Studien zur Energetik. (Q1532404)

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scientific article; zbMATH DE number 2688825
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    English
    Studien zur Energetik.
    scientific article; zbMATH DE number 2688825

      Statements

      Studien zur Energetik. (English)
      0 references
      1891
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      Die Einführung des absoluten Masssystems, dessen Grundeinheiten die der Länge, Zeit und Masse sind, hat nach dem Verf. nicht den gewünschten Erfolg in der Gesamtheit der physikalischen Wissenschaften gehabt; denn es ist nicht möglich, alle Grössen in denselben auszudrücken, beispielsweise nicht die Temperatur oder chemische Verwandtschaft oder elektrische Spannung. Der Fehler liegt darin, dass die Masse als Grundeinheit behandelt ist; ausser den beiden Anschauungsformen Raum und Zeit hat allein die Energie auf diese Stellung Anspruch, denn sie allein ist es, die ausser jenen beiden allen Gebieten gemeinsam ist. Sie ist mehr als ein mathematischer Begriff, sie hat reale Existenz, und die Ausarbeitung einer Energetik, d. h. Lehre von der Energie, ist bei dem heutigen Stande der Wissenschaft eine unabweisliche Forderung. Die Masse ist weiter nichts als ein Factor, und zwar der ``Capacitätsfactor'' (der zu dem ``Intensitätsfactor'' der Energie hinzutritt) einer besonderen Form, nämlich der kinetischen oder Bewegungsenergie, also jedenfalls von untergeordneter Bedeutung. In der Mechanik hat sich der Energiebegriff schon eine herrschende Stellung errungen, wie die grossen Principien derselben darthun. Es ist nun die Aufgabe, allgemeingültige Sätze zu finden, die für das Gesamtgebiet der Physik und Chemie die Bedeutung haben wie jene Principien für die Mechanik. Einen solchen Satz kündigt der Verf. in folgender Form an: ``Damit ein beliebige Energieformen enthaltendes Gebilde sich im Gleichgewicht befindet, ist notwendig und zureichend, dass bei jeder mit den Bedingungen des Gebildes vertäglichen Verschiebung desselben die Summe der entstehenden und verschwindenden Energiemengen gleich Null ist''. Führt man bei den mechanischen Begriffen statt der Masse die Energie \((e)\) als Grundeinheit ein, so ergiebt sich zunächst, dass die Dimensionen sich übersichtlicher darstellen lassen als nach der alten Weise; man erhält z. B. für die Masse \(el^{-2}t^2\), Bewegungsgrösse \(el^{-1}t\), Kraft \(e.l^{-1}\), Oberflächenspannung \(e.l^{-2},\) Druck \(e.l^{-3},\) Effect \(e.t^{-1}.\) Für die elektrischen Begriffe war die alte Bestimmung nicht nur unübersichtlich, sondern incorrect. Man hat hier, ebenso wie auf anderen Gebieten, noch eine vierte Grösse als Grundeinheit willkürlich zu bestimmen, z. B. einen der Factoren der Energie, etwa die elektromotorische Kraft, die Temperatur u. s. w.
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