Elements of the history of science in the Netherlands (XII-XVII.) (Q1552872)
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scientific article; zbMATH DE number 2710604
| Language | Label | Description | Also known as |
|---|---|---|---|
| default for all languages | No label defined |
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| English | Elements of the history of science in the Netherlands (XII-XVII.) |
scientific article; zbMATH DE number 2710604 |
Statements
Elements of the history of science in the Netherlands (XII-XVII.) (English)
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1878
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Fortsetzung und Schluss der geschichtlichen Notizen des Verfassers, über welche schon früher (siehe F. d. M. VIII. p. 25 (JFM 08.0025.02)) referirt worden ist. XII. In dieser Notiz handelt es sich um Adriaan Anthonisz (geb. zu Metz 1572, gest. zu Alkmaar 1607). Er war der Vater zweier Söhne: Adrian Adriaansz und Jacob Adriaansz, welche später den Beinamen van Metius erhalten, weil ihr Vater aus Metz stammte. Daher sind sie später viel mehr bekannt geworden unter den Namen Adriaan Metius und Jacob Metius. Nachdem einige Einzelheiten aus dem Leben dieser Söhne erwähnt sind, wird ausführlich erzählt, welchen Antheil der oben genannte Vater an der Annäherung der Zahl \( \pi \) genommen hat, woraus erhellt, dass eben dieser, hauptsächlich vielleicht durch Zufall, das bekannte und schöne Verhältniss \( \frac{355}{113} \) gefunden hat, welches später dem Sohne zugeschrieben wurde. Auch hier wird gezeigt, wie oberflächlich Montucla in seiner ``Histoire des recherches sur la quadrature du cercle'' diese Erfindung behandelt hat. Er hat nämlich aus den Buchstaben P. M. (piae memoriae) den Namen des Vaters als Petrus Metius herausgelesen, was dann später ohne weitere Untersuchung von verschiedenen Schriftstellern angenommen wurde. Aus seltenen Büchern, welche unser Verfasser besitzt, wird hier die Geschichte des Vaters und die seiner Söhne auf's Neue gegeben. Besonders werden die Verdienste des so wenig bekannten Vaters in der reinen und angewandten Mathematik untersucht. So stellte er ein Navigationsbuch zusammen, welches das erste dieser Art war, zwanzig Jahre Arbeit forderte, und damit ein Allgemein erkanntes Bedürfniss erfüllte. XIII. Hier behandelt der Verfasser die beiden van Schooten's Professoren an der Universität zu Leiden. Der älteste, Franciscus van Schooten wurde 1551 zu Leiden geboren und nahm 1610 die Stellung Ludolph's van Ceulen ein; nach seinem Tode folgte sein gleichnamiger Sohn in dieser Stellung. Der Vater schrieb mehrere mathematische Werke. Eingehend wird gesprochen über ein von ihm hinterlassenes Manuscript, welches die Leidner Universität bei ihrem letzten Jubiläum als Festgabe erhielt. Es ist ein Sammlung Adversaria zum Gebrauch bei den Vorlesungen, und enthält die Lösungen vieler arithmetischer und geometrischer Aufgaben, von denen einzelne als Beispiele mitgetheilt werden. Das grösste Verdienst des Sohnes besteht in der Einführung der Methode von Descartes in den Niederlanden, weshalb er auch dessen mathematische Werke auf's Neue herausgab. Ihm folgte der Bruder Petrus van Schooten; der Vater nebst den beiden Söhnen lehrten so siebzig Jahre hinter einander Mathematik an der Ingenieurschule, deren erster Lehrer Ludolph van Ceulen war. Dann folgt noch eine Beschreibung der Weise, in welcher in der früher genannten Handschrift