Sur les lois de Kepler. Solution d'un problème proposé par M. Bertrand. (Q1555348)

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scientific article; zbMATH DE number 2713224
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    Sur les lois de Kepler. Solution d'un problème proposé par M. Bertrand.
    scientific article; zbMATH DE number 2713224

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      Sur les lois de Kepler. Solution d'un problème proposé par M. Bertrand. (English)
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      1878
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      (Siehe auch JFM 09.0638.01, JFM 09.0638.02, JFM 09.0638.03) Herr Bertrand zeigt in der ersten der citirten Arbeiten, wie es möglich, nur aus dem einfachen Gesetze, dass die Planeten Ellipsen beschreiben, in deren einem Brennpunkt die Sonne steht, zu folgern, dass die wirkende Kraft nach der Sonne gerichtet und umgekehrt proportional dem Quadrat der Entfernung sei. Er wirft dann folgende Frage auf: ``Entsprechende sachant que les planètes décribent des sections coniques, et sans rien supposer de plus, trouver l'expression des composantes de la force qui les sollicite, exprimées entsprechende function des coordonnées de son point d'application.'' Er bemerkt dann, dass er mit der von ihm für den Beweis befolgten Methode allerdings wohl möglich sei, das Problem zu lösen, dass aber die Rechnungen bei deiser directen Lösung zu complicirt würden, um sie druchführen zu können. In der folgenden Arbeit giebt er nun Betrachtungen, durch welche diese Lösung vereinfacht wird. Setzt man nämlich voraus, dass die Gescheindigkeit in einem Punkte in die Richtung der Kraft falle, so wird der Krümmungsradius der Nahn in diesem Punkte unendlich sein. Nun ist aber ein Kegelschnitt, dessen Krümmungsradius in einem Punkte unendlich ist, nothwendig eine gerade Linie, und solcher Geraden giebt es, da durch jedem Punkt eine geht, unendlich viel. Diese Geraden können sich ausserdem nur in einem Punkte schneiden. Man schliesst daraus, dass sie parallel sein oder durch denselben Punkt gehen müssen. Da die erste Hypothese für eine geschlossene Bahn unbrauchbar ist, muss man zulassen, dass die Kräfte nach einam festen Centrum gerichtet sind. Durch diese Bedingung verschwindet die bemerkte Schwierigkeit. Denn der Ausdruck für die Kraft, die, nach einem festen Centrum gerichtet, einen Kegelschnitt beschreiben lässt, ist durch bekannte Formeln unmittelbar gegeben, und es würde nur noch darauf ankommen, demselben mit Hülfe der 5 willkürlichen Constanten (abgesehen von der Flächenconstante) und zweier passender Relationen zwischen ihnen eine allen Kegelschnitten gemeinsame Form zu geben, die nur noch drei Constanten enthält. Herr Darboux giebt nun in der ersten seiner beiden Noten eine Lösung des so vereinfachten Problems. Er setzt dabei voraus, dass es eine Kräftefunction giebt, d. h. dass die Kraft gleichzeitig von der Entfernung des Punktes vom festen Centrum und von dem Winkel abhängt, den die Richtung der Kraft mit einer festen Geraden der Ebene macht. Unter Anwendung von Polarcoodinaten erhält er \[ F=\frac{C^2}{r^2} \left( \frac 1 r + \frac{d^2 \left( \frac 1 r \right)}{d\omega^2} \right), \] wo \(C\) die Flächenconstante, \(F\) die Grösse der Kraft, \(r\) und \(\omega\) die Coordinaten des beweglichen Körpers sind. Soll die Bahn ein Kegelschnitt sein, so kommt dazu eine Gleichung von der Form \[ \frac 1 r = a\cos\omega+b\sin\omega+ \sqrt{A\cos 2\omega+B\sin 2\omega+H}, \] wo \(a,b,A,B,H\) die 5 den Kegelschnitt bestimmenden Parameter sind. Daraus ergiebt sich dann für \(F\) \[ F=\frac{C^2(H^2-A^2-B^2)} {r^2(A\cos 2\omega+B\sin 2\omega+H)^{\frac 3 2}}. \] Dieser Ausdruck giebt zwei Lösungen des Problems. In der einen wird \[ A=\theta^2 \alpha, \quad B=\theta^2\beta, \quad H=\theta^2 h, \quad C^2(H^2-A^2-B^2)=\mu \theta^2 \] gesetzt und ergiebt: \[ F=\frac{\mu} { r^2(\alpha \cos 2\omega+\beta \sin 2\omega+h)^{\frac 3 2}}, \] und als Bahn \[ \frac 1 r = a\cos\omega+b\sin\omega+ \theta \sqrt{\alpha \cos 2\omega+\beta \sin 2\omega+h}. \] Die durch die letztere Gleichung dargestellten Kegelschnitte haben die Eigenschaft, dass sie bei Variirung von \(a,b,\theta\) in Berührung bleiben mit zwei festen reellen oder imaginären Geraden, die durch den Coordinatenanfangspunkt gehen. Hängt die Kraft nicht von \(\omega\) ab,so wird \(\alpha=\beta=0\) und man erhält das Newton'sche Gesetz. Um zur zweiten Lösung zu gelangen, giebt der Verfasser dem \(F\) die Form \[ F=\frac{C^2(H^2-A^2-B^2)} {r^2 \left( \frac 1 r -a\cos \omega -b\sin\omega \right)^3}. \] Bestimmt man dann die Flächenconstante durch die Formeln \[ C^2(H^2-A^2-B^2)=\mu, \] so ergiebt sich eine zweite Lösung. In einer zweiten Note zeigt dann Herr Darboux, dass diese Lösungen die einzig möglichen sind, behandelt darauf kurz den ursprüglich ausgeschlossenen Fall, wo die Kegelschnitte durch das anziehende Centrum gehen, und giebt endlich die oben gefundenen Ausdrücke für \(F\) auch in rechtwinkligen Coordinaten. Herr Halphéntsprechende endlich behandelt dasselbe von Herrn Bertrand aufgestellte Problem. Er geht dabei von folgenden Satze aus: Wenn eine Kraft, die nur von der Lage ihres Angriffspunktes abhängt, diesen Punkt, wie auch die Anfangsumstände sein mögen, eine ebene Bahn beschreiben lässt, so geht diese Kraft durch einen festen Punkt oder ist einer festen Richtung parallel. Das Resultat, zu dem er gelangt, spricht er in folgender Weise aus. 1) Gegeben sei eine Kraft, die durch einen festen Punkt (den Anfangspunkt des Coordinatensystems) geht und direct proportional ist der Entfernung des Punktes vom Angriffspunkt und umgekehrt proportional der \( \frac 3 2 ^{\text{ten}} \) Potenz eines homogenen Polynomens \(P\) vom zweiten Grade in Bezug auf die Coordinaten der Angriffspunkte. Unter Wirkung dieser Kraft beschreibt jeder materielle Punkt einen Kegelschnitt, den der Kegel \(P=0\) doppelt berührt. 2) Gegeben sei eine Kraft, die durch einen festen Punkt geht, direct proportional der Entfernung dieses Punktes vom Angriffspunkt und umgekehrt proportional dem Cubus der Entfernung dieses letzteren von einer festen Ebene. Dann beschreibt ein materieller Punkt einen Kegelschnitt, in Beziehung auf welchen die Polare des Punktes in der festen Ebene liegt.
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