Deformation à réseau conjugué persistant et problèmes géométriques qui s'y rattachent. (Q2592574)
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scientific article; zbMATH DE number 2511927
| Language | Label | Description | Also known as |
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| English | Deformation à réseau conjugué persistant et problèmes géométriques qui s'y rattachent. |
scientific article; zbMATH DE number 2511927 |
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Deformation à réseau conjugué persistant et problèmes géométriques qui s'y rattachent. (English)
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1939
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Verf. behandelt in sechs Abschnitten die biegungstreuen konjugierten Kurvennetze (b. k. N.) und die damit zusammenhängenden geometrischen Fragen. Der erste Abschnitt beginnt mit der Aufstellung der Bedingungen dafür, daß es eine Fläche mit gegebenem Quadrat des Bogenelementes \[ ds^2=Edu^2+2Fdudv+Gdv^2 \tag{1} \] gibt, auf der die Parameterkurven \(u\), \(v\) ein konjugiertes Netz bilden; sie werden auf zwei partielle Differentialgleichungen der ersten Ordnung mit Koeffizienten, die sich durch die Christoffelschen Symbole und das Krümmungsmaß \(K\), bezogen auf (1), darstellen lassen, zurückgeführt, deren Integrabilitätsbedingung identisch erfüllt ist, wenn es mehr als zwei wesentlich voneinander verschiedene, d. h. nicht kongruente oder symmetrische, Flächen mit demselben konjugierten Netz \(u\), \(v\) gibt; in diesem Falle gibt es \(\infty^1\) aufeinander abwickelbare Flächen, auf denen die Kurven \(u\), \(v\) ein konjugiertes Netz bilden. Das Netz \((u, \,v)\) heißt das b. k. N. oder die Hauptbasis dieser Flächenschar; im Falle, daß die eine Schar oder beide Scharen (Voßsche Netze) des b. k. N. geodätisch sind, sind fünf bzw. vier willkürliche Funktionen \textit{eines} Argumentes kennzeichnend. Es ist bemerkenswert, daß die b. k. N. durch eine Eigenschaft der sphärischen Bilder charakterisiert werden können. Ist ein b. k. N. gegeben, so ist jedes Netz mit dem gleichen sphärischen Bilde wieder ein b. k. N. Daraus ergibt sich die Petersonsche Transformation der b. k. N. Es folgt eine Verallgemeinerung der Sätze dadurch, daß an Stelle der Parameterkurven \((u, \,v)\) die Integralkurven der beiden Differentialgleichungen \[ \frac{du}{dv}=\varphi(u, \,v), \qquad \frac{du}{dv}=\psi(u, \,v) \] ein konjugiertes Netz bilden. Anwendungen werden gemacht auf die Flächen zweiter Ordnung, die einzigen Flächen, deren sämtliche b. k. N. man kennt, ferner auf die Drehflächen. Für Flächen mit mehr als zwei Voßschen Netzen folgt, daß sie unendlich viele Voßsche Netze tragen; dagegen gibt es keine Fläche mit \(\infty^1\) b. k. N. mit nur einer Schar von Geodätischen. Die Flächen mit unendlich vielen Voßschen Netzen, die außerdem isotherm konjugiert sind, sind die beiden Minimalregelflächen, nämlich die Wendelfläche und die algebraische Schraubenfläche von Gambier. Der zweite Abschnitt behandelt die b. k. N. im Zusammenhang mit den quadratischen Lösungen einer Laplaceschen Gleichung mit gleichen Invarianten, die auf eine Moutardsche Gleichung \[ \varTheta uv=\mathfrak{M} \varTheta \tag{2} \] zurückgeführt werden kann. Sind \(\varTheta_1\), \(\varTheta_2\), \(\varTheta_3\) die quadratischen Lösungen (mit der Beziehung \(\varTheta_1^2+\varTheta_2^2+\varTheta_3^2=U+V\) -- diese Forderung schränkt \(\mathfrak{M}\) ein; sind z. B. die Parameterkurven nicht geodätisch, so erhält man eine partielle Differentialgleichung vierter Ordnung als Bedingungsgleichung), und ist \(\varTheta_4\) eine weitere Lösung von (2), so ist die das Netz tragende Fläche die Enveloppe der Ebenen \(\varTheta_1 x+\varTheta_2 y+\varTheta_3 z+\varTheta_4=0\). Damit ist das Problem der Verbiegung