Sulle varietà cubiche dello spazio a quattro dimensioni e su certi sistemi di rette e certe superficie dello spazio ordinario. (Q1538554)
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scientific article; zbMATH DE number 2694517
| Language | Label | Description | Also known as |
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| English | Sulle varietà cubiche dello spazio a quattro dimensioni e su certi sistemi di rette e certe superficie dello spazio ordinario. |
scientific article; zbMATH DE number 2694517 |
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Sulle varietà cubiche dello spazio a quattro dimensioni e su certi sistemi di rette e certe superficie dello spazio ordinario. (English)
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1888
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Wie in der Geometrie der Ebene und des Raumes nach der Vollendung der Theorie der Curven und Flächen zweiter Ordnung die Mathematiker sich der Erforschung der Curven und Flächen dritter Ordnung zugewandt haben, um dann zu denjenigen höherer Ordnung zu gelangen, so mussten in der Geometrie des linearen vierdimensionalen Raumes die Untersuchungen über kubische Mannigfaltigkeiten denen über quadratische folgen. Eine Anregung zu einer solchen Untersuchung fand man nicht nur in dem inneren Interesse, das solche Gebilde besitzen, sondern auch in der Hoffnung, dass die neuen auf diese Weise erlangten Wahrheiten neue Wahrheiten der gewöhnlichen Geometrie zur Folge haben könnten, wie schon in der Geometrie unseres Raumes viele Sätze der Flächentheorie neue Sätze oder mindestens neue Beweise bekannter Sätze der ebenen Geometrie gegeben hatten. Dass eine solche Hoffnung nicht ohne Berechtigung war, ist durch die Abhandlung bewiesen, welcher das gegenwärtige Referat gewidmet ist, und deren hauptsächlichster Zweck die Erforschung der kubischen Mannigfaltigkeiten des vierdimensionalen Raumes ist; zugleich lernt aber der Leser die Existenz neuer Flächen und neuer Strahlensysteme unseres Raumes kennen und findet neue Eigenschaften einiger bekannten Gebilde auseinandergesetzt. Nennen wir \(\varGamma\) eine (darunter verstanden dreidimensionale) in einem linearen vierdimensionalen Raume enthaltene Mannigfaltigkeit. Umschreibt man von einem Punkte \(P\) dieses Raumes der Mannigfaltigkeit einen Kegel und schneidet man denselben durch einen dreidimensionalen Raum \(R\), so gewinnt man eine Fläche \(F\), die (der Analogie wegen) ``scheinbarer Umriss'' von \(\varGamma\) in Bezug auf den Punkten \(P\) heisst; diese Fläche ist vierter Ordnung (und wird daher im Folgenden mit \(F^4\) bezeichnet), wenn \(P\) auf \(\varGamma\) liegt, sonst aber sechster Ordnung (und wird dann mit \(F^6\) bezeichnet). \(F^6\) hat als Rückkehrlinie eine auf einer Fläche zweiter Ordnung gelegene Curve sechster Ordnung \(\delta^6\), sie ist sogar die allgemeinste Fläche solcher Art. Alle Mannigfaltigkeiten \(F\), die auf \(R\) und in Bezug auf \(P\) dieselbe \(F^6\) zum scheinbaren Umriss haben, werden aus einer von ihnen abgeleitet, indem man dieselbe durch eine Homologie transformirt, deren Mittelpunkt \(P\) ist; die Constantenanzahl, von der die entsprechende \(\varGamma\) abhängt. \(F^4\) wird durch eine bestimmte Ebene \(\mu\) längs eines Kegelschnitts berührt; auch sie ist die allgemeinste Fläche dieser Art. Der obige Satz über die \(\varGamma\), welche dieselbe \(F^6\) als scheinbaren Umriss haben, ist auch für die \(F^4\) richtig, wie auch