Transformations asymptotiques des courbes de l'espace elliptique. (Q2592633)
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scientific article; zbMATH DE number 2511981
| Language | Label | Description | Also known as |
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| English | Transformations asymptotiques des courbes de l'espace elliptique. |
scientific article; zbMATH DE number 2511981 |
Statements
Transformations asymptotiques des courbes de l'espace elliptique. (English)
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1939
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1. Wie in dem von Bianchi behandelten euklidischen Falle heißen auch im elliptischen Raume der Krümmung eins zwei Kurven (\(x\)) und (\(\overline{x}\)), die sich punktweise so entsprechen, daß die Verbindungsgeraden der Punkte \(x\), \(\overline{x}\) und die Schnittgeraden ihrer Schmiegebenen zusammenfallen, \textit{asymptotisch-Transformierte} voneinander. Sie sind dann zwei verschiedene Asymptotenlinien auf derselben Regelfläche (\(x\overline{x})\). Verknüpft man mit den Kurvenpunkten \(x\) von (\(x\)) ihre begleitenden Tetraeder (\(x, \alpha, \xi, \lambda\)), bestehend aus den zu \(x\) konjugierten Punkten: \(\alpha\) der Tangente, \(\xi\) der Hauptnormalen und \(\lambda\) der Binormalen, so sind die Kurven (\(x\)) und (\(\lambda\)) absolut polar, wobei die Gerade \((x\lambda)\) gemeinsame Binormale ist. Es gilt, daß mit den Kurven \((x)\) und \((\overline{x})\) auch (\(\lambda\)) und (\(\overline{\lambda}\)) asymptotisch-Transformierte sind. Mit Hilfe der Abstände \(d = \overline{x\overline{x}}\), \(\vartheta =\overline{\lambda \overline{\lambda}}\) kann man schreiben: \[ \begin{matrix}\l\\ \overline{x} = x \cos d + \sin d (\alpha \cos u +\xi \sin u),\\ \overline{\lambda} = \lambda \cos \vartheta + \sin \vartheta (\xi \cos u - \alpha \sin u). \end{matrix} \] Es wird nun zuerst die allgemeine asymptotisch-Transformierte einer vorgegebenen Kurve (\(x\)) angegeben: Nach Wahl einer gewissen Funktion \(u\), die eine geeignete Regelfläche \(R\) durch (\(x\)) festlegt, auf der sie nämlich Asymptotenlinie ist, sind die anderen Asymptotenlinien zu bestimmen. Die entstehende Riccatische Differentialgleichung kann hier, wo ein partikuläres Integral bekannt ist, bekanntlich auf eine lineare Differentialgleichung zurückgeführt werden. In dem interessantesten Falle \(d =\) const, \(\vartheta=\) const hat man nun zwei Lösungen zu unterscheiden: a) \textit{Bertrandsche Kurien,} b) \textit{Kurven konstanter Torsion.} Der letzte Fall gibt drei unterschiedliche Typen. 1) Der Torsionradius \(\tau\) ist konstant \(\neq\pm 1\); alle Transformierten, deren es \(\infty^2\) gibt, haben ebenfalls dieselbe konstante Torsion. 2) \(\tau = +1\), 3) \(\tau = -1\). Sie sind durch Spiegelungen an Ebenen äquivalent. Es gilt: Jede Cliffordsche Regelfläche des elliptischen Raumes trägt \(\infty^2\) Kurven der konstanten Torsion \(+1\). Diese verteilen sich auf \(\infty^1\) Familien, wobei jedesmal die Schmiegebenen konstante Winkel mit den Erzeugenden einschließen. Die Kurven jeder Familie sind kongruent und gehen durch Cliffordsche Schiebungen auseinander hervor. Auch die Umkehrung ist richtig. 2. An Hand einer sehr einfachen und symmetrischen analytischen Darstellung der \textit{isotropen Kurven} des elliptischen Raumes werden nun Paare (\(x\)), (\(y\)) von solchen Kurven betrachtet, die asymptotisch-Transformierte voneinander sind. Der Abstand \(d\) der Punkte \(x\), \(y\) ist dann konstant. Es gilt der Satz: \textit{Die Mitten \(z\) der Sehnen (\(xy\)) beschreiben stets eine Kurve konstanter Torsion} (\(\neq\pm1\)). 3. Es wird nun die folgende einfache \textit{Konstruktion der allgemeinsten Bertrandschen Kurve} \(B\) hergeleitet: Es sei (\(M\)) eine Minimalkurve und (\(M_1\)), (\(M_2\)) zwei verschiedene dazu asymptotisch-transformierte (Minimal-)Kurven. \textit{Dann beschreibt die Mitte \(B\) der Sehne (\(M_1M_2\)) eine Bertrandkurve (\(B\))}. Die isotropen Schmiegebenen ineinander entsprechenden Punkten \(M_1\) und \(M_2\) von (\(M_1\)), (\(M_2\)) und die durch (\(M_1M_2)\) gehenden, von (\(MM_1M_2\)) verschiedenen isotropen Ebenen schneiden sich in Punkten \(M_3\), die eine gleichfalls isotrope Kurve (\(M_3\)) erfüllen, die eine asymptotisch-Transformierte ist zu (\(M_1\)) und (\(M_2\)). Die Mitten \(B_1\) der Sehnen (\(MM_3\)) durchlaufen dabei die zu (\(B\)) \textit{assoziierte} Bertrandkurve (\(B_1\)). Das Tetraeder (\(MM_1M_2M_3\)) hat lauter isotrope Wände und hat überall die gleiche Form. Die Mitten der übrigen Gegenseitenpaare beschreiben dabei zwei Kurven konstanter Torsion, die voneinander asymptotische Transformierte sind. -- Ist (\(M'\)) eine dritte, zu (\(M\)) asymptotisch-transformierte Kurve, so kann man die soeben verwendete Konstruktion (von drei isotropen Ebenen und ihrem Schnittpunkte) wiederholen und erhält die Tetraeder (\(MM_1M_1'M'\)) und (\(MM_2M_2'M'\)) sowie (\(M'M_1'M_3'M_2'\)). Die insgesamt erhaltenen acht Punkte bilden eine Möbiusfigur, bestehend aus den Möbius-Tetraedern (\(M'M_1M_2M_3'\)) und (\(MM_1'M_2'M_3\)). Deren Gegenseitenpaare sind kongruent und ihre Seitenflächen sind isotrop. Sie sind kongruent (Ref.: und können durch eine Umwendung um eine bestimmte Gerade zur Deckung gebracht werden!). Wenn M variiert, behalten sie ihre Form bei. Während die acht Ecken der Figur Minimalkurven beschreiben, durchlaufen von den vierundzwanzig Kantenmitten zwölf Bertrandkurven und zwölf Kurven konstanter Torsion. Die von Resultaten und Ratschlägen von \textit{Gambier} beeinflußte Arbeit schließt mit folgendem interessanten Satze: Legt man bei einer Bertrandkurve (\(B\)) mit \(B\) als Zentrum in der Schmiegebene des zugeordneten Punktes \(B_1\) der assoziierten Bertrandkurve (\(B_1\)) einen Kreis von beliebigem, aber festem Radius, so entsteht eine aus Kreisen aufgebaute Fläche \(f\). Auf dieser liegen, durch eine Riccatische Gleichung ermittelbar, \(\infty^1\) Bertrandkurven (\(b\)) derart, daß auch umgekehrt (\(B\)) aus (\(b\)) durch die nämliche Konstruktion hergeleitet werden kann. Man erhält so zu einer Bertrandkurve \(\infty^2\) neue, mit ihr verbundene.
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