Essai d'énergétique. I. Introduction à la philosophie physique. (Q1509898)
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scientific article; zbMATH DE number 2663947
| Language | Label | Description | Also known as |
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| English | Essai d'énergétique. I. Introduction à la philosophie physique. |
scientific article; zbMATH DE number 2663947 |
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Essai d'énergétique. I. Introduction à la philosophie physique. (English)
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1901
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An der Spitze der Betrachtungen stehen folgende Sätze: I. Die statische Masse ist die Konstante des dritten \textit{Kepler}schen Gesetzes; sie hat zur Dimension \(M = L^3/T^2\). 2. Die Temperatur eines Körpers ist das statische Potential \(\varTheta = M/L\) seiner gravitierenden Moleküle oder das Quadrat ihrer Geschwindigkeit \(L^2/T^2\); hieraus ergibt sich, daß\ die Entropie der Masse proportional ist. Mit Hülfe dieser Sätze wird ein System von physikalischen Größen konstruiert, das auf die beiden Einheiten \(L\) und \(T\) zurückkommt. Wir notieren den Namen ``Vitential'', der auf Seite 245 eingeführt wird mit folgender Begründung: ``Die schwermachende Quantität \(L^2 T^{-1}\) hat kein Potential mehr. Ihr Energie-Vermögen wird durch \(L^3 T^{-3}\) oder \(M^{1/2} L^{3/2} T^{-2}\) gemessen, eine Größe, für die man in der Elektrizitätslehre den Namen elektrodynamisches Potential noch unpassend beibehalten hat, und für die ich den Namen Vitential vorschlage.'' Da es nicht angeht, hier die Konstruktion aller physikalischen Größen zu wiederholen, so wollen wir von den ganzen Betrachtungen nur die ``fundamentalen Prinzipien'' hersetzen, die auf S. 279-281 gegeben sind. Die Aussagen, welche man aus allem Vorangehenden als Basis der Energetik ableiten kann, sind die folgenden: I. Alle natürlichen Erscheinungen sind Kundgebungen der Energie. II. Die Energie ist die in Bewegung begriffene Materie; ihr Maß\ ist entweder das Produkt der Masse mit dem Potential, oder das Produkt der Quantität mit dem Vitential, oder ihre Äquivalenten. III. Die Energie und die Materie sind unzerstörbar. IV. Alle Formen der Energie und der Materie haben Äquivalenzen. V. Die Materie teilt sich in zwei Elemente: die Masse, eine wägbare Substanz, aus Molekülen gebildet, und den Äther, eine unwägbare Substanz, aus Ätherülen gebildet. Es kann noch eine dritte Form der Materie geben, den \textit{Newton}schen Äther, den Übermittler der Gravitation, aus \textit{Newton}ülen gebildet; bisher aber ist er unerfindlich, unwägbar gewesen. VI. Jedes natürliche Phänomen veranlaßt einen teilweisen Verlustgang der Energieart, die es hervorbringt. Daher findet bei jedem Phänomen Umwandlung der anfänglichen Energie statt mit einer Ausbeute, die unter der Einheit bleibt. VII. Bei allen Phänomenen wird die anfängliche Energie zwischen den beiden elementaren Bestandteilen der Materie, der Masse und dem Äther, ausgetauscht. VIII. Wenn das Medium und die bei dem Phänomen ins Spiel kommende Materie als nicht umwandelnd betrachtet werden, so bleibt jede fortgepflanzte Energieart rein erhalten und die Ausbeute ist der Einheit gleich. Bei einer nicht umwandelnden Materie in einem isotropen Mittel findet für eine beliebige Fortpflanzung Erhaltung des Kräfteflusses statt, gehorcht für die Übermittlung durch Strahlung die Kraft dem Gesetze des umgekehrten Quadrats der Entfernung, ist außerdem die Aktion gleich der Reaktion; das \textit{Newton}sche Gesetz ist gleich dem \textit{Galilei}schen u. s. w. Bei der Leitung findet Erhaltung der