der Zusatz über die Constantenanzahl. Jede Gerade, welche \(F\) doppelt berührt, ist die Projection einer in \(\varGamma\) gelegenen Geraden, daher sind die Untersuchungen der Doppeltangenten von \(\varGamma\) von denen der Geraden von \(\varGamma\) nicht wesentlich verschieden. Aus dieser Bemerkung folgt erstens, dass die Doppeltangenten von \(F^4\), welche der Ebene \(\mu\) nicht angehören, ein Strahlensystem (12, 27), d. h. \(12^{\text{ter}}\) Ordnung und \(27^{\text{ter}}\) Klasse bilden, und dass die 12 Strahlen des Systems, welche durch einen beliebigen Punkt gehen, in zwei Sextupel verteilt sind, jedes auf einem Kegel zweiter Ordnung gelegen; zweitens, dass die Doppeltangenten von \(F^6\) ein Strahlensystem (18,27) bilden, und dass die 18 Strahlen des Systems, welche durch einen beliebigen Punkt gehen, in drei Sextupel verteilt sind, jedes auf einem Kegel zweiter Ordnung gelegen. Die Klasse von \(F\) ist gleich der Anzahl der dreidimensionalen Räume, welche durch einen beliebigen Punkt gehen und \(\varGamma\) berühren, und ist daher durch die Differenz zwischen 24 und der doppelten Zahl der Doppelpunkte von \(\varGamma\) ausgedrückt. Nach diesen allgemeinen Entwickelungen über die Eigenschaften der kubischen Mannigfaltigkeiten und ihrer Projectionen betrachtet der Verfasser einige interessante besondere Fälle derselben. Er bemerkt zuerst, dass \(\varGamma\) im allgemeinen keine Ebene enthält, die Voraussetzung, dass sie eine enthalte, hat als notwendige Folge, dass sie vier Doppelpunkte hat und durch zwei projective Büschel aus dreidimensionalen linearen und quadratischen Räumen erzeugbar ist. In diesm Falle kann \(\varGamma\) als die Projection des Durchschnitts zweier vierdimensionalen Mannigfaltigkeiten zweiter Ordnung im fünfdimensionalen Raume auf den vierdimensionalen Raum betrachtet werden; daher können die Eigenschaften von \(\varGamma\) aus denen dieses Durchschnitts abgeleitet werden. Die Projectionen dieser besonderen \(\varGamma\) sind bemerkenswerte Flächen vierter und sechster Ordnung, von denen der Verfasser die Singularitäten und die Doppeltangenten bestimmt, nicht nur in dem allgemeinen Falle, sondern auch in den speciellen Fällen, welche durch das Auftreten neuer Doppelpunkte und neuer Ebenen gekennzeichnet sind. Die zweite Reihe kubischer Mannigfaltigkeiten, mit welcher sich der Verfasser beschäftigt, besteht aus allen denjenigen, welche durch drei projective Netze erzeugbar sind. Bezeichnet man im vierdimensionalen Raume mit ``Netz'' die Grundgebilde, deren Elemente die durch eine gegebene Gerade gehenden dreidimensionalen Räume sind, so befinden sich \(\infty^2\) Durchschnittslinien der entsprechenden Räume dreier projectiven Netze auf einer kubischen Mannigfaltigkeit \(\varGamma\), welche die Träger der Netze und ein anderes ganz ähnliches System von \(\infty^2\) Geraden enthält. \(\varGamma\) enthält sechs unabhängige Doppelpunkte und ist die allgemeinste dieser Art. Projicirt man \(\varGamma\), so erhält man entweder eine \(F^4\) mit sechs auf einem Kegelschnitte liegenden Doppelpunkten und sechs andere unabhängige, oder eine mit einer Rückkehrcurve sechster Ordnung und sechs Doppelpunkten versehene \(F^6\). -- Die kubische Mannigfaltigkeit und ihre Projection werden besonderer Art, wenn man die Voraussetzung macht, dass in den drei erzeugenden Netzen eine gewisse Zahl \(r\) \((r=1, 2, 3, 4)\) von Ternen entsprechender Räume durch dieselbe Ebene gehen. Ist \(r=1\) oder 2, so hat \(\varGamma\) eben so viele neue Doppelpunkte. Ist \(r=3\), so besitzt \(\varGamma\) drei neue Doppelpunkte und viele andere wichtige Eigenschaften (z. B. sie gehört dem durch zwei Ternen von Räumen bestimmten Büschel an und kann durch drei Raumbüschel in trilinearer Beziehung erzeugt werden); ist endlich \(r=4\), so gelangt man zu jener bemerkenswerten kubischen Mannigfaltigkeit, welche den Gegenstand eines früheren Aufsatz desselben Verfassers bildete (vgl. F. d. M. XIX. 1887. 