Über Helligkeitskonstruktionen auf experimenteller Grundlage und einige Bemerkungen über ``graphische Funktionen''. (Q2588488)
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scientific article; zbMATH DE number 2507937
| Language | Label | Description | Also known as |
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| English | Über Helligkeitskonstruktionen auf experimenteller Grundlage und einige Bemerkungen über ``graphische Funktionen''. |
scientific article; zbMATH DE number 2507937 |
Statements
Über Helligkeitskonstruktionen auf experimenteller Grundlage und einige Bemerkungen über ``graphische Funktionen''. (English)
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1940
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Die Helligkeitsverteilung auf krummen Flächen wird meist durch eine Formel wiedergegeben. Verf. setzt an die Stelle einer solchen eine \textit{Konstruktionsvorschrift} und gelangt damit zu weitaus besseren Ergebnissen. Die Übereinstimmung mit den von Chr. Wiener experimentell ermittelten Helligkeitswerten ist innerhalb des beschriebenen Geltungsbereiches (annähernd Diagonalbeleuchtung usw.) fast vollständig. Die größte Abweichung beträgt nur 5 v. H. gegenüber 40 oder gar 60 v. H. bei den Isophoten bzw. Isophengen! Demgemäß erscheint auch ein nach dem neuen Verfahren abschattierter Körper ungleich besser ``modelliert'' als ein etwa mittels Isophoten dargestellter, wie zwei wirkungsvolle Figuren bestätigen. - Weitreichende Analogien zeigt die Methode des Verf. mit den Konstruktionen, die aus der Helligkeitsformel von \textit{F. Rößler} (Mh. Math. Physik 46 (1937), 157-171; JFM 63.0588.*) folgen. So sind z. B. die Hellegleichen der Kugel in beiden Fällen Kreise; während ihre Ebenen jedoch bei Rößler ein Büschel bilden, umhüllen sie hier einen parabolischen Zylinder. Auf Grund dieser Ähnlichkeiten weist Verf. nach, daß die Rößlersche Hypothese unter allen bisher bekannten Formeln den tatsächlichen Verhältnissen am besten gerecht wird, und zeigt, wie diese Übereinstimmung durch eine Erweiterung der Formel noch gesteigert werden kann. Immerhin ist die größte Abweichung von den Wienerschen Messungsergebnissen noch rund dreimal so groß wie bei dem beschriebenen graphischen Verfahren. Dies legt den Gedanken nahe, auch andere Probleme, bei denen ein durch Versuche festgestellter funktionaler Zusammenhang analytisch entweder überhaupt nicht oder nicht zweckentsprechend erfaßbar ist, mittels eines geeigneten Konstruktionsprinzips zu lösen. Die Verwendung solcher ``graphischen Funktionen'' kann, wie Verf. abschließend bemerkt, der konstruierenden Geometrie einen neuen bedeutungsvollen Aufgabenkreis erschließen, in dem der reiche Vorrat an geometrischen Sätzen und Methoden in höherem Maße als bisher anderen Wissenszweigen nutzbar gemacht wird.
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