Problem no. 12 solved (Q1533641)

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scientific article; zbMATH DE number 2690204
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    English
    Problem no. 12 solved
    scientific article; zbMATH DE number 2690204

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      Problem no. 12 solved (English)
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      1891
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      In der erstgenannten Abhandlung (JFM 22.0683.02) wird Schubert's ``Calcül der abzählenden Geometrie'' angewendet auf Raumcurven \(R^m\) willkürlichen Grades. Nach kurzer einleitender Erklärung der Schubert'schen Bezeichnungen beschäftigt sich der Verfasser im ersten Teil lediglich mit der Erforschung schon bekannte Schlussfolgerungen. So bestimmt er die Anzahl der Tangenten von \(R^m\), welche diese Curve in einem anderen Punkte schneiden, und die Anzahl der Punkte, durch welche drei nicht auf einander folgende Tangenten von \(R^m\) gehen. Man drückt sie aus in zwei Grössen, dem Grade und dem Geschlechte der Raumcurven, was nur dann geschehen kann, wenn keine höheren Besonderheiten vorliegen. Im zweiten Teile untersucht der Verfasser die von den \(R^m\) in drei Punkten schneidenden Geraden gebildete Oberfläche, d. h. den geometrischen Ort der dreifachen Sehnen von \(R^m\), wobei die besonderen erzeugenden Geraden und die Doppelcurven dieser Oberfläche besprochen werden. Den hiervon durch Cayley und Schoute gefundenen Eigenschaften werden neue Ergebnisse zugefügt. Im dritten Teile prüft der Verfasser diese Ergebnisse, indem er sie auf durchaus anderem Wege für die vier verschiedenen Raumcurven des sechsten Grades ableitet, welche nicht auf einer Oberfläche des zweiten Grades liegen. Dabei werden sämtliche früher gefundenen Ergebnisse bestätigt. Die analytische Methode war hier nicht zu benutzen, weil die behandelten Raumcurven keine Durchschnitte von Oberflächen sind und sich folglich nicht durch Gleichungen darstellen lassen. In der zweiten Abhandlung wird das folgende Problem behandelt: In den Schnittpunkten einer ebenen Curve \(n^{\text{ten}}\) Grades und \(m^{\text{ter}}\) Klasse mit einer in deren Ebene gelegenen Geraden sind Tangenten an diese Curve gezogen. Es ist der Grad zu bestimmen des geometrischen Ortes der Schnittpunkte dieser Tangenten unter einander, wenn die Gerade sich um einen festen Punkt dreht. Bei der Behandlung dieses Problems werden zuerst die Eigentümlichkeiten der gegebenen Curve \(C_m^n\) beachtet; es wird dabei vorausgesetzt, dass diese Curve nur die gewöhnlichen Singularitäten besitze, indem der Fall, in welchem \(C_m^n\) Singularitäten höherer Ordnung zeigt, auf den allgemeinern Fall zurück zu führen wäre. Sodann ist die Bestimmung des festen Drehpunktes \(O\) der Transversalen von Bedeutung; denn er könnte auch in einem Einzelpunkte oder Doppelpunkte der Curve oder in irgend einer besonderen Weise hinsichtlich der \(C_m^n\) liegen. Von dem gesuchten geometrischen Ort gelangen nach und nach zur Bestimmung: der Grad, die Klasse, die Anzahl der Doppelpunkte, Doppeltangenten, Wendepunkte und Rückkehrpunkte. Weiter werden Data gesammelt über den Verlauf jener Curve, zunächst betreffs der Durchschnitte mit der Curve \(C_m^n\). Die Aufstellung der Gleichung des gesuchten geometrischen Ortes ist wohl nicht möglich; schon in den einfachsten Fällen bieten die dazu erforderlichen Eliminationen fast nicht zu beseitigende Schwierigkeiten. Aber die von Schubert in seinem ``Calcül der abzählenden Geometrie'' entwickelte Methode leistet bei der Lösung bedeutende Dienste. Im Laufe der Untersuchung ergiebt sich, dass der von Steiner behandelte Fall \(n=3\), \(m=6\) vereinzelt dasteht, weil er auf eigentümlichen Eigenschaften einer Curve dritten Grades beruht. Weiter wird die dualistische Umsetzung des Problems erwähnt, die lauten könnte: Aus einem Punkt in der Ebene einer Curve \(C_m^n\) sind die \(m\) Tangenten gezogen, so wie auch die \(\frac 12 m(m-1)\) Tangentenchorden, welche die Berührungspunkte je zwei und zwei verbinden. Welches ist die Klasse der Enveloppe dieser Tangentenchorden, wenn der angenommene Punkt eine Gerade durchläuft? Es ist klar, dass die Lösung dieser Frage gleich aus der des ursprünglichen Problems abzuleiten ist. Nach der ausführlichen Behandlung des Problems für die ebenen Curven schreitet der Verfasser zur Behandlung der verwandten Raumcurven und Oberflächen. Auch hier führen die Schubert'schen Formeln meistens zur einfachen Beantwortung der gestellten Fragen. In einem Anhange kommen einige Bemerkungen vor über die von Steiner vorgenommene analytische Behandlung dieser Probleme, wobei Reductionsmethoden zur Anwendung kommen, welche auf der von Clebsch mitgeteilten Invariantentheorie der Curven dritten Grades beruhen.
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