine Entwicklung von Sätzen über bilineare Kovarianten des \textit{Pfaff}schen Ausdrucks verschiedener Grade gegeben, wobei mit Vorteil von der kombinatorischen Multiplikation \textit{Graßmanns} Gebrauch gemacht wird. Dann wird zunächst die Theorie der Systeme vom Charakter 1 unter einem von dem des \textit{E. v. Weber} verschiedenen Gesichtspunkte behandelt, wiewohl die Resultate dieselben sind. Danach werden gewisse Systeme vom Charakter 2 betrachtet, die der Verf. singuläre Systeme nennt; es sind diejenigen, für welche \(s_{n-1}\) kleiner als 2 ist. Es ergibt sich, daß\ diese Systeme sich durch gewöhnliche Differentialgleichungen integrieren lassen. Die Untersuchung führt anf den Begriff des ``systatischen'' Systems von der Eigenschaft, daß\ alle Integrale, welche durch einen gegebenen Punkt hindurchgehen und eine und dieselbe Tangente in diesem Punkte haben, in demselben Punkte eine zweite gemeinsame Tangente besitzen. Die letzten beiden Abschnitte sind der geometrischen Untersuchung der singulären Systeme und der Integration derselben gewidmet.
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