Die Zahlenbegriffe der Dravida, der Hamiten, der Semiten und der Kaukasier; ein vierter Beitrag zur Geistesgeschichte des Menschen. (Q2579458)

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scientific article; zbMATH DE number 2501992
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    Die Zahlenbegriffe der Dravida, der Hamiten, der Semiten und der Kaukasier; ein vierter Beitrag zur Geistesgeschichte des Menschen.
    scientific article; zbMATH DE number 2501992

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      Die Zahlenbegriffe der Dravida, der Hamiten, der Semiten und der Kaukasier; ein vierter Beitrag zur Geistesgeschichte des Menschen. (English)
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      1941
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      In diesem Beitrag, der leider unvergleichlich kürzer als die drei vorangehenden geworden ist, kommen doch rund 200 Zahlenreihen zur Besprechung. Den Anfang bilden zwei Nachträge, einer zum Alttürkischen, in dem auf Analogie einer auf alttürkischen Inschriften aus sehr alter Zeit befindlichen Zählweise mit der Zählweise in zentralamerikanischen Sprachen verwiesen wird, -- ``vier zwanzig'' bedeutet ``14'', nämlich die ``4'' der zweiten Dekade, die ja bis ``20'' reicht -- und einer zu den südamerikanischen Sprachen. Im zweiten ist hochinteressant die Mitteilung aus einem Brief von Herrn de Goeje, wonach im Oayana dort für ``4'' gesagt wird ``Ehefrau daseiend'', für ``5'' aber ``ohne Ehefrau'', oder genauer ``Ehefrau ohne''. Es ist dies der erste mir bekannt werdende Fall, wo beim Aufbau des Zweiersystems primitiver Völker das ``Ehepaar'' eine Rolle spielt, eine Vermutung, welche der Sprachforscher P. W. Schmidt 1926 in seinen ``Sprachfamilien und Sprachenkreisen'' vorbrachte, aber nicht belegte. Von Interesse sind ferner die hohen Zahlbildungen in manchen dravidischen Sprachen (bis zu 10\,000\,000), die nicht unbedingt den übrigen indischen nachgebildet zu sein brauchen. Eigenartig ist weiter, daß bei gewissen westhamitischen Stämmen die Zählweise der Frauen von der der Männer abweicht, was an die gleiche Erscheinung bei den Cariben Westindiens erinnert. Das Zahlensystem der Guanchen, die als Cro-Magnonleute zu den Trägern der vorindogermanischen Bevölkerung Europas zählen, hat wie das der Indogermanen, Sudanneger und Finno-Ugrier ursprünglich bei 8 geendet und ist erst nachträglich auf 10 erweitert worden. Auch in gewissen Somalidialekten reichen die Zahlen sehr hoch hinauf: 1 Million wird als \(10\cdot 100\cdot 1000\) ausgedrückt. Die Osthamiten bezeichnen wahrscheinlich 7 als ``\(6 + 1\)'', 8 als ``\(2 \cdot 4\)'', 9 als ``\(10 - 1\)'' oder ``\(5 + 4\)''.
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