Investigations of the convergence of the series which can be used for representing the coordinates of planets. (Q1539554)

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scientific article; zbMATH DE number 2697631
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    Investigations of the convergence of the series which can be used for representing the coordinates of planets.
    scientific article; zbMATH DE number 2697631

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      Investigations of the convergence of the series which can be used for representing the coordinates of planets. (English)
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      1887
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      Diese Arbeit zerfällt in vier Teile und eine Einleitung. In der letzteren werden zunächst allgemeine Erörterungen gegeben, welche sich namentlich auf den von Gyldén aufgestellten Begriff einer absoluten Lösung beziehen, d. h. einer analytischen Lösung, welche für jeden Zeitpunkt eine beliebig genaue Darstellung der Coordinaten durch die Zeit geben, etwa durch trigonometrische Reihen, deren Argumente der Zeit proportional sind. Dann folgen die Erklärungen der charakteristischen Glieder, wie sie z. B. bei den Jupiter-Saturnstörungen durch das Argument bedingt werden, welches von dem Unterschied der doppelten Bewegung des Jupiters und der fünffachen des Saturns in der Länge abhängt. Diese charakteristischen Glieder werden durch Entwickelung des Verhältnisses dieser beiden Bewegungen in einen Kettenbruch gefunden, und sie sind, wie Laplace zuerst hervorgehoben hat, deshalb so hervorragend wichtig, weil die ihnen entsprechenden Integrationsdivisoren klein sind und diese das betreffende Glied der Störungsfunction nach der Integration, welche für die Länge sogar eine doppelte ist, stark vergrössern. Jenes Verhältnis \(\mu=\frac{n'}{n}\), in einen Kettenbruch entwickelt, giebt, wenn es nicht genau commensurabel ist, eine unendliche Anzahl von Näherungsbrüchen \(\frac{s_m}{s_m'}\), und die Integrationsdivisoren, wie sie bei den von Lagrange und Laplace entwickelten Näherungsmethoden auftreten, sind dann von der Form \[ s_mn-s_m'n'+n\sigma_m, \] wo \(\sigma_m\) den störenden Massen proportional ist. Diese Grössen \(\sigma_m\) sind wieder von der Form \[ \sigma_m=p\zeta+p'\mu\zeta'+q\tau+q'\mu\tau'+\dotsm, \] wo die \(p\) und \(q\) ganze Zahlen sind und \(\zeta, \tau\) kleine Grössen von der Ordnung der störenden Kräfte bedeuten. Im ersten Abschnitt geht der Verfasser von der bekannten Gleichung für die mittlere Länge aus, welche unter Hervorhebung der charakteristischen Glieder lautet: \[ \frac{d^2\zeta}{dt^2}=-n^2A\sin(s\zeta-s'\zeta'+\sigma nt+B) -n^2A_1\sin(s_1\zeta-s_1'\zeta'+\sigma_1 nt+B_1) -\dotsm +M. \] Hier werden \(A, \sigma, B\) als constant angesehen, und \(M\) soll die Vereinigung aller nicht charakteristischen Glieder bedeuten. Es wird nun angenommen, dass die Integration \(\zeta\) in folgender Form gebe: \[ \zeta=c+nt+\omega, \] wo \(c\) und \(n\) constant sind, und \(\omega\) nur periodische Glieder enthält. Dieses \(\omega\) wird wieder in zwei Teile \(Z+\delta\zeta\) zerlegt, wo \(Z\) alle charakteristischen Glieder enthalten soll. Dann zerspaltet Gyldén, natürlich immer unter der unbeweisenen Annahme der Möglichkeit, die obige Gleichung in die beiden folgenden: \[ \frac{d^2Z}{dt^2}=-n^2A\sin(s\zeta-s'\zeta'+\sigma nt+B) -n^2A_1\sin(s_1\zeta-s_1'\zeta'+\sigma' nt+B_1) -\dotsm +N, \] \[ \frac{d^2\delta\zeta}{dt^2}=M-N, \] wo \(N\) noch eine passend zu wählende und die Vermittelung zwischen den Gliedern von \(Z\) und \(\delta\zeta\) übernehmende trigonometrische Function bedeutet, welche durch Annäherungen immer schärfer bekannt wird. Setzt man nun \(\zeta'\) einfach von der Form \(c'+n't\) voraus und integrirt zweimal, so folgt: \[ \frac{dZ}{dt}=\frac{n^2A}{sn-s'n'+\sigma n}.