Elementare Quantenmechanik. (Q1832976)

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scientific article; zbMATH DE number 2568214
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    Elementare Quantenmechanik.
    scientific article; zbMATH DE number 2568214

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      Elementare Quantenmechanik. (English)
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      1930
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      Das vorliegende Buch bildet das Standardwerk der von der Matrizenmechanik her entwickelten Quantenmechanik. Es ist die quantenmechanische Fortsetzung der auf Grund der \textit{Bohr}schen Theorie 1925 von \textit{Born} und \textit{Hund} geschriebenen ``Vorlesungen über Atommechanik'' (F. d. M. 51, 727 (JFM 51.0727.*)). ``Die Hoffnung, daß der Schleier, der damals noch über der eigentlichen Struktur der Atomgesetze hing, bald fallen müsse, hat sich in überraschend schneller und gründlicher Weise erfüllt. Kurz nach dem Erscheinen des ersten Bandes -- und im Zusammenhang mit den im Göttinger Kreise bei der Ausarbeitung des Werkes betriebenen Studien -- entstand die Quantenmechanik, an der gleich nach Heisenbergs grundlegender Abhandlung die beiden Verfasser des Buches mitarbeiten konnten. Bald darauf erwuchs ganz unabhängig aus den kühnen Gedanken De Broglies Schrödinger Wellenmechanik. Es erwies sich die Schrödingersche Methode als besonders fruchtbar, und sie übte durch ihre Ähnlichkeit mit den bekannten Vorstellungsweisen der älteren theoretischen Physik (Verwendung von Differentialgleichungen in einem Kontinuum) eine große Anziehungskraft aus. So ist es gekommen, daß es bereits einige zusammenfassende Darstellungen gibt, die fast ausschließlich die Wellenmechanik behandeln.'' ``Um so mehr schien es angebracht, ein Bild der neuen Mechanik zu entwerfen, das von einem ganz anderen Gesichtspunkt aufgenommen ist. Wir sind überzeugt daß die wahre Verbindung zwischen klassischer und neuer Mechanik nicht so sehr auf der formalen Ähnlichkeit der wellenmechanischen Differentialgleichungen und Randwertprobleme mit den Methoden der klassischen Kontinuumsphysik beruht, als auf dem Korrespondenzprinzip von Niels Bohr; ja wir sehen in der neuen Mechanik die strenge Durchführung des Bohrschen Programms. Wir sind der Meinung, daß die neue Mechanik keine Annäherung an die klassischen Vorstellungen und keine Abkehr von den Bohrschen Begriffsbildungen (stationäre Zustände, Quantensprünge, Übergangswahrscheinlichkeiten) bedeutet, sondern gerade ihren systematischen Ausbau zu einem logisch geschlossenen System.'' ``Bei der Durchführung unserer Absicht haben wir uns von dem Gedanken leiten lassen, einmal zu versuchen, wie weit man mit elementaren, d. h. in der Hauptsache algebraischen Mitteln kommen kann; wir wollten alle grundlegenden Begriffe und Vorstellungen in engem Anschluß an das Korrespondenzprinzip entwickeln und durch Beispiele erläutern.'' Inhalt: I. Physikalische Grundlegung. (Rückblick auf \textit{Bohr}s Theorie und die Vorläufer der Quantenmechanik.) II. Mathematische Grundlagen. (Zusammenstellung des gesamten mathematischen Rüstzeugs für die Matrizenmechanik: Matrizen, Matrizenfunktionen, \textit{Hilbert}-Vektoren und -Tensoren, Hauptachsentransformation hermitescher Formen, Extremaleigenschaft der Eigenwerte, gleichzeitige Hauptachsentransformation vertauschbarer Matrizen, Zerlegbarkeit von Matrizensystemen, simultane Diagonaltransformation zweier Formen.) Dies Kapitel bekommt seinen besonderen Wert durch die Darlegung der quantenmechanischen Transformationstheorie, welche die Wellenmechanik einerseits und die Matrizenmechanik andererseits als zwei Betrachtungsweisen einer und derselben Quantenmechanik zu verstehen gestattet. III. Die Gesetze der Matrizenmechanik. (Hier sind vorwiegend solche Gegenstände betrachtet, die in den wellenmechanischen Büchern kaum zu finden sind. Vertauschungsrelationen, kanonische Bewegungsgleichungen für abgeschlossene Systeme, Existenz und Bestimmtheit der Lösung der Bewegungsgleichungen, Eigenwertprobleme, Integrale der Bewegungsgleichungen und kontinuierliche Gruppen, Anwendungen.) IV. Gesetze über den Drehimpuls. (Vertauschungsregeln, Vertauschbarkeit des Drehimpulses mit drehinvarianten Größen, Zerlegung der Drehimpulsmatrizen, Auswahl für Drehimpuls-Quantenzahlen, Schwingungsamplituden beim \textit{Zeeman}-Effekt, Dreh- und Spiegelungsinvarianten von Raumtensoren, \textit{Zeeman}-Intensitäten und andere Anwendungsbeispiele, von denen besonders die matrizenmechanische Ableitung der \textit{Balmer}-Terme ein interessantes Gegenstück zur gewöhnlichen wellenmechanischen ist.) V. Störungstheorie. (Störungsrechnung und Anwendungen: Kopplung von Rotation und Schwingung zweiatomiger Moleküle, elektrische Polarisierbarkeit, \textit{Zeewan}-Effekt, Dispersion des Lichts, optische Aktivität, Doppelbrechung, Streustrahlung, Fluoreszenz.) VI. Statistische Deutung der Quantenmechanik. (Meßbare Größen und Eigenwerte, Wahrscheinlichkeiten von Größen, Wahrscheinlichkeitsvektoren, Grenzen der Meßbarkeit, Gemenge, reiner Fall, Quantenmechanik und Determinismus, Übergangswahrscheinlichkeit bei äußerer Einwirkung, Adiabatensatz, Lichtabsorption, Resonanz.) Die vom erstgenannten Verf. zuerst angenommene statistische Deutung der Quantenmechanik wird hier besprochen. VII. Einleitung in die Quantentheorie des Lichts. (\textit{Planck-Einstein}sche Arbeiten über Strahlung, \textit{Dirac}sche Strahlungstheorie.) Anhang. Besprechungen: E. Bloch; Revue générale des Sc. 41 (1930), 375-376. L. Brillouin; Revue philosophique 110 (1930), 472. C. G. D.; Nature 126 (1930), 561. L. Flamm; Monatshefte f. Math. 39 (1932), 30-31 kursiv. P. Hertz; Z. f. math. Unterricht 63 (1932), 412. W. Pauli jr.; Naturwissenschaften 18, 602.
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