Zur analytischen Geometrie in der Ebene von Hermite. (Q2588071)
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scientific article; zbMATH DE number 2507546
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| English | Zur analytischen Geometrie in der Ebene von Hermite. |
scientific article; zbMATH DE number 2507546 |
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Zur analytischen Geometrie in der Ebene von Hermite. (English)
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1940
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Faßt man in der komplexen projektiven Ebene die Koordinaten der Punkte \(x\) und \(y\) zu einspaltigen Matrizen zusammen, die wir ``Vektoren'' \(\mathfrak x\) und \(\mathfrak y\) nennen, und definiert man mittels der gestürzten Matrix \(\mathfrak x'\) und \(\mathfrak y\) Innenprodukte \((\mathfrak{ x'}\cdot \bar{\mathfrak y}) = (\mathfrak x\bar{\mathfrak y})= \sum\limits_0^2 x_k\bar y_k\), so soll der projektiven Ebene durch die Entfernungsdefinition \(\cos^2\vartheta=\dfrac{(\mathfrak x\bar{\mathfrak y})(\mathfrak y\bar{\mathfrak x})} {(\mathfrak x\bar{\mathfrak x})(\mathfrak y\bar{\mathfrak y})}\) eine Hermitesche Metrik aufgeprägt werden. Normiert man durch die Forderung \((\mathfrak x\bar{\mathfrak x}) = 1\) die Vektoren \(\mathfrak x\), wodurch sie bis auf einen unimodularen skalaren Faktor festgelegt sind, so daß also \(\mathfrak x\) und \({\mathfrak x}^*=e^{i\varphi} \mathfrak x\) denselben genormten Punkt liefern, so soll durch (*) \(\mathfrak p = \mathfrak x \cos \vartheta + \mathfrak y \sin\vartheta\) mit reellem \(\vartheta\) und orthogonalen genormten Vektoren \(\mathfrak x\), \(\mathfrak y\) eine aus lauter genormten Punkten aufgebaute Normalkette \(N_{\text{I}}\) und durch \(\mathfrak p = \xi\mathfrak x+\eta\mathfrak y+\zeta\mathfrak z\) mit reellen durch \(\xi^2+\eta^2+\zeta^2=1\) verbundenen und wieder paarweise orthogonalen und genormten Punkten \(\mathfrak x\), \(\mathfrak y\), \(\mathfrak z\) eine Normalkette \(N_{\text{II}}\) bestimmt sein. Die Punkte \(\mathfrak x\) und \(\mathfrak y\) bzw. \(\mathfrak x\), \(\mathfrak y\) und \(\mathfrak z\) werden dabei als die \textit{Basis} der betreffenden Kette bezeichnet. Es wird nach den \textit{Invarianten} von Punkten, Normalketten \(N_{\text{I}}\) und \(N_{\text{II}}\) gegenüber der Gruppe \(G_{\text{VIII}}\) (mit acht reellen Parametern) von \textit{Hermiteschen Bewegungen} gefragt. Zunächst haben ein \textit{Punkt} \(\mathfrak p\) und eine \textit{Normalkette} \(N_{\text{I}}\) \textit{zwei Invarianten}, d. h. zwei Größen, die durch ihre Gleichheit die Hermitesche Bewegungsäquivalenz der aus Punkt und Normalkette \(N_{\text{I}}\) bestehenden Figuren sicherstellen. Sind \(\mathfrak x\) und \(\mathfrak y\) wie oben eine Basis von \(N_{\text{I}}\), und setzt man \(a = (\mathfrak p\bar{\mathfrak x})\), \(b = (\mathfrak p\bar{\mathfrak y})\), so hat man etwa für diese Invarianten: \[ \cos^2\varrho = a\bar a + b\bar b,\quad i\omega = \begin{vmatrix} a & \bar a\\ b &\bar b\\ \end{vmatrix}. \] Als einfache geometrische Deutung hat man: \(\varrho = 0\) ist die (gemeint ist immer notwendige und hinreichende) Bedingung dafür, daß der Punkt \(\mathfrak p\) mit der Trägergeraden der Normalkette \(N_{\text{I}}\) inzident sei; \(\omega=0\) aber besagt, daß \(\mathfrak p\) und \(N_{\text{I}}\) einer Normalkette \(N_{\text{II}}\) angehören. Man kann übrigens \(\varepsilon\) vermöge \(\sin 2\varepsilon = \dfrac{\omega}{\cos^2\varrho}\) definieren und als den Abstand des Punktes \(\mathfrak p\) von der Kette \(N_{\text{I}}\) bezeichnen. Sind zwei Normalketten \(N_{\text{I}}\), \(N_{\text{I}}^*\) gegeben, so haben sie vier Invarianten \(\varrho_{ik}\), nämlich die Entfernungskosinusse der Basispunktepaare \(\mathfrak x_1\), \(\mathfrak x_2\); \(\mathfrak y_1\), \(\mathfrak y_2\) auf den beiden Ketten, die noch durch \(\begin{vmatrix} r_{11}&\bar r_{11}\\ r_{22}&\bar r_{22} \end{vmatrix} = 0\), \(\begin{vmatrix} r_{12}&\bar r_{12}\\ r_{21}&\bar r_{21} \end{vmatrix} = 0\) normiert sind, wobei \(r_{ik} = (\mathfrak x_i\bar{\mathfrak y_k})\) gesetzt ist. Sie sind unabhängig in dem Sinne, daß zwischen ihnen keine Gleichungen bestehen. Mit ihnen verbunden ist die bereits abhängige fünfte Invariante \(\omega\), definiert durch die Gleichung \[ 2\varrho_{11}\varrho_{12}\varrho_{21}\varrho_{22}\cos4\omega = 1-(\varrho^2_{11}+\varrho^2_{12}+\varrho^2_{21}+\varrho^2_{22}) + (\varrho^2_{11}\varrho^2_{22}+\varrho^2_{12}\varrho^2_{21}). \] Man kann an die Stelle dieser vier Invarianten auf verschiedene Arten andere setzen und sich dabei auch von den besonderen Normierungen (*) freizumachen versuchen. Etwa kann man die vier Größen \[ \lambda=\begin{vmatrix} r_{11}&\bar r_{21}\\ r_{12}&\bar r_{22}\end{vmatrix} \begin{vmatrix} r_{21}&\bar r_{11}\\ r_{22}&\bar r_{12}\end{vmatrix},\quad \mu=r_{11}\bar r_{11}+r_{12}\bar r_{12}+r_{21}\bar r_{21}+r_{22}\bar r_{22}, \] \[ \sigma = -i \begin{vmatrix} a_{1}&\bar a_{1}\\ a_{2}&\bar a_{2}\end{vmatrix},\quad \tau=-i \begin{vmatrix} b_{1}&\bar b_{1}\\ b_{2}&\bar b_{2}\end{vmatrix}, \] die noch bei den Umnormierungen \(\mathfrak x_j^* = e^{i\psi}\mathfrak x_j\), \(\mathfrak y_k^*=e^{i\varphi}\mathfrak y_k\), \(r_{jk}^* = e^{i(\psi-\varphi)}\cdot r_{jk}\) ungeändert bleiben, verwenden. Sie hängen mit den obigen fünf abhängigen Invarianten so zusammen: \[ \begin{matrix}\l&\l\\ \lambda = 2(\varrho_{11}\varrho_{22} - \varrho_{12}\varrho_{21}),& \mu = \varrho_{11}^2 + \varrho_{12}^2+\varrho_{21}^2 + \varrho_{22}^2;\\ \\ \sigma = 2(\varrho_{12}\varrho_{22} - \varrho_{21}\varrho_{11}) \sin 2\omega, \quad& \tau = 2(\varrho_{12}\varrho_{11}-\varrho_{21}\varrho_{22}) \sin2\omega\\ \end{matrix} \] und sind selbst unabhängig. Es gilt: Die notwendigen und hinreichenden Bedingungen dafür, daß zwei Normalketten \(N_{\text{I}}\) sich schneiden, sind \(\sigma = \tau = 0\). Und für zwei Normalketten \(N_{\text{I}}\), die auf derselben Geraden liegen, ist \(\sigma = \tau = 0\), \(\lambda = 2\cos 2\varphi\), \(\mu = 2\), wobei \(\varphi\) den Winkel der beiden \(N_{\text{I}}\) bezeichnet. Die Unabhängigkeit der vier Invarianten wird dadurch gezeigt, daß man sie nochmals durch vier andere ausdrückt, die