Kraft statt. IX. Die Masse und die Quantität der Materie sind eine Funktion des Raumes und der Zeit, in denen die Energie ausgebreitet wird. In den nicht umwandelnden Medien und für eine strahlende Ausbreitung wird die Masse durch das dritte \textit{Kepler}sche Gesetz geliefert; hieraus folgt dann das \textit{Newton}sche Gesetz oder das des umgekehrten Quadrates der Entfernung. Die Quantität wird durch das zweite \textit{Kepler}sche Gesetz den Flächensatz, geliefert; hieraus folgt ein neues Gesetz, das die als Funktion der Quantitäten und des umgekehrten Quadrates der Zeit gibt. X. Die energetischen Größen sind die Funktionen der Energie in Bezug auf die mit Hülfe des Raumes und der Zeit gelieferten mathematischen oder physikalischen Größen, wenn man annimmt, daß\ diese mathematischen oder physikalischen Größen der mit Energie behafteten Materie angehören. Diejenigen, welche dieselben Dimensionen haben, können gleichartig sein. XI. Das Prinzip der lebendigen Kräfte drückt die Erhaltung mechanischen Energie und ihrer gleichwertigen aus. XII. Die Bewegungen der Masse werden geregelt durch die Aktion, welche für die freien Systeme ein Minimum ist; durch die Kraftäußerung (effort), welche für die äußeren Kräften gehorchenden Systeme ein Minimum ist. Das Gleichgewicht, d. h. die anscheinende Ruhe, wird bei konstanter Masse oder Entropie durch das Potential bestimmt, und bei konstantem Potential wird es durch die Masse oder die Entropie bestimmt. An diese grundlegenden Sätze schließt sich S. 287 die Klassifikation der energetischen Wissenschaften. \textit{Grundlegende Definitionen}. Die Materie ist das den Bestand bildende Element der Körper; sie wird von zwei untrennbaren Substanzen gebildet: 1. der aus wägbaren Molekülen gebildeten Masse, 2. dem aus unwägbaren Ätherülen gebildeten Äther. Die Natur eines Körpers hängt von der Zusammensetzung seiner ihn bildenden Elemente (Moleküle und Ätherüle) ab. Der Zustand eines Körpers hängt von den Beziehungen seiner Moleküle und Ätherüle ab. Energie ist in Bewegung begriffene Materie (Masse oder Äther). Ein Phänomen ist das durch die Einwirkung der von anderen Körpern stammenden Energie erzeugte Geschehnis. Beobachten heißt bezüglich der Körper und der wahrgenommenen Energe je nach ihrer Natur, ihrem Zustande und ihrer Erscheinungsform fühlen und denken. \textit{Klassifikation}. Nimmt man die obigen Definitionen an, so kann man die von der Energie herrührenden Geschehnisse einteilen, indem man als Einteilungsbedingungen nimmt I. die Natur der Beobachtung, II. die Natur der Materie. I. Man kann die Wirkung der Energie beobachten: A. An der Gesamtheit der Körper. Daraus kann sich ergeben: 1. die Verrückung des Körpers im Raume, er ist in Bewegung; 2. die Absorption dieser Energie durch die elastischen Reaktionen des Körpers, der eine und dieselbe Lage im Raume behält, der Körper ist unbeweglich. B. An Gruppen von konstituierenden Elementen in schwingender Bewegung. Diese Gruppen bilden die Schwingungswelle, die man nur im Zustande der Bewegung beobachten kann. C. An den konstituierenden Elementen des Körpers oder der untersuchten Materie; man kann sie nur in Bewegung betrachten, da die Ruhe der Moleküle der Nichtexistenz der Materie gleich zu achten ist. II. Die Materie kann sein A. hypothetisch, d. h mit Hülfe von Abstraktionen vorgestellt, B. reell; in diesem Falle ist sie 1. schwermachend, sie hat eine Masse (sie kann dann irdisch oder astral sein); 2. sie ist unwägbar, das ist der Äther. Die beiden Tafeln am Schlusse geben ein hiernach konstruiertes Anschauungsbild der hauptsächlichen Wissenschaften der Energetik.
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