die Quadratwurzeln viergliedriger Zahlenausdrücke bestimmt werden. Diese Beschreibung ist schon früher publicirt worden (siehe F. d. M. IX. p. 19 (JFM 09.0019.02)). XIV. Der berühmte Josephus Scaliger ist die Hauptperson dieser Notiz. Der grosse Gelehrte hat sich auch mit mathematischen Uebungen beschäftigt, doch war er hierin nicht so glücklich, wie in seinen übrigen tiefsinnigen Untersuchungen. Er war nämlich auch von der Sucht ergriffen, die Quadratur des Kreises zu suchen, doch er that es in noch unwissenschaftlicherer Weise als Simon van der Eycke, so dass die Werke seiner Gegner in dieser Hinsicht von mehr Bedeutung sind, als seine eigenen. Zuerst werden einige Ergebnisse aus dem Leben Scaliger's mitgetheilt, woraus erhellt, dass er 1593 schon mit einem Europäischen Ruhm seiner Gelehrsamkeit als Professor an die Universität nach Leiden kam. Seine Quadratur des Kreiese veröffentlichte er in einer Schrift: ``Cyclometrica elementa duo'', welche 1593 erschien. Doch seine Lösung war ganz unrichtig, denn für den Werth von \( \pi \) fand er 3,1622777. Daher wurde er von Ludolph van Ceulen, Adrianus Romanus, Christophorus Clavius, Petrus Antonius Cataldi und Franciscus Vieta angegriffen, doch liess er sich nicht von seinem Irrthum überzeugen. Hat er in dieser Weise mit seiner Cyclometria nur wenig Ehre eingelegt, so beweisen doch die ``Prolegomena in Cyclometria'' seine grossen Kenntnisse auch in der Mathematik. XV. Ausführlicher als zuvor wird jetzt über Adriaan van Roomen gesprochen, dessen Name schon mehrmals in früheren Notizen vorkam. Er wurde 1561 zu Löwen geboren, war dort einige Jahre Professor und ging von hier zur Univarsität von Würzburg über. Später machte er grosse Reisen, auch durch Russland, und starb auf dem Rückwege nach seinem Vaterlande 1615 in Metz. Er war sehr befreundet mit Ludolph van Ceulen und arbeitete mit diesem an der Quadratur des Kreises; er bestimmte das Verhältniss der Peripherie und des Durchmessers in 17 Decimalen und veröffentlichte diese Berechnung in seiner Schrift: ``Ideae mathematicae pars prima'' (1593). Wie oben schon erwähnt wurde, gehörte er auch zu den Gegnern Scaliger's, dessen Argumente er gründlich widerlegte. XVI. Die Kreisquadraturen dreier anderer Schriftsteller von weniger bekannten Namen werden hier besprochen. Diese drei sind: Jacobus Marcelis (1698), ein Seifensieder von Amsterdam, der wie Scaliger eine unrichtige Lösung gab; Daniel Waeytrel (1712) und Gilles Bovy (1712), Stadtzimmermann in Zutphen, der das Verhältniss von Archimedes als etwas Neues beweist. XVII. Noch einmal kehren wir hier zu Ludolph van Ceulen zurück. Zwei Briefe von ihm werden mitgetheilt, welche sich in einem seltsamen Werkchen: ``Toets steen van d'Algebra spetiosa door Derek d'Hollander, Amsterdam 1669'' finden. In diesen Briefen finden sich eine Reihe von arithmetischen Aufgaben mit ihren Lösungen, nach der Methode dieser Zeit zusammengestellt. Weiter wird auch gesprochen über den Sammler Derek d'Hollander, der sich durch eine verbesserte Ausgabe der Arithmetik von David Coek von Enkhuysen, einem kleinen Lehrbuche, verdient machte, das in mehreren Formel bis 1799 benutzt worden ist. Mit einigen Zusätzen und Verbesserungen endigen hier diese historischen Notizen, welche vom Verfasser zu einem Bande vereinigt sind, unter demselben Titel wie die besonderen Theile, welches Buch leider nicht in den Handel gekommen ist.
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