On the arguments of points on a surface. (Q1544472)
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scientific article; zbMATH DE number 2700773
| Language | Label | Description | Also known as |
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| English | On the arguments of points on a surface. |
scientific article; zbMATH DE number 2700773 |
Statements
On the arguments of points on a surface. (English)
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1885
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Wenn in der Ebene eine variable allgemeine Curve eines bestimmten Grades eine feste Curve durchschneidet, so bestehen zwischen den Coordinaten der Durchschnittspunkte gewisse Relationen, welche bekanntlich von Clebsch mit Hülfe von Integralen ausgedrückt sind und mit den Additionstheoremen zusammenhängen. Aehnliche Relationen bestehen zwischen den Durchschnitten einer festen Raumcurve mit einer veränderlichen Fläche. Der Herr Verfasser will nun in analoger Weise den Zusammenhang zwischen den Durchschnitten einer festen Fläche mit einer zweifach unendlichen Schar von Curven durch Doppelintegrale darstellen. Er beschränkt sich hierbei in Bezug auf die gewählten Curvenscharen auf gewisse einfache Fälle und kommt dabei zu sehr interessanten Resultaten. Ist \(F(x, y, z)\) = 0 die Gleichung der gegebenen algebraischen Fläche, so betrachtet er den Differentialausdruck \[ d^2u = \,\frac {dx.dy}{\,\frac {\partial F}{\partial z}} = \,\frac {dy.dz}{\,\frac {\partial F}{\partial x}} = \,\frac {dz.dx}{\,\frac {\partial F}{\partial y}} \] \[ \,\frac {d^2 S}{\sqrt{\left( \,\frac {\partial F}{\partial x} \right)^2 + \left( \,\frac {\partial F}{\partial y} \right)^2 + \left( \,\frac {\partial F}{\partial z} \right)^2}}\,, \] welcher sich auch in Polarcoordinaten leicht ausdrücken lässt, und welcher proportional ist dem Volumen eines dem Flächenelement entsprechenden Stückes einer Schale zwischen den Flächen \(F\) = 0 und \(F+k\) = 0, wo \(k\) unendlich klein ist. Als Curvensystem wird zunächst ein beliebiges Strahlensystem gewählt, welches definirt ist durch die Gleichungen \[ (3)\quad \,\frac {x-a}{l} = \,\frac{y-\beta}{m} = \,\frac{z-\gamma}{n} = \varrho, \] wo \(\alpha,\beta,\gamma,l,m,n\) als Functionen zweier Parameter \(p\) und \(q\) gegeben sind. Setzt man die Werte von \(x, y, z\) aus (3) in die Gleichung \(F =0\) ein, so erhält man zur Bestimmung von \(\varrho\) als Function von \(p\) und \(q\) eine Gleichung \( n^{\mathrm ten}\) Grades \[ F \equiv f(\varrho) = a\varrho^n + b\varrho^{n-1} +\cdots = 0, \] deren Wurzeln \(\varrho_1,\varrho_2,\dots,\varrho_n\) heissen mögen. Ist \(\varrho\) in dieser Weise bestimmt, so sind vermöge der Gleichungen (3) auch \(x,y,z\) durch die Parameter \(p\) und \(q\) dargestellt. Diese Parameter werden nun auch in den Differentialausdruck \(d^2u\) eingeführt, und es zeigt sich, dass derselbe die Form annimmt \[ (7)\quad d^2u = L(\varrho-r_1)(\varrho-r_2)\,\frac {dp.dq}{f'(\varrho)}\cdot \] Hierin ist \[ L=\begin{vmatrix} l & m & n \\ \,\frac{\partial l}{\partial p} & \,\frac{\partial m}{\partial p} & \,\frac{\partial n}{\partial p} \\ \,\frac{\partial l}{\partial q} & \,\frac{\partial m}{\partial q} & \,\frac{\partial n}{\partial q} \end{vmatrix} , \] \(r_1\) und \(r_2\) sind diejenigen Werte von \(\varrho\) denen die Brennpunkte des Strahles \(p,q\) im gegebenen Strahlensystem entsprechen. Es sind demnach \(L, r_1\) und \(r_2\) unabhängig von den Wurzeln der Gleichung \(f(\varrho)=0\). Ebenso wäre \[ xd^2u = L(\varrho - r_1)(\varrho-r_1)(l\varrho + \alpha)\,\frac{dp.dq} {f'(\varrho)} \text{ etc. } \] Bedeutet nun \(\varphi(\varrho)\) eine beliebige Function \((n-2)^{\mathrm ten}\) Grades von \(\varrho\), so ist nach der Lagrange'schen Formel \[ \varphi(\varrho) \equiv \,\frac{\varphi(\varrho_1)}{f'(\varrho_1)}\left[ \,\frac{f(\varrho)}{\varrho-\varrho_1} \right] + \,\frac {\varphi(\varrho_2)}{f'(\varrho_2)}\left[ \,\frac{f(\varrho)}{\varrho-\varrho_2}\right] +\cdots. \] Da der Ausdruck rechts vom \((n-1)^{\mathrm ten}\) Grade in Bezug auf \(\varrho\) ist, \(\varphi(\varrho)\) aber nur vom \((n-2)^{\mathrm ten}\) Grade ist, so folgt, dass der höchste Term rechts identisch verschwindet, also ist \[ \,\frac {\varphi(\varrho_1)}{f'(\varrho_1)} + \,\frac{\varphi(\varrho_2)}{ f'(\varrho_1)} +\cdots +\,\frac{\varphi(\varrho_n)}{f'(\varrho_n)} = 0. \] Hieraus lassen sich nun die gesuchten Relationen finden: Ist \(n\) = 4, also die gegebene Fläche vom vierten Grade, so folgt \[ d^2u_1 + d^2u_2 +\cdots + d^2u_4 = 0 \quad \text{ oder kürzer }\quad \varSigma d^2u =0 \] Ist \(n = 5\), so folgen ausserdem noch die Gleichungen \[ \varSigma xd^2u =\varSigma yd^2u =\varSigma zd^2u = 0 \] u.s.w. Begrenzt man auf der Fläche irgend ein Flächenstück \(S_1\), und legt man durch jeden Punkt desselben einen Strahl des gegebenen Systems, so schneidet dieser Strahlenbündel noch \((n -1)\) andere Flächenstücke aus, und es ist, wenn man \[ \iint d^2u_1 = u_1,\quad \iint xd^2u_1 = v_1 \text{ u.s.w. } \] setzt, \[ \varSigma u = 0, \varSigma v = 0 \quad \text{u.s.w.} \] Es lassen sich aber aus der Gleichung (7) noch weitere Folgerungen ziehen. Wenden wir sie auf eine Fläche zweiten Grades an, so folgt \[ d^2u_1 = \,\frac{L}{a}\cdot\,\frac{AO_1. AO_2. dp dq}{AB}, \] \[ d^2u_2 = \,\frac{L}{a}\cdot\,\frac{BO_1. BO_2. dp dq}{BA}, \] wo \(A\) und \(B\) die Schnittpunkte des Strahls mit der Fläche, \(O_1\) und \(O_2\) die Brennpunkte desselben sind. Also ist \[ \,\frac {d^2u_1}{AO_1.AO_2} + \,\frac{d^2u_2}{BO_1.BO_2}=0. \] Ist das Strahlensystem das System der Doppeltangenten einer Fläche vierten Grades \(u = 0\), und nimmt \(u\) für die Punkte \(A\) und \(B\) die Werte \(U_1\) und \(U_2\) an, so geht diese Gleichung über in \[ \,\frac {d^2u_1}{\sqrt {U_1}}\pm \,\frac {d^2u_2}{\sqrt {U_2}} = 0. \] Ist das Strahlensystem gebildet aus den dreipunktig berührenden Tangenten einer Fläche dritter Ordnung, so ergiebt sich \[ \,\frac {d^2u_1}{U_1^{\,\frac 23}} + \,\frac {d^2u_1}{U_2^{\,\frac 23}}=0. \] Ist das Strahlensystem ein Secantensystem einer Curve, welche auf einer anderen Fläche zweiter Ordunug \(V\) liegt, so findet man \[ \,\frac{d^2u_1}{V_1} + \,\frac {d^2u_2}{V_2} = 0. \] Mit Bezug auf die ersten dieser drei Relationen bemerkt der Herr Verfasser, dass man daraus nicht, wie in der Ebene, schliessen kann, dass eine doppelt unendliche Schar von Polygonen existirt, welche einer Fläche zweiten Grades eingeschrieben ist, und deren Seiten Doppeltangenten von Flächen vierten Grades sind, deren Gleichung die Form hat \[ u + SF = 0, \] we \(S\) eine Fläche zweiten Grades ist, welche für jede Seite des Polygons anders bestimmt wird. Indessen kann mit Hülfe der obigen Relation die Existenz eines solchen Schliessungssatzes in gewissen Fällen nachgewiesen werden. Der Herr Verfasser wendet sich alsdann zu den kubischen Flächen und zu den Flächen vierten Grades, und kommt hierbei zu vielen interessanten Resultaten. Zum Schluss wird auf eine Verallgemeinerung der Untersuchung hingewiesen, die darin besteht, dass statt des Strahlensystems ein System von Kegelschnitten betrachtet wird. Dies ist dargestellt durch die Gleichungen \[ x = \,\frac {f_1}{f_4},\quad y = \,\frac{f_2}{f_4},\quad z =\,\frac {f_3}{f_4}. \] Hierin bedeuten die \(f\) ganze rationale Functionen zweiten Grades von \(t\), deren Coefficienten Functionen zweier Parameter \(p\) und \(q\) sind; die Methode ist im übrigen der bei den Strahlensystemen angewandten analog. Endlich werden auch noch einige andere ähnliche Probleme kurz erwähnt. Es handelt sich um Dreiecke, die einer Fläche zweiten oder dritten Grades eingeschrieben sind, und deren Seiten ein ein Strahlensystem angehören, endlich um eine Cyklide mit der Gleichung \[ U\equiv (x^2+y^2+z^2+k^2)^2 - 4(a^2 x^2+b^2y^2+c^2 z^2) = 0, \] welche von einem Strahlensystem geschnitten wird.
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