673, JFM 19.0673.01). Alle die obigen Mannigfaltigkeiten enthalten eine endliche Zahl von Doppelpunkten, in welchen der Berührungskegel allgemeiner Natur ist. Aber, so bemerkt der Verfasser, der Berührungskegel in einem Doppelpunkt einer Mannigfaltigkeit kann einen Punkt, eine Gerade, eine Ebene u. s. w. als Träger und in Folge dessen verschiedene Eigenschaften haben. Nennt man einen Doppelpunkt einen von der \(r^{\text{ten}}\) Art, \((r>1)\), wenn der zugehörige Berührungskegel einen \(r\)-dimensionalen ebenen Raum zum Träger hat, so sieht man, dass ein solcher Punkt die Klasse der Mannigfaltigkeit um \(3.2^{r-2}\) Einheiten vermindert. Hat eine Mannigfaltigkeit einen \((r-1)\)-dimensionalen Doppelraum, so wird jeder Punkt desselben ein Doppelpunkt \(r^{\text{ter}}\) Art. Wendet man diese allgemeinen Betrachtungen auf die kubischen Mannigfaltigkeiten an, so erkennt man, dass \(\varGamma\) Doppelpunkte erster, zweiter, dritter und vierter Art haben kann; setzt man voraus, dass sie solche Besonderheiten besitzen, so erhält man mit Singularitäten höherer Art versehene Projectionen \(F\). Die letzte Kategorie kubischer Mannigfaltigkeiten, welche der Verfasser untersucht, wird durch diejenigen gebildet, welche unendlich viele Doppelpunkte besitzen. Nachdem Herr S. alle Linien bestimmt hat, welche Doppelcurven von einer \(\varGamma\) sein können, betrachtet er der Reihe nach diejenigen, welche besitzen: eine Doppelgerade, einen Doppelkegelschnitt, zwei sich schneidende Doppelgeraden, drei durch denselben Punkt gehende Doppelgeraden (ihr scheinbarer Umriss ist eine Steiner'sche Römerfläche), eine rationale normale Doppelcurve vierter Ordnung (jede solche \(\varGamma\) ist der Ort der Sehnen einer solchen Curve), zwei durch denselben Punkt gehende Doppelkegelschnitte; ferner diejenigen, welche ein aus Doppelpunkten zweiter Art bestehendes Geradenpaar oder einen solchen Kegelschnitt haben; endlich diejenigen, welche unendlich viele auf einem Kegelschnitte verteilte Doppelpunkte vierter Art besitzen. -- Für alle diese Mannigfaltigkeiten und auch die specielleren durch neue Doppelpunkte charakterisirten bestimmt der Verfasser die Geraden, die besonderen Erzugungsmethoden und die Projectionen. Die auf den gewöhnlichen Raum \(R\) eindeutig abbildbaren \(\varGamma\) (z. B. die mit Doppelpunkten) führen auf eine wichtige Klasse von Raumtransformationen. Betrachten wir nämlich, ausser der eindeutigen Abbildung von \(\varGamma\) auf \(R\), die zwei- oder dreideutige, die durch Projection von \(\varGamma\) aus einem Punkte \(P\) auf \(R\) erzeugt wird; lässt man ferner den Punkt von \(R\), welcher eindeutig einem Punkt von \(\varGamma\) entspricht, den zwei oder drei Punkten entsprechen, welche aus diesem letzten durch Projection entstehen, so erhält man eine zwei- oder dreideutige Transformation von \(R\), welche der obengenannten Klasse angehört und vom Verfasser am Schluss seiner Arbeit untersucht wird.
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