selbst wieder unabhängig sind und in einfachem Zusammenhang mit ihnen stehen, auch geometrischer Deutung leichter zugänglich sind. Nimmt man nämlich an, die Normalketten seien \(N_{\text{I}}\) und \(N^*_{\text{I}}\), und der Schnittpunkt ihrer projektiven Trägergeraden sei \(\mathfrak p\), bestimmt man ferner auf ihren Trägergeraden \(\mathfrak g\) und \(\mathfrak g^*\) die Punkte \(\mathfrak q\) und \(\mathfrak r\) orthogonal zu \(\mathfrak p\), und normt diese so, daß die Normalketten \([\mathfrak p, \mathfrak q]\) und \([\mathfrak p, \mathfrak r]\) beziehungsweise durch die Mittelpunkte der Ketten \(N_{\text{I}}\) und \(N^*_{\text{I}}\) laufen, wählt man weiter die Schnittpunkte der Ketten \([\mathfrak p, \mathfrak q]\) und \(N_{\text{I}}\) bzw. \(N^*_{\text{I}}\) als Basispunkte \(\mathfrak x_1, \mathfrak x_2\); \(\mathfrak y_1, \mathfrak y_2\) dieser Ketten, setzt man endlich noch \((\mathfrak q \bar\mathfrak r) = r = e^{i\zeta}\cdot\cos\vartheta\), und sind \(\varepsilon\) und \(\eta\) die Parameter in den beiden Kettendarstellungen (*), so wird \[ \begin{matrix}\l\\ \lambda = (1 + r\bar\boldsymbol r) \sin 2\varepsilon \sin 2\eta + (r + \bar\boldsymbol r) \cos 2\varepsilon \cos 2\eta,\\ \mu = 1 + r\bar\boldsymbol r= 1+ \cos 2\vartheta = 2\cos^2\dfrac\vartheta2;\\ \sigma = \sin^2\vartheta\sin 2\varepsilon,\quad \tau = \sin^2\vartheta\sin 2\eta. \end{matrix} \] \(\varepsilon\) und \(\eta\) sind also, geometrisch gedeutet, die Abstände des Punktes \(\mathfrak p\) von den Ketten \(N_{\text{I}}\) und \(N^*_{\text{I}}\). Der Nachteil, der diesem System von unabhängigen Invarianten \(\lambda\), \(\mu\), \(\sigma\), \(\tau\) anhaftet, nämlich seine Unempfindlichkeit gegenüber dem Zeichenwechsel von \(\zeta\), kann hilfsweise dadurch beseitigt werden, daß man noch eine fünfte Invariante hinzunimmt, die mit \(\zeta\) das Zeichen wechselt, wodurch dann ein vollständiges Invariantensystem entsteht. Diese Invariante ist \[ \nu = 2 \sin\zeta \sin^2\vartheta \cos\vartheta \cos 2\varepsilon \cos 2\eta. \] Stimmen die aus zwei Normalketten \(N_{\text{I}}\) und \(N^*_{\text{I}}\) bestehenden Figuren in allen fünf Invarianten \(\lambda\), \(\mu\), \(\sigma\), \(\tau\); \(\nu\) überein, so sind sie ineinander durch Hermitesche Bewegungen überführbar. Es folgt noch, daß zwei Normalketten derselben \(N_{\text{II}}\) angehören, wenn \(\sigma = \tau = \nu = 0\) oder \(\sigma = \tau = 0\), \(\mu-\dfrac{\lambda^2}4=1\) gilt. Wie man sieht, ist die Figur aus zwei Normalketten der Hermiteschen Ebene schon einigermaßen verwickelt. Ein Punkt \(\mathfrak x\) und eine Normalkette \(N_{\text{II}}\), die bezogen seien auf die Basis \(\mathfrak y_1\), \(\mathfrak y_2\), \(\mathfrak y_3\), haben \textit{eine} Invariante, die Entfernung \(2\xi\). Ist \(\mathfrak x = p_1\mathfrak y_1 + p_2\mathfrak y_2 + p_3\mathfrak y_3\) mit \(\sum p_j\bar p_j = 1\), so heißt der Punkt \(\mathfrak x^* = \bar p_1\mathfrak y_1 + \bar p_2\mathfrak y_2 + \bar p_3\mathfrak y_3\) der Spiegelpunkt von \(\mathfrak x\) an der Kette \(N_{\text{II}}\); sodann hat man: \[ \cos^2 2\xi = (\mathfrak