Elementary topics in mathematical logic. I. The algebra of classes. II. The algebra of propositions. III. Set theory. (Q2579568)
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scientific article; zbMATH DE number 2502112
| Language | Label | Description | Also known as |
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| English | Elementary topics in mathematical logic. I. The algebra of classes. II. The algebra of propositions. III. Set theory. |
scientific article; zbMATH DE number 2502112 |
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Elementary topics in mathematical logic. I. The algebra of classes. II. The algebra of propositions. III. Set theory. (English)
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1941
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I enthält einen einführenden Überblick über die Algebra der Klassen auf intuitiver Basis (weder Formalisierung noch Axiomatisierung), mit Betonung der Theorie der Normalformen und der Eliminationstheorie. II enthält einen entsprechenden Überblick über die Algebra der zweiwertigen Wahrheitsfunktionen mit zahlreichen Anwendungen und mit einem Korrespondenzprinzip (S. 35), das ich hier nicht reproduziere, weil ich seine Formulierung nicht billigen kann. -- III ist das Kernstück. Es enthält einen formalisierten mengentheoretischen Aufbau der Logik, der Algebra der Klassen und vor allem der Mathematik bis zur Analysis einschließlich. Basis: die Menge der aussagenlogischen Identitäten. 12 nicht-formalisierte, 9 formalisierte Axiome. Die nicht-formalisierten Axiome sind bis auf Axiom I (Einführung der Menge der aussagenlogischen Identitäten) als Regeln des Schließens formuliert: zwei Einsetzungsregeln für Aussagenvariable (II) und Objektvariable (IV), die Abtrennungsregel (III), eine Umbenennungsregel für gebundene Variable (V), vier Quantifizierungsregeln (VI\(-\)IX), sodann, entscheidend (siehe unten!), eine limitierte Komprehensionsregel (X), schließlich zwei Regeln, durch die der Schluß auf die Existenz gewisser wesentlicher Mengen gesichert wird (XI und XII). XII ist das Fraenkelsche Ersetzungsprinzip. -- Von den neun formalisierten Axiomen ist (1) das Extensionalitätsaxiom, (2) bis (7) fordern die Existenz gewisser wesentlicher Mengen [(7) ist das Unendlichkeitsaxiom]. (8) ist das Auswahlaxiom, (9) das die Existenz von Urelementen sichernde \textit{Zermelo}sche Fundierungsaxiom (Fundam. Math., Warszawa, 16 (1930), 29-47 (JFM 56.0082.*), S. 31), aus dem sich die Beweisbarkeit von -- \(x\in x\) ergibt. In der vorliegenden Formalisierung lautet es so: Axiom 9. \(x\in a\to Eb\) \(\bigl(b\in a\land -Ey(y\in a\land y\in b)\bigr)\), wo ``\(E\)'' das Symbol für ``Es existiert wenigstens ein \dots, so daß''. Ist A eine Formel, \(x\) eine Objektvariable (\(x\) braucht in \(A\) nicht vorzukommen) so ist \(\hat xA\) -- \textit{die} \(x\), so \textit{daß} \(A\) - ein Term. Daß \(A\) eine Klasse ist, werde symbolisiert durch ``\(KA\)''. Dann lautet das limitierte Komprehensionsaxiom so: Axiom X: Von \(K\hat xM\) darf geschlossen werden auf \(x\in \hat xM\longleftrightarrow M\), wo \(M\) eine Formel ist; entsprechend für jede andere Objektvariable an Stelle von \(x\). -- Mit Hilfe dieses Axioms kann gezeigt werden, daß \(\hat x(-x\in x)\) keine Menge ist, obschon \(x\in x\) eine Formel, -- \(x\in x\) sogar beweisbar ist. Hierdurch wird die Russellsche Antinomie zum Verschwinden gebracht, ohne daß von den typentheoretischen Beschränkungen der Formelmenge Gebrauch gemacht wird. -- Auf Grund von Axiom X wird gesagt werden dürfen, daß die vorliegende Konstruktion sich an der entscheidenden Stelle stützt auf die Konstruktion von \textit{W. Ackermann}, Mengentheoretische Begründung der Logik (Math. Ann., Berlin, 115 (1937), 1-22; JFM 64.0827.*). Vgl. das Ackermannsche Axiomenschema III 1 (a. a. O. 8). Sie ist wie diese eine Formalisierung der Zermelo-Basis. Das System ist so konstruiert, daß die Menge der formalisierten Axiome endlich ist, also keine Axiomenschemata enthält. Es ist das erste mir bekannte System dieser Art. Es scheint mir, daß solche Systeme erstrebenswert sind, weil bei Zulassung von Axiomenschemata der wichtige Begriff des Axiomensystems und mit ihm der Begriff der Axiomatisierbarkeit schwerlich werden präzisiert werden können. Es ist zu bedauern, daß die auf der vorgetragenen Basis formalisierte Mathematik nicht mehr hat vorgetragen werden können.
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