\cos(s\zeta-s'\zeta'+\sigma nt +B)+\dotsm+F, \] \[ Z=\frac{n^2A}{(sn-s'n'+\sigma n)^2}\cdot \sin(s\zeta-\sigma'\zeta'+\sigma nt+B)+\dotsm+F_1+\int Fdt. \] Hier sind die \(F\) und \(F_1\) hinzugefügt, um das Resultat streng darstellen zu können. Diese Grössen \(F\) und \(F_1\) genügen dann ihrerseits einer Differentialgleichung, die man leicht durch Einsetzen in die obige Gleichung findet. Diese Reihen für \(\frac{dZ}{dt}\) und \(Z\) convergiren, wenn \(\frac{n'}{n}\) incommensurabel ist, wie aus der Theorie der Kettenbrüche bewiesen wird, vorausgesetzt, dass die Quotienten des Kettenbruches endliche ganze Zahlen sind und nicht eine stark steigende Reihe bilden. Nachdem diese Frage erledigt ist, beschäftigt sich Gyldén mit der Frage, wie man (unter Beiseitelassung von \(F\) und \(F_1\)) die Constanten \(n\) und \(c\) bestimmen müsse, wenn für einen bestimmten Wert der Zeit die Werte \(n_0\) und \(c_0\) derselben gegeben sind, so wie sie gerade in diesem Augenblick sind. Mit anderen Worten, wie soll aus den Gleichungen \[ (1) \quad n_0=n+\frac{n^2A}{sn-s'n'+\sigma_n}\cos(sc_0-s'c'+B) +\frac{n^2A_1}{s_1n-s_1'n'+\sigma_{1n}}\,\cos(s_1c_0-s'c'+B_1) \] \[ c_0=c+\frac{n^2A}{sn-s'n'+\sigma n}\,\sin(sc_0-s'c'+B)+\dotsm \] \(n\) und \(c\) berechnet werden? Hierfur giebt Gyldén eine allerdings gerade in kritischen Fällen versagende Methode, welche hier nicht auseinandergesetzt werden kann. Diesen kritischen Fällen, welche dann eintreten, wenn eines der Glieder der ersten Reihe sehr nahe an \(n\) herangeht oder dieses \(n\) sogar übertrifft, gilt der zweite Abschnitt. Nimmt man vorläufig nur ein solches Glied an und lässt Glieder höherer Ordnung ausser Acht, so gelangt man, unter Vernachlässigung der übrigen nicht kritischen charakteristischen Glieder zu der Gleichung von Laplace: \[ \frac{d^2V}{dt^2}=-\alpha^2 n\sin V\cos V. \] Diese giebt einmal integrirt die Gleichung: \[ \left( \frac{dV}{dt} \right)^2= \gamma^2 n^2-\alpha^2 n^2 \sin^2 V, \] und also \[ dt=\frac{dV}{\sqrt{\gamma^2 n^2-\alpha^2 n^2 \sin^2 V}} \cdot \] \(V\) wird also durch \(t\) vermittelst elliptischer Functionen ausgedrückt, deren Modul \(k=\frac{\alpha}{\gamma}\) ist. Ist, wie gewöhnlich der Fall, \(k\) sehr klein, so ist das Glied nicht kritisch und \(V\) oder \(s\zeta-s'\zeta'+\sigma nt\) ist, von periodischen Gliedern abgesehen, der Zeit proportional, und zwar wird der Factor von \(t\) gleich: \[ sn-s'n'+\sigma n=\gamma n\;\frac{\pi}{K}\cdot \] Ist aber \(k\) grösser als 1, so schwakt \(V\) um einen Mittelwert, und es wird \[ sn-s'n'+\sigma n=0. \] Es tritt dann das ein, was die Astronomen eine Liberation nennen. Wenn \(k=1\) ist, so steht man vor einem Grenzfall, in welchem \(V\) in unendlich langer Zeit von \(-\frac{\pi}{2}\) bis \(+\frac{\pi}{2}\) schwankt. Laplace, dem die Theorie der elliptischen Functionen noch nicht zu Gebote stand, behandelte nur den Fall, dass \(V\) sehr klein, \(k\) also sehr gross ist, ersetzte dann \(\sin V\) durch \(V\) und