Notes on the electromagnetic theory of light. No. III. On the general equations of monochromatic light in media of every degree of transparency. (Q1547148)

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scientific article; zbMATH DE number 2704646
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    Notes on the electromagnetic theory of light. No. III. On the general equations of monochromatic light in media of every degree of transparency.
    scientific article; zbMATH DE number 2704646

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      Notes on the electromagnetic theory of light. No. III. On the general equations of monochromatic light in media of every degree of transparency. (English)
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      1883
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      I. (JFM 15.0930.01) Es wird angenommen, dass durchsichtige, wesentlich homogene, einfach oder doppelt brechende Körper eine sehr feinkörnige Structur haben, so dass sie in unter einander ganz ähnliche Teile zerlegt werden können, welche im Verhältnis zu der Wellenlänge des Lichtes sehr kleine Dimensionen haben, in deren Innerem jedoch die elektrischen, sowie die anderen physikalischen Eigenschaften sehr verschieden sind. Die mittlere elektrische Verrückung in solchen Teilen des Körpers kann als eine Function der Zeit und der Coordinaten des Ortes durch die gewöhnlichen Gleichungen für Wellenbewegung ausged rückt werden, während die wahre Verrückung in irgend einem Punkte im allgemeinen sehr verschieden von der sein wird, welche durch solche Gleichungen dargestellt ist. Es wird die Lichtgeschwindigkeit in vollkommen durchsichtigen Mitteln ohne Circularpolarisation in der Weise untersucht, dass auf jenen Unterschied zwischen den wahren Verrückungen und den durch die gewöhnlichen Gleichungen für Wellenbewegung dargestellten Verrückungen Rücksicht genommen wird. Diese Differenz kann für die Farbendispersion berechnet werden, wobei die Gesetze von Huygens und Fresnel bezüglich der Doppelbrechung des Lichtes irgend einer Farbe bestehen bleiben. Ferner wird angenommen, dass die elektrischen Verrückungen ``solenoidal'' seien, d. h. dass durch dieselben keine Aenderung der elektrischen Dichte erzeugt wird. Magnetische Phänomene sind ausgeschlossen, weshalb der Verfasser darauf hinweist, dass die entwickelte Theorie besser eine elektrische; als elektromagnetische genannt würde. Der letztere Ausdruck ist jedoch mit Rücksicht auf die gebräuchliche Bezeichnungsweise gewählt worden. In II. (JFM 15.0930.02) wird die Fortpflanzungsgeschwindigkeit eines Systems ebener Lichtwellen, die als oscillirende elektrische Flüssigkeiten angesehen werden, mit einer grösseren Genauigkeit bestimmt, als in I., so dass die Theorie auch auf Phänomene circularpolarisirender Mittel ausgedehnt werden kann. III. enthält eine weitere Verallgemeinerung, indem die Voraussetzung, dass das Medium vollkommen durchsichtig ist, fallen gelassen wird und bezüglich magnetischer Einflüsse nur angnommen wird, dass eine oscillirende Magnetisirung des Mediums ausgeschlossen ist. Es wird wieder zwischen den wirklichen elektrischen Verrückungen in einem Punkte, welche zu complicirt sind, um bis ins Einzelne rechnerisch verfolgt zu werden, und den mittleren Verrückungen in einer sehr kleinen Kugel um jenen Punkt unterschieden, deren Radius gross im Verhältnis zu den kleinsten Entfernungen zwischen den Molecülen, aber klein im Verhältnis zur Wellenlänge des Lichtes ist. Der Raum ist alsdann gross geung, um kleine Unregelmässigkeiten auszugleich en, aber nicht gross genug, um die regelmässigeren elektrischen Bewegungen zu verdecken, welche den Gegenstand des optischen Experiments bilden. Die zu lösende Aufgabe besteht darin, die Bedingungen zu finden, welche die Mittelwerte der Componenten der wirklichen Verrückungen eines Punktes innerhalb der kleinen Kugel um jenen Punkt als Functionen der Zeit und der Coordinaten erfüllen müssen, wobei zu berücksichtigen ist, dass es Raum- und nicht Zeitmittelwerte sind. Die abgeleiteten Resultate sind nicht ganz in Uebereinstimmung mit der Erfahrung. Es gilt daher, eine Anschauung ausfindig zu machen, welche mit dem übereinstimmt, was wir über die moleculare Constitution der Körper wissen, und welche den Teil der jetzigen Theorie, der mit den Experimenten übereinstimmt, wiedergiebt, sowie den anderen Teil, welcher mit den beobachteten Thatsachen in Widerspruch steht, diesen entsprechend darstellt.
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