Zur arithmetischen Theorie der algebraischen Funktio\-nen. II: Allgemeine Theorie der Weierstraßpunkte. (Q2590526)
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scientific article; zbMATH DE number 2509961
| Language | Label | Description | Also known as |
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| English | Zur arithmetischen Theorie der algebraischen Funktio\-nen. II: Allgemeine Theorie der Weierstraßpunkte. |
scientific article; zbMATH DE number 2509961 |
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Zur arithmetischen Theorie der algebraischen Funktio\-nen. II: Allgemeine Theorie der Weierstraßpunkte. (English)
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1939
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Sei \(K\) ein algebraischer Funktionenkörper einer Unbestimmten vom Geschlecht über einem beliebigen Konstantenkörper \(k\). Eine natürliche Zahl \(\nu\) heißt Fehlzahl für einen Primdivisor \(\mathfrak p\) von \(K/k\), wenn es in \(K\) kein Element mit dem genauen Nenner\-divisor \(\mathfrak p^\nu\) gibt. Aus dem Riemann-Rochschen Satz folgt, daß die Fehlzahlen \(\nu<2g\) sind und daß bei algebraisch-abgeschlossenem \(k\) ihre Anzahl \(g\) ist. Verf. gibt zunähst eine auch für Primzahlcharakteristik wirklich brauchbare Definition der Weierstraß\-punkte: \(\mathfrak p\) heißt gewöhnlicher Punkt oder Weierstraßpunkt von \(K\), je nachdem unendlich viele oder nur endlich viele Primdivisoren von \(K/k\) die gleichen Fehlzahlen wie \(\mathfrak p\) haben. Er beweist sodann folgende Sätze: I. Die Anzahl der Weierstraßpunkte von \(K\) ist endlich. II. Ist \(k\) algebraisch-abgeschlossen, so haben alle gewöhnlichen Punkte von \(K\) das gleiche Fehlzahlsystem \((\nu_1,\dots,\nu_g)\) und alle Weierstraßpunkte lexikographisch größere Fehlzahlsysteme. Für \(g > 1\) gibt es mindestens einen Weierstraßpunkt. Bei Charakteristik 0 ist \((\nu_1,\dots,\nu_g) =(1,\dots, g)\). Bei Primzahlcharakteristik \(p\) kommt unter den \(\nu_i-1\) mit einer Zahl auch immer jede nicht-negative ganze Zahl vor, deren \(p\)-adische Ziffern einzeln nicht größer sind, und \((\nu_1,\dots,\nu_g)\neq(1,\dots, g)\) kommt nur für \(2g > p + 1\) vor. III. Ist \(k\) algebraisch-abgeschlossen, so besitzt \(K\) bei Charakteristik 0 und \(g > 1\) mindestens \(2g + 2\) verschiedene Weierstraßpunkte, und diese untere Schranke wird nur für hyperelliptische \(K\) angenommen; bei Primzahlcharakteristik braucht dagegen \(K\) bei beliebig hohem Geschlecht nur einen Weierstraßpunkt zu besitzen. Im Rest der Arbeit werden einige Spezialfälle zur Beleuchtung der allgemeinen Ergeb\-nisse ausführlich behandelt, nämlich der hyperelliptische Fall bei beliebigem \(k\), ein allgemeines Beispiel für \((\nu_1,\dots,\nu_g)\neq(1,\dots, g)\) bei algebraisch-abgeschlossenem \(k\), sowie alle möglichen \((\nu_1,\dots,\nu_g)\) für \(g= 3\) und \(g= 4\) bei algebraisch-abgeschlossenem \(k\). (Teil I, Math. Z. 41 (1936), 415-438; F. d. M. \(62_{\text{I}}\), 115.)
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