Sur l'interprétation géométrique des caractéristiques des équations aux dérivées partielles du premier ordre. (Q2592591)

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scientific article; zbMATH DE number 2511942
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    Sur l'interprétation géométrique des caractéristiques des équations aux dérivées partielles du premier ordre.
    scientific article; zbMATH DE number 2511942

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      Sur l'interprétation géométrique des caractéristiques des équations aux dérivées partielles du premier ordre. (English)
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      1939
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      Bildet man die geraden Linien des \(R_3\) auf die Punkte einer \(V_4^2\) des \(R_5\) ab, indem man in bekannter Weise die homogenen Plückerschen Linienkoordinaten als homogene Punktkoordinaten im \(R_5\) deutet, so entspricht einem Strahlenbüschel des \(R_3\) eine Gerade der \(V_4^2\). Da durch ein Strahlenbüschel auch ein Flächenelement (Punkt \(=\) Scheitel des Strahlenbüschels, hindurchgehende Ebene \(=\) Ebene des Strahlenbüschels) gegeben ist, so kann man die Geraden der \(V_4^2\) auch als Bilder solcher Flächenelemente ansehen. Da durch eine partielle Differentialgleichung erster Ordnung in zwei unabhängigen Veränderlichen \(\infty^4\) Flächenelemente des \(R_3\) definiert werden, so haben sie daher als Bild ein System \(\varGamma\) von \(\infty^4\) Geraden der \(V_4^2\). Durch einen beliebigen Punkt \(P\) der \(V_4^2\) gehen \(\infty^1\) Geraden von \(\varGamma\), sie bilden also einen Kegel. Die Tangentialebene längs einer Mantellinie \(g\) dieses Kegels mit dem Scheitel \(P\) nennt Verf. die zu \(P\) und \(g\) zugeordnete Ebene \((g, \,P)\). Die \(\infty^4\) Geraden von \(\varGamma\) kann man auf \(\infty^3\) Regelflächen \(R\) verteilen \(\sigma(g, \,P)\) sei die Tangentialebene an \(R\) längs der durch \(P\) gehenden und auf \(R\) liegenden Geraden \(g\) von \(\varGamma\). Man kann auf eine und nur eine Weise die \(\infty^4\) Geraden \(\varGamma\) so auf \(\infty^3\) Regelflächen \(R\) verteilen, daß die Ebenen \(\pi\) und \(\sigma\) bezüglich der \(V_4^2\) konjugiert sind. In diesem Fall sind die Regelflächen \(R\) die Bilder der Charakteristiken der zugrunde gelegten Differentialgleichung. Solche Regelflächen nennt Verf. charakteristisch. Wenn \(P\) die Gerade \(g\) durchläuft, so beschreibt \(\pi\) im allgemeinen ein zu dieser Punktreihe projektives Ebenenbüschel. Für besondere Geraden \(g\) (Verf. nennt sie speziell) entartet diese Projektivität insofern, als jedem Punkt einer speziellen Geraden immer dieselbe feste Ebene \(\pi\) entspricht und für einen bestimmten Punkt \(Q\) dieser Geraden \(\pi\) unbestimmt wird. Wenn in einem System \(\varGamma\) alle Geraden speziell sind, so heißt \(\varGamma\) speziell. Dann und nur dann ist jede Regelfläche \(R\) von \(\varGamma\) eine Torse. Es gibt zwei Arten solcher spezieller Systeme \(\varGamma\). Die eine erhält man, wenn man von einer nichtlinearen auf der \(V_4^2\) gelegenen \(V_3\) ausgeht und die Tangenten an alle Kurven betrachtet, die durch die \(V_3\) auf den Ebenen der \(V_4^2\) ausgeschnitten werden. Die zweite Art besteht aus allen Geraden der \(V_4^2\), die von den Punkten einer auf der \(V_4^2\) gelegenen Fläche ausgehen. Wenn sich ein Punkt \(P\) auf einer nichtspeziellen Geraden \(g\) einer nichtabwickelbaren Regelfläche \(R\) bewegt, so beschreiben die Ebenen \(\pi\) und \(\sigma\) zwei zueinander projektive Ebenenbüschel. Diese Projektivität ist dann und nur dann eine Involution, wenn der \(R\) längs \(g\) berührende \(R_3\) mit dem die \(V_4^2\) längs \(g\) berührenden \(R_3\) zusammenfällt. Durch \(g\) gibt es zwei Ebenen \(\tau_1\) und \(\tau_2\), die der \(V_4^2\) angehören. Die ihnen in der genannten Projektivität entsprechenden Punkte \(P_1\) und \(P_2\) nennt Verf. die Hauptpunkte von \(g\). Eine Regelfläche \(R\), deren Erzeugende nichtspezielle Geraden von \(\varGamma\) sind, ist dann und nur dann charakteristisch, wenn die Tangentialebenen in jedem Hauptpunkt jeder Erzeugenden \(g\) mit den durch \(g\) gehenden Ebenen der \(V_4^2\) zusammenfallen. Die Brennpunkte jeder Geraden \(g\) einer \(\varGamma\) angehörigen Kongruenz werden durch die Hauptpunkte von \(g\) harmonisch getrennt. Schließlich untersucht Verf. den Grad der Annäherung zweier benachbarter Ebenen eines Systems von \(\infty^1\) Ebenen folgender Art: Durch jede Gerade \(g\) einer Torse, deren Erzeugende dem System \(\varGamma\) angehören, wird die Ebene \(\sigma(g, \,P)\) gelegt, wobei \(P\) der Punkt sein soll, in dem \(g\) die Gratlinie der Torse berührt.
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