Nachweis linearer Mannigfaltigkeiten beliebiger Dimension in unserem Raume; lineare Complexe und Strahlensysteme in demselben. (Q1529520)
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scientific article; zbMATH DE number 2685702
| Language | Label | Description | Also known as |
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| English | Nachweis linearer Mannigfaltigkeiten beliebiger Dimension in unserem Raume; lineare Complexe und Strahlensysteme in demselben. |
scientific article; zbMATH DE number 2685702 |
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Nachweis linearer Mannigfaltigkeiten beliebiger Dimension in unserem Raume; lineare Complexe und Strahlensysteme in demselben. (English)
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1892
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In der reinen Geometrie ist es bekanntlich von der grössten Wichtigkeit, die Gesetze des linearen Raumes beliebig hoher Dimension in irgend einer Weise vorstellbar und damit beweisbar zu machen. Gewöhnlich interpretirt man den Raum durch ein lineares System genügend hoher Stufe (Involution \(k^{\text{ter}}\) Stufe auf einem rationalen Träger, Netz ebener Curven derselben Ordnung etc.) und hat die Teilräume durch Netze entsprechend niedrigerer Stufe, die dem Hauptnetz angehören, zu ersetzen. Herr Z. betritt einen neuen Weg, bei dem, wie er sich ausdrückt, jedem reellen Punkte von \(R^n\) etwas völlig Reelles entspricht. Hierzu wird (\S\ 1) das Gesetz nochmals dargelegt, das zur Bildung linearer Mannigfaltigkeiten führt. Irgend zwei beliebige von \(\infty^r\) gleichartigen geometrischen Gebilden mögen nach einem einheitlichen Gesetz auf \(\infty^1\) dieser Elemente führen, die nach dem gleichen Gesetz aus irgend zwei von ihnen abgeleitet werden können. Verbindet man alle Elemente dieser ``Geraden'' \(R_1\), mit einem Elemente ausserhalb derselben, so entstehe eine ``Ebene'' \(R_2\), d. h. irgend zwei der erhaltenen \(\infty^2\) Elemente mögen einen \(R_1\) bestimmen, der dem \(R_2\) völlig angehört, und irgend zwei derartige \(R_1\) ein Element gemein haben. Ist dies allgemein erfüllt, so liegen alle Elemente in einem linearen Raum \(r^{\text{ter}}\) Stufe \(R_r\). Die \(R_1\), welche die Elemente eines \(R_2\) mit einem Elemente ausserhalb verbinden, ergeben einen linearen Raum \(r_3\) mit \(\infty^3\) \(R_2\), von denen je \(\infty^1\) einen \(R_1\) und je \(\infty^2\) ein Element gemein haben. Ist ausserhalb \(R_3\) noch ein Element vorhanden, so kommt man in analoger Weise auf einen \(R_4\) etc. So kann man aus drei linearen Complexen unseres Raumes \(\infty^2\) andere in der Art ableiten, dass die einem festen Punkte entsprechenden Ebenen einen Bündel bilden und alle diese Bündel unter einander collinear sind. Da man diese Mannigfaltigkeit als einen \(R_2\) auffassen kann, so bilden alle linearen Complexe unseres Raumes eine lineare Mannigfaltigkeit fünfter Dimension. Die Ebenen dieses Raumes sind collinear auf diejenigen unseres Raumes bezogen. Allgemein wird dies bei einem linearen Raum nicht der Fall sein, da dem Staudt'schen Beweis des Fundamentalsatzes topologische Voraussetzungen zu Grunde liegen, die in einem linearen \(R_3\) nicht erfüllt zu sein brauchen. Ist es aber der Fall, so kann der \(R_n\) in sich collinear und reciprok bezogen werden. Man kann dann, falls \(n\) ungerade ist, ein Nullsystem und damit einen linearen Complex mit Hülfe eines \((2n-1)\)-Ecks genau so definiren, wie es in unserem Raum mit Hülfe eines räumlichen Fünfecks geschieht. Es wird zuerst jeder Ecke des räumlichen \((2n-1)\)-Ecks ein \(R_{n-1}\) zugeordnet, der alle Ecken mit Ausnahme der beiden enthält, die die gegenüberliegende Seite begrenzen; hernach wird bewiesen, dass bei der so festgelegten reciproken Beziehung jedes Element in seinem zugehörigen \(R_{n-1}\) liegt. Aus drei derartigen linearen Complexen kann man nun \(\infty^2\) andere in der Art ableiten, dass die je demselben Punkte von \(R_n\) angehörenden \(R_{n-1}\) unter einander collineare Bündel bilden. Daher bilden alle linearen Complexe in \(R_n\) eine lineare Mannigfaltigkeit [von der Dimension \(\frac12(n-1)(n+2)]\). Legt man als Element ein räumliches Nullsystem zu Grunde, so kommt man also zu einem linearen Raum \(14^{\text{ter}}\) Dimension. Betrachtet man alle Nullsysteme, die in einem \(R_{13}\) dieses Raumes möglich sind, so gelangt man zu einer linearen Mannigfaltigkeit \(90^{\text{ter}}\) Dimension. Von ihm aus steigt man zu einem Raum \(2002^{\text{ter}}\) Dimension auf etc. Wie man sieht, ist der Process, der auf Räume beliebig hoher Dimension führt, ein ziemlich complicirter. Um aber die Gesetze des Projicirens und Schneidens im Raume \(n^{\text{ter}}\) Dimension für unseren Raum nutzbar zu machen, braucht man in der That nur das eine zu wissen, dass es lineare Mannigfaltigkeiten beliebig hoher Ordnung überhaupt giebt, und dass unser Raum sich auf einen \(R_3\) derselben collinear beziehen lässt.
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