Ueber die Convergenz unendlicher Kettenbrüche. (Q1518010)

From MaRDI portal

!

This is the item page for this Wikibase entity, intended for internal use and editing purposes. Please use the normal view instead:

scientific article; zbMATH DE number 2670448
Language Label Description Also known as
default for all languages
No label defined
    English
    Ueber die Convergenz unendlicher Kettenbrüche.
    scientific article; zbMATH DE number 2670448

      Statements

      Ueber die Convergenz unendlicher Kettenbrüche. (English)
      0 references
      1898
      0 references
      Es handelt sich um Kettenbrüche mit beliebigen reellen oder complexen Gliedern, über deren Convergenz wir bis jetzt noch keine allgemeinen Kriterien besitzen. Verf. bildet die Näherungswerte \(A_n:B_n\) zunächst rein formal und stellt einleitungsweise die Bedingungen des eventuellen Vorkommens von sinnlosen Näherungsbrüchen (mit dem Nenner 0) fest. Convergent heisst der Kettenbruch, wenn \(\lim\limits_{n=\infty}A_n:B_n\) eine bestimmte Zahl \(K\) ist. Nun weiss man aber, dass (im Gegensatz zu den unendlichen Reihen) die Fortlassung einer endlichen Anzahl von Anfangsgliedern einen convergenten Kettenbruch in einen divergenten verwandeln kann. Unbedingt convergent sollen daher diejenigen Kettenbrüche heissen, bei welchen die Convergenz erhalten bleibt, wo man auch beginne; bedingt convergent ist der Kettenbruch, wenn man durch späteren Anfang mindestens einen divergenten Bruch herstellen kann. Die notwendige und hinreichende Bedingung für die unbedingte Convergenz besteht darin, dass der Grenzwert \(K\) des unendlichen Bruches nicht schon vorher durch einen Näherungewert \(A_m:B_m=K\) erreicht wird, d. h. mit andern Worten, ein bedingt convergenter Kettenbruch kann stets durch eine gewisse endliche Länge desselben ersetzt werden, die späteren Glieder verlieren den Charakter analytischer Notwendigkeit und sind in hohem Grade willkürlich. Der zweite Teil der vorliegenden Abhandlung beschäftigt sich mit der Aufstellung elementarer Convergenz-Kriterien. Man findet zunächst, dass ein von Seidel und Stern in besonderen Fällen erkannter Satz allgemein gilt, dass nämlich der Kettenbruch, dessen Teilbrüche \(a_\nu:b_\nu\) aus beliebigen Zahlen gebildet sind. unbedingt convergent, wenn \(|b_\nu|- |a_\nu|\geqq1\) \((\nu=1,2,3,\dots)\). [Die Abhandlung enthält an dieser wichtigen Stelle einen durch mehrere Seiten gehenden Druckfehler.] Die Anwendung auf die beiden wichtigen Typen mit den Teilbrüchen \(\pm1:b_\nu\), resp. \(a_\nu:1\) liefert vermittelst Transformationen in äquivalente Kettenbrüche die Bedingungen: \[ \left|\frac1{b_{2\nu-1}}\right| + \left|\frac1{b_{2\nu}}\right|\leqq1,\text{ resp. }|a_2<\frac12,\,|a_{2\nu- 1}| + |a_{2\nu+2}|\leqq\frac12, \] \[ (\nu=1,2,3,\dots) \] woraus endlich noch wieder für die allgemeine Form \(a_\nu:b_\nu\) folgt: \[ \left|\frac{a_2}{b_1b_2}\right|<\frac12,\, \left|\frac{a_{2\nu+1}}{b_{2\nu}b_{2\nu+1}}\right| + \left|\frac{a_{2\nu+2}}{b_{2\nu+1}b_{2\nu+2}}\right|\leqq\frac12. \]
      0 references
      continued fractions
      0 references
      series expansions
      0 references
      convergence of continued fractions
      0 references
      0 references

      Identifiers

      0 references
      0 references
      0 references
      0 references