Further investigations about the icosaeder. II and III. (Q1554430)
From MaRDI portal
| This is the item page for this Wikibase entity, intended for internal use and editing purposes. Please use this page instead for the normal view: Further investigations about the icosaeder. II and III. |
scientific article; zbMATH DE number 2712225
| Language | Label | Description | Also known as |
|---|---|---|---|
| default for all languages | No label defined |
||
| English | Further investigations about the icosaeder. II and III. |
scientific article; zbMATH DE number 2712225 |
Statements
Further investigations about the icosaeder. II and III. (English)
0 references
1877
0 references
Die Arbeit in den Annalen ist als Fortsetzung und Zusammenfassung der in den Erlanger Berichten erschienenen Mittheilungen (Nov. 1876; Jan., Juli 1877) anzusehen; sie bildet ein in sich zusammenhängendes, die früheren Untersuchungen abschliessendes Ganze. Ueber den ersten Abschnitt ``die Ikosaedergleichung'' ausführlich zu referiren, wird nicht nöthig sein; es ist dies bei Gelegenheit der erwähnten ersten Mittheilung bereits durch Herrn Nöther (F. d. M. VIII, 54-56, JFM 08.0054.03) geschehen. Es möge hier nur noch einmal angeführt werden, dass das Fundamentalproblem in Folgendem besteht: Ein Ikosaeder \[ f=x_1x_2(x_1^{10}+11x_1^5x_2^5- x_2^{10}) \] mit seiner Hesse'schen \(H\) und der Functionaldeterminante \(T=(f,H)\) ist gegeben. Aus den numerischen Werthen von \[ f,H,T \quad\text{für}\quad x_1=\eta_1, x_2=\eta_2 \] sollen \(\eta _1\) und \(\eta _2\) bestimmt werden. Die 60 Werthe dieses Verhältnisses hängen von der Ikosaedergleichung \[ 1728\;\frac{H^3(\eta_1,\eta_2)}{f^5(\eta_1,\eta_2)}=X \] ab; aus einem derselben sind die 59 anderen durch die Substitutionen der Ikosaedergruppe ableitbar. Der zweite Abschnitt ``das Ikosaeder und eine quadratische Form'' verbindet mit \(f\) noch \[ q=A_1x_1^2+2A_0x_1x_2-A_2x_2^2, \] sieht die Invarianten \[ A=A_0^2+A_1A_2,\quad B'=(f,q^6)_{12},\quad C'=(H,q^{10})_{20},\quad D=(T,q^{15})_{30} \] den Zahlenwerthen nach als gegeben an und sucht daraus \(A_0, A_1, A_2\) zu berechnen. Aus einem Systeme der Unbekannten erhält man die übrigen durch die Anwendung einer Gruppe von 60 ternären Substitutionen; die Wurzeln \(\frac{\eta_1}{\eta_2}\) und \(\frac{\zeta_1}{\zeta_2}\) der 60 so zusammengehörenden Gleichungen \(q\)=0 hängen dabei durch die Ikosaedergleichungen \[ 1728\;\frac{H^3(\eta_1,\eta_2)}{f^5(\eta_1,\eta_2)}=X_1,\quad 1728\;\frac{H^3(\zeta _1,\zeta_2)}{f^5(\zeta_1,\zeta_2)}=X_2 \] auftreten, bei denen \(X_1, X_2\) aus den simultanen Invarianten von \(f\) und \(q\) zusammengesetzt sind. Es zeigt sich, dass sie in \(\surd A, B', C', D\) rational ausdrückbar werden. Hierdurch ist das Problem auf desjenige des ersten Abschnittes zurückgeführt. Der Gang der Untersuchung schliesst sich an die geometrische Veranschaulichung des Problems durch Auffassung von \(A_0:A_1:A_2\) als trimetrische Punktcoordinaten in der Ebene an. Hierbei ergeben sich einfache Deutungen von \(A, D\) und gewissen andern aus \(B'\) und \(C'\) ebildeten Ausdrücken \(B, C\) (vgl. VIII, 56), welche zugleich den Zusammenhang des Problems mit der Lösung der als Resolvente der Gleichung fünften Grades bekannten Jacobischen Gleichung \[ 0=(z-A)^6-4A(z-A)^5+10B(z-A)^3-C(z-A)+(5B^2-AC) \] aufdecken. Der dritte Abschnitt ist betitelt: ``eine neue Lösung der Gleichungen fünften Grades''. \(y^5+5\alpha y^2+5\beta y+\gamma =0\) habe die Wurzeln \(y_0, y_1,.. y_4\), so dass man hat \(\sum y_\nu=0, \sum y^2_\nu =0\). In diesem Specialfalle gelingt es, rationale Functionen der Wurzeln aufzustellen, deren Werthe von einer Ikosaedergleichung abhängen. Setzt man \[ p_i=y_0+\varepsilon^{4i}y_1+\varepsilon^{3i}y_2+\varepsilon^{2i} y_3 +\varepsilon^iy_4 \] so wird \(\varPsi=\sum y^2_\nu= p_1p_4 + p_2p_3=0\) eine Fläche zweiten Grades repräsentiren; die Verhältnisse der \(y_\nu\) mögen Pentaedercoordinaten eines Raumpunktes sein. Es liegen dann die 120 Punkte \(y_{a_0}: y_{a_1}:\cdots y_{a_4}\), welche durch Permutationen der \(y_a\) entstehen auf \(\Psi\); die Fläche trägt zwei Schaaren geradlinigen Erzeugender; bei den Permutationen der \(y_a\), welche der alternirenden Gruppe angehören, werden die Erzeugenden jeder Art in andere derselben Art transformirt, so dass Complexe von 60 zusammengehörigen entstehen. Da die Erzeugenden einer Art eine rationale Mannigfaltigkeit erster Dimension bilden, so lassen sie sich rational durch einen Parameter \(\lambda\) darstellen. Die 60 Werthe von \(\lambda\) nun, welche zu 60 zusammengehörigen Erzeugenden gehören, sind von einer Ikosaedergleichung, abhängig und zwar erscheint diese in der angeführten kanonischen Form, wenn man die beiden Schaaren durch die Schnitte von \(\Psi\) mit \[ p_1+\lambda p_2=0 \quad\text{resp.}\quad p_1-\mu p_3=0 \] bestimmt. Man erhält also für \(\lambda =\eta _1:\eta _2\), \(\mu=\zeta _1:\zeta _2\) \[ 1728\;\frac{H^3(\eta_1,\eta_2)}{f^5(\eta_1,\eta_2)}=X_1, \quad1728\;\frac{H^3(\zeta_1,\zeta_2)}{f^5(\zeta_1,\zeta_2)}=X_2, \] wo \(X_1, X_2\) als rationale Functionen der Coefficienten \(\alpha, \beta, \gamma\) der Gleichung fünften Grades und der Quadratwurzel aus der Discriminante \(\varDelta\) derselben ermittelt werden. Aus den so berechneten Verhältnissen \( p_1:p_2 = -p_3:p_4\), \(p_1:p_3 = -p_2:p_4\) werden die \(y\) selbst gefunden. -- Gab es in dem besonderen Falle \[ \sum y_\nu=0,\quad \sum y^2_\nu=0 \] rationale, von einer Ikosaedergleichung abhängige Ausdrücke, so ist dies bei allgemeinen Gleichungen fünften Grades nicht mehr der Fall. Alle von Ikosaedergleichungen abhängige Functionen enthalten die Quadratwurzel, welche den Uebergang von der allgemeinen zur obigen besonderen Form charakterisirt. Nun zeigt der Herr Verfasser, dass wenn bei der allgemeinen Gleichung fünften Grades eine Resolvente mit nur einem Parameter existirte, diese durch eine lineare Substitution in eine Ikosaedergleichung übergeführt werden könnte. Da aber eine solche nicht vorhanden ist, so kann man daraus rückwärts schliessen: es ist bei durchaus willkührlichen \(y\) unmöglich, eine rationale Function der Wurzeln so zu wählen, dass in der betreffenden Resolvente nur ein Parameter auftritt. Es ist dies der Kronecker'sche Satz.
0 references
univariate polynomial equation of degree five
0 references
equation of the icosaeder
0 references
invariant
0 references
group of substitutions
0 references
Jacobi's equation of degree six
0 references
Kronecker's Theorem about the equation of degree five
0 references