Die dreigliedrigen Berührungstransformationsgruppen der Ebene, welche keine Invarianten erster Ordnung besitzen. II. (Q2586971)
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scientific article; zbMATH DE number 2506566
| Language | Label | Description | Also known as |
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| English | Die dreigliedrigen Berührungstransformationsgruppen der Ebene, welche keine Invarianten erster Ordnung besitzen. II. |
scientific article; zbMATH DE number 2506566 |
Statements
Die dreigliedrigen Berührungstransformationsgruppen der Ebene, welche keine Invarianten erster Ordnung besitzen. II. (English)
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1940
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Die im J. reine angew. Math. 181 (1939), 133-152 (F. d. M. 65, 411 (JFM 65.0411.*)) erschienene Abhandlung wird hier zum Abschlusse gebracht. Es handelt sich darum, die verschiedenen Typen von \(G_{3}\), die keine Invariante 1. Ordnung besitzen, innerhalb einer beliebigen \(G_{8}\) zu charakterisieren, die durch Berührungstransformation mit der allgemeinen projektiven Gruppe der Ebene ähnlich ist. Die gesuchte Klassifikation wird geliefert erstens durch die Gliederzahlen der derivierten Gruppen der \(G_{3}\), zweitens durch die Anzahl der bei der \(G_{3}\) invarianten infinitesimalen Transformationen. Eine wesentliche Rolle spielen dabei die singulären invarianten Differentialgleichungen 2. Ordnung der \(G_{3}\), das sind die, die auch bei der mit der \(G_{3}\) vertauschbaren infinitesimalen Transformation invariant bleiben. Es kann ferner jede bei der \(G_{3}\) invariante Differentialgleichung 2. Ordnung auf zwei, unter Umständen zusammenfallende invariante Scharen von je \(\infty ^1\) Differentialgleichungen 1. Ordnung zurückgeführt werden. Endlich sind ausgezeichnet die fixen invarianten Differentialgleichungen 2. Ordnung einer \(G_{3}\), nämlich die, die eine möglichst große Gruppe von Transformationen gestatten. Sie sind alle singulär, aber es brauchen nicht alle singulären fix zu sein. Von Wichtigkeit ist es, zu wissen, in wie vielen verschiedenen \(G_{8}\) eine vorgelegte \(G_{3}\) stecken kann. Auch dafür werden alle Möglichkeiten angegeben. Nun ist eine \(G_8\) durch zwei Funktionen \(\alpha \), \(\beta \) von \(x\), \(y\), \(y'\) gekennzeichnet, und jede in ihr enthaltene \(G_{3}\) durch zwei andere \(\sigma \), \(\tau \). Es gelingt dem Verf., für jeden einzelnen Typus von \(G_{3}\) die diesen charakterisierenden Differentialgleichungen zwischen den Funktionen \(\alpha \), \(\beta \), \(\sigma \), \(\tau \), einer \textit{Basis} des Typus aufzustellen. Den Punkten und den Geraden der Ebene entsprechen bei der \(G_{8}\) zwei Scharen \(\mathfrak C_\alpha \), \(\mathfrak C_\beta \) von je \(\infty ^2\) Kurven (Vereinen). Jede \(\mathfrak C_\alpha ^0\) wird von \(\infty ^1\mathfrak C_\beta \) berührt, und jede dieser \(\mathfrak C_\beta \) von je \(\infty ^1\;\mathfrak C_\alpha \). Auf diese Weise bestimmt jede \(\mathfrak C_\alpha ^0\) eine Zerlegung aller \(\infty ^2\mathfrak C_\alpha \) in \(\infty ^1\) Scharen von je \(\infty ^1\,\mathfrak C_\alpha \), und diese Zerlegung bleibt invariant bei der größten Untergruppe \(G_{6}\) der \(G_{8}\), welche die \(\mathfrak C_\alpha ^0\) invariant läßt. Ähnliches gilt für jede \(\mathfrak C_\beta ^0\). Die Definitionsgleichungen dieser Untergruppen können aufgestellt werden, ebenso werden alle die betreffenden Zerlegungen durch Differentialgleichungen definiert. Jede \(\mathfrak C_\alpha ^0\) bildet mit jeder sie berührenden \(\mathfrak C_\beta ^0\) eine Figur, die bei einer Untergruppe \(G_{5}\) der \(G_{8}\) invariant bleibt. Diese \(G_{5}\) entspricht der projektiven Gruppe eines Linienelementes. Es folgt die Untersuchung der Gruppen, die mit der viergliedrigen äquiformen Gruppe der Ebene durch Berührungstransformation ähnlich sind. Zu jeder in einer solchen Gruppe steckenden \(G_{3}\) von der hier betrachteten Art gehören gewisse invariante Zerlelegungen der \(\mathfrak C_\alpha \) und der \(\mathfrak C_\beta \). Diese invarianten Zerlegungen werden dann auch für die übrigen \(G_{3}\) bestimmt. Schließlich entwickelt der Verf. eine neue Art von Klassifikation der hier behandelten \(G_{3}\), und zwar durch Betrachtung der invarianten Bogenelemente 1. Ordnung, die zu jeder solchen Gruppe gehören. Ein derartiges Bogenelement bestimmt erstens gewisse Minimalen (Kurven von der Länge Null), zweitens, wenn es kein vollständiges Differential ist, gewisse Extremalen. Die Bogenelemente, deren Extremalen mit den Minimalen zusammenfallen oder unbestimmt sind, heißen \textit{ausgeartet}. Zu jedem nicht ausgearteten Bogenelemente gehört ein kovariantes, das die Extremalen des ersten zu Minimalen hat. Unter Umständen ist dann in diesem Sinne auch das erste Bogenelement zu dem zweiten kovariant, so daß jedes die Minimalen des anderen zu Extremalen hat. Durch Zuziehung der zu einer \(G_{3}\) der hier betrachteten Art gehörigen invarianten Bogenelemente lassen sich die unendlich vielen Basen, die eine solche \(G_{3}\) hat, aus einer unter ihnen ableiten. Jedes nicht ausgeartete invariante Bogenelement einer solchen \(G_{3}\) bestimmt eine Metrik für die Kurven \(\mathfrak C_\alpha \) und \(\mathfrak C_\beta \), die eine Verallgemeinerung des Abstands- und des Winkelbegriffs der gewöhnlichen Geometrie darstellt. Von besonderer Wichtigkeit ist selbstverständlich die sich so ergebende Verallgemeinerung der Metrik der nichteuklidischen und der euklidischen Geometrie.
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