Die physikalischen Grundlagen der Mechanik. (Q1546903)

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scientific article; zbMATH DE number 2704375
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    Die physikalischen Grundlagen der Mechanik.
    scientific article; zbMATH DE number 2704375

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      Die physikalischen Grundlagen der Mechanik. (English)
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      1883
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      Die analytische Mechanik muss physikalische Grundlagen haben. Diese Erfahrungsthatsachen nennt man die Principien der Mechanik im strengeren Sinne. Gewöhnlich werden deren drei angeführt, nämlich 1) das Galilei'sche oder Trägheitsprincip, 2) das Unabhängigkeitsprincip, 3) das Prinzip der Wechselwirkung. Abschnitt I. Das Galilei'sche Princip. Dieses Princip leidet in der Form, wie es gewöhnlich ausgesprochen wird, zunächst an dem Mangel eines Bezugssystems der Bewegung. C. Neumann hat diesen Mangel durch seinen Körper Alpha, Mach durch Beziehung auf das ganze Fixternsystem zu beseitigen gesucht. Die Gedanken beider finden sich schon implicite bei Newton und Euler. Die Mängel dieser Abhülfeversuche werden auseinander gesetzt. Abschnitt II. Ermittelung des den Gleichungen der Physik zu Grunde liegenden Coordinatensystems. Die Aufgabe dieses Capitels ist folgende: ``Es soll dasjenige Coordinatensystem physikalisch bestimmt werden, für welches das Galilei'sche Princip in der Newton'schen Form Gültigkeit hat.'' Translationsbewegung kann als eine absolute nicht nachgewiesen werden, sondern ist immer eine relative. Für die Rotationsbewegung dagegen ist in dem Foucault'schen Versuch, sowie in den sonstigen Gyroskopen ein Mittel gefunden, sie auch als absolute nachzuweisen. Von dem fraglichen Bezugssystem aber muss vor allen Dingen gefordert werden, dass es von unveränderlichen Richtung sei, und zwar absolut, so dass diese Eigenschaft durch physikalische Beobachtung erkannt werden kann. Diese Forderung lässt sich für die Translation nur in negativer Form ausdrücken. Das Galilei'sche Princip gestaltet sich danach folgendermassen: ``Ein materieller Punkt, der keiner fremden Einwirkung unterworfen ist und keine Drehbewegung vollführt, in gerader Linie und mit constanter Geschwindigkeit.'' Solch' ein Körper heisst Fundamentalkörper und ein mit ihm verbundenes Coordinatensystem Fundamental-Coordinatensystem. Daraus ergiebt sich dann folgender Satz: ``Jedes aus den für ein bestimmtes Fundamental-Coordinatensystem aufgestellten Differentialgleichungen der Bewegung hergeleitete Resultat, das von den Werten der Integrationsconstanten unabhängig ist, gilt auch für jedes beliebige andere, dem ersten parallele Coordinatensystem in gleicher Weise.'' Zum Schluss wird auf den Unterschied zwischen dem physikalischen und geometrischen Coordinatensystem aufmerksam gemacht. Abschn. III. Historisch-kritische Umschau. Die Besprechung erstreckt sich, von C. Neumann und Mach abgesehen, die schon erwähnt wurden, auf Euler, Pemberton (den Herausgeber Newton's), Laplace, Poisson, Comte, Lagrange, Narr, Riemann, Jacobi, Thomson und Tait, Kirchoff, Schell, Poinsot, Maxwell, Clausius und Dühring. Abschn. IV. Die Zeitmessung. Ein zweiter Mangel in der gewöhnlichen Formulirung des Galilei'schen Principes ist die Nichtberücksichtigung des Fundamentes der Zeitmessung, wie sie in der Bezeichnung der ``gleichförmigen Bewegung'' liegt. Diesen Mangel hat bereits D'Alembert bemerkt und Poisson in klarer und übersichtlicher Weise gehoben. C. Neumann's Versuch, diese Schwierigkeit zu lössen, ist in Folge einer zu weiten Definition nicht gelungen. Besprochen werden noch weiter die Ansichten von Schell, Maxwell und Laplace über diesen Punkt. Abschn. V. Kraft und Masse. Masse wird als diejenige Eigenschaft der materiellen Körper definirt, zufolge welcher diese als Glieder gleichwertiger Beschleunigungssysteme verschieden grosse Beschleunigungen annehmen, während Kraft die Eigenschaft materieller Systeme ist, zufolge welcher bei gewissen Configurationen der Lage und der Geschwindigkeitsvectoren ihrer Glieder diese (sämtlich oder zum Teil) Bechleunigungen annehmen. Der Begriff der Gravitation wird einer besonderen Besprechung unterzogen. Den Schluss bildet wieder die Besprechung der Ansichten von Euler, Wüllner, Kirchoff, Schell, Mach und Herwig. Abschnitt VI. Das Unabhängigkeitsprincip. Dasselbe wird folgendermassen formulirt: ``Wenn ein materieller Punkt gleichzeitig der Wirkung mehrerer Kräfte unterworfen ist, so tritt die jeder Kraft entsprechende Beschleunigung unabhängig von den gleichzeitigen Beschleunigung der andern Kräfte auf, weshalb der Punkt diejenige Beschleunigung annimmt, welche aus den einzelnen gegebenen Beschleunigungen nach den Regeln der Parallelogramm-Construction folgt.'' Nach Charakterisirung dieses Satzes als Erfahrungssatzes folgt wiederum eine Besprechung der Ansichten anderer Mathematiker, besonders Newton's und Poisson's. Abschn. VII. Das Princip der Wechselwirkung. ``Alle Kräfte eines Beschleunigungssystemes treten paarweise auf in der Art, dass zwei zu einem Paare gehörende Kraftvectoren gleiche Grösse und Richtung, aber entgegengesetzten Sinn haben.'' Der letzte, Abschn. VIII., enthält ergänzende Bemerkungen.
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