eines solchen Netzes zurückgeführt auf die Aufgabe, quadratische Lösungen von (2) zu finden, wenn die allgemeine Lösung bekannt ist. Die weiteren Untersuchungen legen den Ausdruck \(\mathfrak{M}=\dfrac{n(n+1)}{(u+v)^2}\) zugrunde; in diesem Falle vergrößert die Moutardsche Transformation mittels der partikulären Lösung \((u + v)^{n+1}\) die Zahl \(n\) um eine Einheit; ist \(n\) ganz, so kann man die allgemeine Lösung aus der von \(n = 0\) ableiten. Dieser Fall führt auf Netze mit einer oder zwei Scharen von ebenen oder konischen Kurven, und die dazu gehörigen Flächen sind Petersonsche Flächen oder transformierte derselben. Ähnliches gilt von dem Fall \(n = 1\). Die doppelt konischen Netze hängen, wie gezeigt wird, eng mit den Gambierschen Verbiegungsmechanismen zusammen. Zum Schluß des Abschnittes wird die Transformation der b. k. N., insbesondere bei Anwendung der Eisenhartschen Transformation, sowie der Zusammenhang dieses Problems mit (2) dargetan. Der dritte Abschnitt betrifft die zyklischen Geradenkongruenzen. In jedem Punkt \(M\) einer Fläche \(\varSigma\) wird ein Dreikant \(T\) aus zwei Flächentangenten und der Flächennormale errichtet. \(r\) sei ein im Dreikant fester Strahl. Einer Verbiegung von \(\varSigma\) entspricht eine solche von \(T\) und der Kongruenz \(C\) der Strahlen \(r\). Gehen dabei die Developpablen von \(C\) in Developpable über, so heißt die Biegung developpablentreu. Es wird der Fall der stetigen Verbiegung zunächst in drei (linearen) Spezialfällen untersucht: 1) \(r\) steht senkrecht auf der Tangentialebene \(E\) in \(M\); die Developpablen von \(C\) entsprechen den Kurven des einzigen b. k. N.; \(C\) ist zyklisch, 2) \(r\) liegt in \(E\), 3) \(r\) geht durch \(M\). Auch quadratische Fälle werden untersucht. Die weiteren Darlegungen hängen eng mit den Ribaucourschen Untersuchungen über die zyklischen Kreissysteme und die dazu gehörigen Achsenkongruenzen zusammen. Wenn eine Kongruenz auf mehr als zwei Arten zyklisch ist, so ist sie es auf unendlich viele Arten. Diese Kongruenzen sind an die b. k. N. gebunden: Die sphärische Abbildung der Developpablen einer solchen Kongruenz ist diejenige eines b. k. N. Es schließen sich weitere interessante Ergebnisse an. Endlich werden die Flächenpaare untersucht, deren Krümmungslinien die Eigenschaft haben, daß sich homologe Tangenten schneiden (Ribaucoursche Transformation). Der vierte Abschnitt ist den Bianchischen Kongruenzen \(W\) gewidmet, bei denen die Krümmungen der beiden Brennflächen in homologen Punkten gleich sind, und den Bianchischen Flächen, den Brennflächen der Kongruenzen \(W\), deren Krümmungsmaß gleich \((U + V)^{-2}\) ist. Die Transformation von Bianchi der Bianchischen Flächen entspricht der Transformation von Eisenhart der b. k. N. Jedem b. k. N. ist eine Bianchische Fläche zugeordnet; den drei Arten von Netzen entsprechen drei Arten von Bianchischen Flächen. Im fünften Abschnitt werden die Voßschen Flächen und die damit zusammenhängende Theorie der Guichardschen Kongruenzen mit orthogonalen Fokalnetzen behandelt. Es wird die der Eisenhartschen Transformation entsprechende Transformation angegeben. Auch b. k. N. mit nur \textit{einer} Schar von Geodätischen werden zur Untersuchung herangezogen. Der letzte Abschnitt beschäftigt sich mit den kinematisch konjugierten Netzen im Sinne von Bianchi und Darboux, wo zwischen den Fundamentalgrößen der zweiten Ordnung eine lineare Beziehung mit von den Fundamentalgrößen der ersten Ordnung abhängigen Koeffizienten besteht. Den Abschluß des inhaltsreichen Büchleins, das die Ergebnisse der gesamten einschlägigen Literatur berücksichtigt und klar, übersichtlich und lückenlos darstellt, bildet ein umfassendes Schriftenverzeichnis, auf das an Ort und Stelle hingewiesen wird.
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