gelangte zu allen für ihn wichtigen Resultaten. Gyldén geht jetzt mit Hülfe dieser Functionen selbstverständlich genauer zu Werke und behandelt auch den Fall, dass \(k\) sehr nahe an 1, sowohl \(\lessgtr 1\) ist. Im dritten Abschnitt zeigt Gyldén, wie es auch Laplace für den besonderen Fall, dass \(k\) sehr gross ist, gethan, wie der Einfluss des kritischen Gliedes sich auf die übrigen erstreckt. Die Differentialgleichung wird unter Hinziehung derselben: \[ \frac{d^2V}{dt^2}+n^2\alpha^2\sin V \cos V =n^2(X), \] wo \((X)\) die Zusammenfassung dieser Glieder bedeutet. Dann wird \(V=V_0+V_1\) gesetzt und angenommen, dass \(V_0\) der vorigen Gleichung \[ \frac{d^2 V_0}{dt^2}+n^2\alpha^2\sin V_0\cos V_0=0 \] genügt. Dann geht die erste Gleichung über in \[ \frac{d^2 V_1}{d\xi^2}-\frac{\alpha^2}{\gamma^2} (2\sin \text{am}\xi^2-1)V_1=\frac{1}{\gamma^2}X \quad \quad \quad (\xi=\gamma nt+C), \] wo \(X\) ausser der früheren \((X)\) noch andere von der Unbekannten \(V_1\) abhängige Glieder enthält. Diese Lamé'sche Gleichung kann man, wenn \(X\) gegeben ist, durch Quadraturen integriren, da, wenn \(X=0\) ist, ihr Integral wird: \[ V_1=c_1\varDelta \text{\,am\,}\xi+c_2\varDelta \text{\,am\,} \xi. \left[\frac{d\log\varTheta_3\xi}{d\xi}+\frac EK . \xi \right]. \] Es folgt nun mit Hülfe der elliptischen Functionen eine Betrachtung, ähnlich derjenigen, welche Laplace in der Mécanique céleste gegeben hat, und welche dazu dienen soll, Annäherungsverfahren zu geben. Die erste Annäherung stimmt nun auch ganz genau mit der von Laplace. Die anderen zu besprechen, würde hier zu weit führen. Der vierte Abschnitt endlich wird dem Fall gewidmet, dass mehrere kritische Glieder vorhanden sind, die alle von demselben Argument \(sn-s'n'\) abhängen, für welche aber das \(\sigma\) verschieden ist, so dass die Gleichung lautet: \[ \begin{aligned} \frac{d^2Z}{dt^2}= & -n^2A_{01}\sin[(sn-s'n'+\sigma_{01}t+sZ+b_1] \\ & -n^2A_{02}\sin[(sn-s'n'+\sigma_{02}t+sZ+b_2] \\ & - .................. \\ & +\frac 2s\;n^2(X). \end{aligned} \] Um diese Gleichung übersichtlicher zu schreiben, setzt man in der bekannten Weise: \[ \varepsilon\cos 2\theta =sA_{01}\cos L_1+ sA_{02}\cos L_2+\dotsm , \] \[ \varepsilon\sin 2\theta =sA_{01}\sin L_1+ sA_{02}\sin L_2+\dotsm , \] \((L_1=(\sigma_{01}-\sigma)nt+B_{01}-1),\) \(\sigma\) und \(B\) noch näher zu bestimmende Constanten: Dann geht die obige Gleichung über in \[ \frac{d^2W}{dt^2}= -n^2\varepsilon\sin(W+\theta)\cos(W+\theta)+n^2(X). \] Setzt man hier: \[ W+\theta=V, \quad n^2(X)+\frac{d^2\theta}{dt^2}=n^2X, \] so folgt: \[ \frac{d^2V}{dt^2}+n^2\alpha^2\sin V\cos V=n^2X. \quad \quad \quad (\alpha^2=\varepsilon.) \] Wäre nun \(\varepsilon\) constant, so könne man die vorige Lösung anwenden. Da aber \(\varepsilon\) wegen der kleinen Grössen \(\sigma\) in den \(L\) sich langsam ändert, so muss man, wenn die vorige Lösung benutzt werden soll, die Methode der Variation der Constanten anwenden. Die in dieser Arbeit gelieferten Untersuchungen Gyldén's beziehen sich sämtlich auf Differentialgleichungen, die erst unter für einen langen Zeitverlauf in ihrer Tragweite schwer berechenbaren Vernachlässigungen die Gestalt erhalten, auf welcher die Convergenzuntersuchungen beruhen. Daher können sie über die Frage, ob die in der Astronomie gebräuchlichen Reihen wirklich zu einer absoluten Lösung führen, keine Entscheidung geben.
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