x\bar{\mathfrak x}^*)(\bar{\mathfrak x}\mathfrak x^*) = \sum p_j^2\sum\bar p_j^2. \] Die Frage nach den Invarianten einer Normalkette \(N_{\text{I}}\) und einer Normalkette \(N_{\text{II}}\) kommt zurück auf jene eben behandelte Frage nach den Invarianten zweier \(N_{\text{I}}\). Zunächst kann man nämlich zeigen, daß zwei (orientierte) Normalketten \(N_{\text{I}}\) und \(N_{\text{I}}^*\) genau dann Spiegelbilder voneinander an (mindestens) einer Normalkette \(N_{\text{II}}\) sind, wenn \(\sigma+\tau = 0\) ist. Ferner gilt: Gibt es zu zwei Normalketten \(N_{\text{I}}\), \(N_{\text{I}}^*\) mehr als eine \(N_{\text{II}}\), an der sie Spiegelbilder sind, so sind diese Figuren \(N_{\text{I}}\), \(N_{\text{I}}^*\), \(N_{\text{II}}\) untereinander im Hermiteschen Sinne bewegungskongruent. Daraus schließt man: Die gemeinsamen Invarianten einer \(N_{\text{I}}\) und einer \(N_{\text{II}}\) stimmen überein mit den gemeinsamen Invarianten von \(N_{\text{I}}\) und dem Spiegelbilde \(N_{\text{I}}^*\) von \(N_{\text{I}}\) an \(N_{\text{II}}\). Um die Invarianten zweier Normalketten \(N_{\text{II}}\) zu ermitteln, wird überlegt, daß das Produkt der beiden Spiegelungen an diesen Normalketten eine Hermitesche Bewegung \(\mathfrak B\) ist. Als solche hat sie im allgemeinen einen orthogonalen Drilling von Fixpunkten und gibt daher zu zwei Invarianten Anlaß. Natürlich sind diese Fixpunkte Schnittpunkte der beiden \(N_{\text{II}}\). Im Sonderfalle besteht noch die Möglichkeit, daß als Fixpunkte der Bewegung \(\mathfrak B\) oder als Schnitt der Ketten ein isolierter Punkt und eine Normalkette \(N_{\text{I}}\) auf seiner Polargeraden vorhanden sind. Ist \(\mathfrak x = \xi_1\mathfrak x_1 + \xi_2\mathfrak x_2\) mit reellen \(\xi_i\) die Darstellung einer \textit{beliebigen} v. Staudtschen Kette \(K_{\text{I}}\), und normieren wir die Basispunkte noch so, daß für \(\xi_1=\xi_2 = 1\) ein fester vorgegebener Punkt \(\mathfrak x_0 = \mathfrak x_1 + \mathfrak x_2\) der Kette entsteht, und bilden wir die Größen \[ \alpha_{rs} = \dfrac12\big\{(\mathfrak x_r\bar{\mathfrak x}_s) + (\mathfrak x_s\bar{\mathfrak x}_r)\big\},\quad \beta_{rs} = \dfrac1{2i}\big\{(\mathfrak x_r\bar{\mathfrak x}_s) (\mathfrak x_s\bar{\mathfrak x}_r)\big\}, \tag{***} \] so ist der Ausdruck \[ \varkappa=\dfrac{\beta_{12}^2}{\alpha_{11}\alpha_{22}-\alpha_{12}^2} \] von der Wahl der Basispunkte der Kette unabhängig. Er stellt die einzige Invariante der Kette vor, die für \(\varkappa=0\) eine Normalkette wird. Deutet man die Punkte einer Geraden der Hermiteschen Ebene in geeigneter Weise auf einer Riemannschen Zahlkugel, so übertragen sich die v. Staudtschen Ketten \(K_{\text{I}}\) auf Kugelkleinkreise, die Normalketten \(N_{\text{I}}\) aber auf Großkreise. Man kann eine beliebige zweidimensionale Kette \(K_{\text{II}}\) durch vier Punkt. \(\mathfrak x_0\), \(\mathfrak x_1\), \(\mathfrak x_2\), \(\mathfrak x_3\), bestimmen, wobei die Normierung \(\mathfrak x_0=\mathfrak x_1+\mathfrak x_2+\mathfrak x_3\) möglich iste \(\mathfrak x=\xi_1\mathfrak x_1+\xi_2\mathfrak x_2+\xi_3\mathfrak x_3\) stellt dann für reelle \(\xi_i\) sämtliche Kettenpunkte dar: Führt man wieder die Größen \((***)\) ein, so ist \[ \vartheta=\dfrac{\sum \alpha_{jk}\beta_{kl}\beta_{lj}}{\text{Det}\alpha_{jk}} \] eine Invariante von \(K_{\text{II}}\). Ist \(\vartheta\neq 0\), so existiert ein ``\textit{Nabelpunkt}'' \(\mathfrak x = \omega_1\mathfrak x_1+\omega_2\mathfrak x_2+\omega_3\mathfrak x_3\) auf \(K_{\text{II}}\), d. h. ein Punkt, zu dem mehr als ein orthogonaler Punkt gehört, der wieder auf \(K_{\text{II}}\) liegt. Alle zum Nabel orthogonalen Punkte der Kette \(K_{\text{II}}\) bilden eine Kette \(K_{\text{I}}\), die als Kehle der \(K_{\text{II}}\) benannt wird. Ist \(\vartheta=0\), so liegt eine Normalkette \(N_{\text{II}}\) vor. Auf ihr sind Nabel und Kehle unbestimmt. Nehmen wir auf \(K_{\text{II}}\) eine \(K_{\text{I}}\) an, indem wir die \(\xi_i\) an eine Gleichung \[ \zeta_1\xi_1+\zeta_2\xi_2+\zeta_3\xi_3 = 0 \] mit festen \(\zeta\) binden, so ist die Invariante \(\varkappa\) dieser \(K_{\text{I}}\) \[ \varkappa=-\dfrac{(\omega_1\zeta_1+\omega_2\zeta_2+\omega_3\zeta_3)^2} {\begin{vmatrix} 0 &\zeta_1&\zeta_2&\zeta_3\\ \zeta_1&\alpha_{11}&\alpha_{12}&\alpha_{13}\\ \zeta_2&\alpha_{21}&\alpha_{22}&\alpha_{23}\\ \zeta_3&\alpha_{31}&\alpha_{32}&\alpha_{33}\\ \end{vmatrix}}. \] Die Frage nach den Invarianten zweier \(K_{\text{II}}\) gegen \(G_{\text{VIII}}\) kommt, da das Produkt der Spiegelungen an den beiden \(K_{\text{II}}\) eine Kollineation ist, zurück auf die andere nach den Bewegungsinvarianten dieser Kollineation. Ein Hinweis auf die projektive Geometrie der Ketten ist angefügt. Dort läßt sich die Invariantentheorie der Paare von Ketten mittels der Elementarteilertheorie erschöpfend erledigen. Es wird aber lediglich die Figur einer Punktkette \(\mathfrak x=\xi_1\mathfrak x_1 + \xi_2\mathfrak x_2\) und einer Geradenkette \(\mathfrak G = \varGamma_1\mathfrak G_1+\varGamma_2\mathfrak G_2\) betrachtet. Sie hat eine Invariante \(\chi\). Die Geradenkette schneidet nämlich auf der Trägergeraden der Punktkette eine zweite Punktkette aus. Und zwei Punktketten auf einem Träger haben eine projektive Invariante \(\chi\), bei Deutung auf der Riemannschen Zahlkugel z. B. ihren Schnittwinkel \(\varphi = \frac12\) arc cos \(\chi\). Setzt man etwa \(r_{jk} = (\mathfrak x_j\mathfrak G_k)\) so lautet diese Invariante, \[ \chi=\dfrac{\frac12(r_{11}\bar r_{22}-r_{12}\bar r_{21}-r_{21}\bar r_{12}+ r_{22}\bar r_{11})}{|r_{11}r_{22}-r_{12}r_{21}|}, \] und es ist \(\chi = \cos 2\varphi\). Sind in der Hermiteschen Geometrie wieder zwei Normalketten \(N_{\text{I}}\), \(N_{\text{I}}^*\) gegeben, dann kann man die Kette \(N_{\text{I}}^*\) polarisieren und erhält neben der Punktkette \(N_{\text{I}}\) jetzt eine Geradenkette. Deren projektive Invariante \(\chi\) hängt dann mit den Hermiteschen Bewegungs-Invarianten der beiden Normalketten \(N_{\text{I}}\), \(N_{\text{I}}^*\) so zusammen: \(\chi=\dfrac{\lambda}{2\cos\vartheta}\), womit eine neue geometrische Deutung der Invariante \(\lambda\) gewonnen ist. Anwendungen auf die Differentialgeometrie sollen folgen.
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